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Donnerstag, 25. Juni 2015

Tagebuch - es geschehen Wunder


Ich fass nicht was in unserem Leben gerade passiert und ich möchte euch gerne daran teilhaben lassen. Also Willkommen in der phantastischen Welt von Jo

Rückblick für alle die gerade zuschalten :)

Die letzten zwei Tage waren eine der härtesten Tage seit meiner Kindheit. Denn wir haben die Nachricht erhalten, das Britta Zwangspensioniert wird. Das bedeutet für uns, das wir einen Großteil ihres Gehalts verlieren und das wiederum hat heftige Konsequenzen. Wir müssen dann Insolvenz anmelden, wir verlieren das Haus, den Tierhof, können unsere Tiere nicht verpflegen usw.

Britta leidet in Folge eines Diensunfalls unter depressiven Schüben, Fatique und einer Imunschwäche. Sie ist relativ oft Krank aber nicht so oft Krank, dass eine Zwangspensionierung im Raum stehen würde. Diese Mitteilung kam daher für uns überraschend, es war ein absoluter Schock. Denn eine finanzielle Kürzung bedeutet für uns den Ruin und die Private Insolvenz.

Ich habe zwei Nächste nicht geschlafen, ich habe nur recherchiert wie man dieses Unglück noch aufhalten kann. Wir waren dann Gestern bei der Anwältin, es liegt also ein Formfehler vor von Seiten ihrer Dienstelle und es besteht eine Chance, dass das Ganze noch aufgehalten werden kann, nicht desto trotz wird, auch dann wenn wir dagegen vorgehen (was wir tun werden) das Gehalt gekürzt, wenn die Polizei nicht einlenkt und Britta als Alternative einen Telearbeitsjob ermöglicht. Auch wenn wir irgendwann den Prozess gewinnen, müssen wir Privatinsolvenz anmelden. Das heißt im Klartext ab August sind wir finanziell ruiniert.

Ihr könnt euch vorstellen, welche Konsequenzen das mit sich bringt. Unsere Tiere können nicht mehr versorgt werden, sie verlieren ihr Zuhause, ihre Sicherheit. WIR können auch unter einer Brücke leben, wir sind Menschen, wir kommen wieder auf die Beine. Unsere Partnerschaft ist unerschütterlich und unsere Tochter hat das ganze sehr gefasst aufgenommen, sie will nur einen Kirschbaum, egal wo wir wohnen. Nun das ist das kleinste Problem. Aber viele unserer Tiere sind behindert, sie aus ihrem gewohnten Umfeld zu reißen wird schon nicht einfach, die Gruppe auseinander zu reißen, wird zu einem wirklich großen Problem. Aus dem Grund ging es mir die letzten zwei Tage nicht gut. Ich sah hier unsere behinderten Tiere und war verzweifelt. Bis heute.

Heute kam dann das was ich persönlich als "geführt sein" bezeichne. Denn daran glaub ich fest, weil ich es erlebt habe.

Ich habe die letzten Stunden viel meditiert und immer wieder aufs neue gesagt das alles gut wird und wir haben hier von allen Seiten Unterstützung. Brittas Kollegen überlegen eine Unterschriftensammlung zu starten. Wir haben sehr viele Spenden in diesem Monat erhalten, unsere Tiere sind also bis August abgesichert. Heute Morgen haben wir dann entschieden das die behinderten Tiere bei uns bleiben sollen, egal was passiert.

Und dann bekam ich heute morgen das absolute Hammer Angebot. Eine weiter entfernte Bekannte, die immer verfolgt was ich über unseren Hof schreibe und auch sonst sehr interessiert ist an meinem Block usw, schrieb mich heute morgen an, dass sie mir anbietet ihren Hof zu übernehmen, weil sie gerne nach Spanien auswandern möchte. Die Tiere können alle mit, es sind genug Ställe vorhanden und Weideland. Gemeinsam mit anderen Menschen kann man hier einen veganen Lebenshof aufbauen.

Und dieser Hof liegt in Mecklenburg Vorpommern. Ein Traum von einem Hof! Eine Stunde vom Meer entfernt. Und das tolle ist, es muss nicht von jetzt auf gleich sein. Das heißt wenn Britta den Telearbeitsplatz bekommt und noch ein paar Jahre zuhause arbeitet, können wir hier in Ruhe planen, ohne Stress und dann alles in die Wege leiten um aus Hessen auszuwandern.

Das Ganze ist so unglaublich, das mir die Worte fehlen. Das einzige was dann noch gesichert werden muss, ist die Finanzierung der Tiere, auch bräuchten wir dann Leute die den Hof mit uns aufbauen usw. Aber es ist ein Traum. Und eine Alternative.

Bei all dem was seit zwei Tagen passiert, habe ich mein inneres Gleichgewicht nicht verloren, ich habe Hoffnung und ich hatte trotz Trauer und Angst das Gefühl es wird alles gut.

Die Quintessenz von all dem zeigt mir das ich nur Vertrauen haben muss in dieses Leben. Ich werde seit dem ich denken kann geführt, egal was mir passiert ist, ich kam da hindurch. Ich habe schlimme Dinge überlebt und das hier zeigt mir, wenn man das Vertrauen nicht verliert geschehen Wunder. Wir haben eine Einladung erhalten uns den Hof in aller Ruhe anzusehen und ich habe das Angebot angenommen, während Britta die Tiere versorgt werde ich mit meiner Tochter im Sommer nach Mecklenburg Vorpommern reisen. Das Leben hält wundersame Früchte bereit, man muss sie nur als solche erkennen!!

Unser Tierhof Amoa wird weiter bestehen, je nachdem wie es sich entwickelt, es wird einen Weg geben!

Es geht weiter, egal was kommt. 

Namasté

Euch allen alles liebe von der Jo

Donnerstag, 29. Januar 2015

HEUTE, Gestern, Vorgestern....

Für Britta, Dini, Axel, Marie, Gudrun, Wolfgang, Birgit, Anja, Annika, Ellen, Meike, Karin, Sigrid  und alle anderen die ihr Leben den Tieren gewidmet haben. Ihr seid nicht alleine!!!



Kennt ihr das Gefühl wenn man innerlich nur einen einzigen Wunsch hat: "RUHE"?
Momentan brennt es an allen Ecken und Kanten, es ist einfach zu viel in meinem Tierschützerleben. Zur Zeit wünsche ich mir einfach eine Bank auf der ich sitzen und aufs Wasser starren kann. Wellen die sanft plätschern und Enten mit ihren Küken. Ein schönes friedvolles Bild.

Das Wasser fehlt mir extrem in solchen Zeiten. Es gibt mir die Gelassenheit die ich zu verlieren drohe. Es gibt mir ein Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit. Ich bin es so müde immer funktionieren zu müssen, aber ich tue es. Ich funktioniere, weil es nicht anders geht. Ich kann nicht einfach die Koffer packen und für eine Woche ans Meer fliehen. Urlaub ist etwas das ich dringend nötig habe, aber ich habe weder die Zeit noch das Geld, noch die Gelassenheit meine Familie hier mit all den Tieren zurück zu lassen.

Geplant ist, das wir Shayas Papa im Sommer besuchen fahren, da wird er in Amsterdam arbeiten... es ist geplant, aber dann muss hier alles bis aufs letzte Detail stimmen, sonst fahr ich nicht.

Es waren heftige Wochen. Und heute und gestern waren wieder  Tage die man gerne aus dem Kalender streichen möchte.

Angefangen hat es damit das unser Mieter uns mitteilte, das er Mitte Februar auszieht, ohne vorher gekündigt zu haben, und ohne weitere Miete zu zahlen.
Wir haben uns überlegt ob wir auf eine Ordnungsgemäße Kündigung bestehen sollten. Wir haben uns dagegen entschieden. Zwar fehlen uns 800 Euro, aber was solls. Wenn ich in mich hineinfühle, weiß ich, es ist nur Geld. Ist es kein Leben, es ist kein Glück, es ist keine Zufriedenheit.
Wir haben immer die Wahl zwischen dem was rechtlich GERECHT ist und dem was das eigene Herz sagt. Mein Herz ist zwar traurig, denn letztendlich ist es ein Vertrauensbruch, er geht einfach und hinterlässt uns die Unsicherheit wie es weiter geht.
Diesen Vertrauensbruch wird er nie wieder gut machen können. Das ist Real. Mein Gefühl geht auf Distanz.

Aber mein Herz sagt auch: "Jeder ist seines Glückes Schmied" Wir haben es in der Hand unser Glück zu gefährden weil wir es auf einen rechtlichen Kampf auslegen, oder innere Stärke zu zeigen und zu sagen: "Geh mit Glück!" Eine weitere Erklärung ist, das er mit seinem zweiten Herzen und den körperlichen Beschwerden diesen Kampf vielleicht nicht übersteht. Was wird sein, wenn ich gewinne, er aber sein Leben dadurch verliert und sei es nur seine Lebensqualität?

Diese Entscheidung ist bei mir erst während des Gesprächs mit ihm gefallen. Ich war sehr klar und er war verwirrt, er hatte einen Schweißausbruch, er zitterte. Mir ist bewusst geworden, das ich es in der Hand habe - das was ich immer predige, nämlich Mitgefühl.
Ich habe es in der Hand, es wirklich zu Leben.
Geh ich den Weg des geringsten Widerstandes werde ich auf mein Recht als Vermieter pochen. Gehe den Weg einer Buddhistin, ist mir mein Recht zwar bewusst, aber nicht entscheidend. Entscheidend ist das was daraus resultiert. Es war nur ein Moment, der mir das bewusst machte.
Auf mein Recht zu pochen macht mich nicht zu einem glücklicheren Menschen und ihn ebenso nicht.

Die Entscheidung fiel nach 10 Minuten. Ich wünschte ihm viel Glück und verließ seine Wohnung die in zwei Wochen wieder unsere Wohnung sein wird. Eine weitere Entscheidung ist schon vor Wochen gefallen, wir werden diese Wohnung nicht weiter vermieten.
Ich werde mir einen kleinen Wunsch erfüllen, ich werde wieder anfangen zu malen, ich werde Kurse geben. Ob ich dadurch das Geld einnehme, was die Miete uns erbracht hat, weiß ich nicht. Das weiß niemand.

Das ist das eine das noch nachwirkt. Eine Entscheidung die vom Herzen kam, aber mir den Schlaf raubt.

Heute las ich dann einen Notruf eines befreundeten Gnadenhofes. Ein heftiger Notruf. Also rief ich Britta in der Arbeit an Ich konnte noch Shaya bei den Nachbarn unterbringen, dann holte ich Britta vom Bahnhof ab und gemeinsam fuhren wir zum Gnadenhof.

Ich habe damit wirklich gerechnet das die Straße voller geparkter Autos stand, aber wir waren das einzige Auto. Ich war verwirrt, denn der Hilferuf war klar formuliert, hier ging es um Leben un Tod. So habe ich es empfunden. Und so war es letztendlich auch..

Auf diesen Hilferuf sind nur drei Personen gekommen. Wir und eine Freundin (eine weitere Tierschützerin hatte selbst einen Notfall und kam nur bis zur hälfte der Strecke und musste umkehren). Alle anderen fragten zwar was los ist, aber niemand hielt es für nötig sich ins Auto zu setzen und loszufahren. Es ging hauptsächlich um emotionalen Beistand. Also nahm ich erst mal meine Gnadenhof Freundin in den Arm und lies sie weinen, dann kümmerte ich mich um die Kinder und Britta um alles andere.

In solchen Momenten fragt man sich, was passiert wenn es mir so geht. Wir dringend Hilfe brauchen, wer wird dann da sein.
Meine Freundin war so durch den Wind, das sie einfach nur einen Notruf raus schickte, ohne weiter zu sagen, um was es ging. Es hätte alles sein können, es hätte ein brand sein können, es hätte sein können, das ihnen das marode Dach einstützt. Es hätten die Kinder sein können... Es gab Todesfälle und es war schlimm. Aber durch mein Adrenalin das ich ausschüttete hätte es schlimmer sein können und ich wäre nicht umgefallen.

Es gibt Momente da denkt man darüber nach was wirklich Freundschaft bedeutet. Für uns war es selbstverständlich los zu fahren, ohne zu wissen worum es geht. Uns war wichtig zu handeln. Das ist für mich Freundschaft. Wahre Freundschaft fragt nach keinem Grund.

Diesen Notruf haben viele Menschen gelesen. Das hat mich mehr geschockt als das was ich vorfand.

Als wir dann zuhause wieder ankamen holte ich meine Tochter bei unserer Nachbarin ab. Dann wollte ich unserer Nachbarin von Wanda erzählen. Aber es interessierte sie nicht, sie lächelte und ging Schritt für Schritt von mir weg. Das gebratene Hähnchen war mehr wert als das leidende Lebende.

Nun liege ich im Bett mit Magenschmerzen, das Adrenalin ist einem innerem Zittern gewichen, ich kenne dieses Gefühl der kälte die sich nach einem Adrenalin Schub in einem breit macht. Die Leere die dann kommt ist schmerzhaft. Es ist als würde etwas fehlen, das vorher da war. Diese Energie ist schlagartig verschwunden. In mir ist eine große Trauer und ich möchte gerne weinen, aber ich kann nicht. Ich möchte Weinen. Aber die leere lässt es nicht zu.

Ich fühle mich weit weg von Menschen die gebratene Hähnchen essen und solchen die zwar Fragen: "Was ist los" die hechelnd nach einer Antwort gieren, aber nicht auf die Idee kommen zu handeln. Ich fühl mich weit weg, von Leuten die denken sie könnten mir sagen, was ich zu tun und zu lassen habe. Wie die Frau gestern, nach meinem persönlichen Post über unserere Mietsituation dazu nutzte von mir zu verlangen das ich mich rechtlich dagegen wehre. Und als ich "NEIN" sagte, mich dann aus ihrer Freundschaftsliste warf. Weil ich mal wieder nicht so reagiert habe, wie man es von mir erwartet.
Ein Spender weniger für unsere Tiere, weil es ihr nicht um die Tiere ging, sondern darum mich so zu formen wie sie mich sehen wollte - eine Art Perfekte Tierschützerin die hart durchgreift und genau weiß was Sache ist....  Ein Spender weniger, bedeutet ein paar Dosen Katzenfutter weniger. Das ist für und verdammt viel.

Meine kleine Wanda hat Bäche in mir geöffnet, die innerlich Gräben reißen.
Diese kleines Wesen hat mich noch Sensibler werden lassen. Und ich frage mich heute, ob  mich das Ganze hier zerstören wird. Das Leid der Tiere, die Ignoranz der Menschen?
Ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht woher ich noch die Kraft holen soll, die ich unablässig von mir selbst erwarte. Was wird sein, wenn wir unser Haus verlieren, weil wir den Kredit nicht abzählen können, was wird mit den Tieren geschehen? Wenn ich eines Tages einen Notruf starte, dann vielleicht weil ich einfach nicht mehr kann und wir dann schnell unsere Tiere unterbringen müssen und wird sich dann jemand finden, der ins Auto steigt und zu uns fährt und mich tröstet und mir Mut zuspricht? Mich wieder aufbaut?

Das sind die Fragen die ich mir stelle, heute Abend. Ich werde keine Antwort finden, solange ich funktioniere. So lange alles gut geht.

Ich habe nur einen kleinen Wunsch - für unsere Tiere und meine Familie,  es möge sich wenigstens einer finden, der dann für uns da ist...

Euch alles Liebe

Namasté
Eure Jo




Samstag, 5. Juli 2014

Tiere...

Guten Morgen,

das erste Posting das ich heute morgen sah, war eine Katze (etwa so alt wie TomTom und Toffie) die misshandelt in einer Mülltonne gefunden wurde.
Ihr Menschen da draußen, warum passiert so etwas? Was bewegt euch, anderen Lebewesen Schmerz zuzubereiten? Wo kommt eure Wut, euer Hass her?
Ich sehe solche Bilder Tagtäglich, jeden Tag begegnet mir eine Schreckensnachricht. Ich erlebe das Endergebnis Tagtäglich, jeden Morgen kommt Seppel auf mich zugehumpelt (er wurde von einem Mofa/Mopetfahrer mehrfach überfahren und hat nur noch 3 Beine und einen halben Schwanz). Agata schaut mich mit großen Augen an (sie hat panische Angst vor Menschen) und wenn ich Glück habe, darf ich sie kurz berühren. Izzi gibt mir kurz ihr Köpfchen bevor sie nach Draußen will (Izzi wurde in einem einem kleinen Loch im Boden gehalten), Und wenn ich in das Bad gehe begegnet mir kurz Less, der mich ansieht als wollte ich ihm etwas tun. Große Augen, bevor er an mir vorbei huscht (er kam als Welpe zu uns, mehr tod als lebendig).

Das Grauen ist noch in der Erinnerung unserer Katzen vorhanden, trotz dass sie es hier gut haben. Aber manche Leiden lassen sich nicht wegstreicheln.

Die Wut und der Hass der Menschen hält vor keinem Lebewesen an, vorletztes und letzes Jahr bekam ich jeden Tag hunderte von Nachrichten über das Hundemassaker in Rumänien, vor vier Jahren erhielt ich Nachrichten über die Irischen Pferde die ausgesetzt wurden und elendig verhungerten. Würde ich eine Mappe anlegen, hätte ich jetzt eine Garage voll mit Gräueltaten die Menschen begangen haben. Würde ich die Mappe erweitern über das Leid das Menschen Kindern angetan haben, bräuchte ich nur meine Fotos heraussuchen, Kinderfotos von mir, im Alter von 4 bis 16 Jahren. Das sind meine Erinnerungen die noch vorhanden sind.

Seit meiner Kindheit frage ich mich, was Menschen bewegt Grausam zu sein. Sich an dem Leid anderer zu ergötzen, Freude dabei zu empfinden und Partys zu feiern, während ein Tier oder Mensch langsam das Leben verliert. Was bewegt solche Menschen?

Ich habe für mich die Antwort erhalten, das sie Geistig krank sind, das ist wie ein kleiner Trost. Sie sind Krank, ihr Gehirn kann Gut von Böse nicht mehr unterscheiden. Dennoch oder gerade deswegen verstehe ich den Rest nicht der Gesund ist und nichts dagegen tut. Zu sieht, Weg sieht, Ignoriert.
Ihr denkt ich rede jetzt von jenen Jugendlichen die sich betrinken und mitfeiern und am nächsten Morgen mit einem Brummschädel und einem Gefühl von Übelkeit aufwachen, deren Erinnerungen langsam zurück kommen und die sich schämen für das was sie taten?

Nein ich rede von euch allen, jeden einzelnen. Die Beispiele oben sind die der Kuscheltiere, Katzen, Hunde, Pferde, Kaninchen usw. Diese Bilder erreichen uns und sie tun weh.
Aber die Bilder der Kühe, Schweine, Hühner und Kaninchen usw. diese Bilder blendet ihr aus. Ihr macht euch mit Schuldig an dem Sterben dieser Tiere, während ihr die anderen beschützt.

Aber Leid ist Leid, und Schmerz ist Schmerz. Der Tod ist der Tod.

Wir müssen langsam aufwachen und das Grauen beenden. Und das geht nur, wenn wir Menschen aufhören ein Tier zu schützen und es dann hinzunehmen, das ein anderes Tier gequält wird.

Ich lese jeden Tag Nachrichten vom Bauernverband, oder von Viehbauern die sich herausreden, indem sie sagen: "wir müssen unsere Ferkel schützen und deshalb stehen die Säue mindestens 21 Tage in den Gitterboxen".
Leute die vehement gegen Kinder angehen, die unsere Welt verändern wollen (Schüler für Tiere KÖLN), der Hass und die Wut richtet sich gegen die Lehrer die es zulassen, das die Kinder ein anderes Bild erleben, ein realistisches Bild. Diese Kinder gehen auf die Straßen und reden darüber, sie besuchen Bauernhöfe und Viehbetriebe und berichten darüber. Sie erleben die Welt mit klaren Augen.

Euer Konsumverhalten ist daran schuld, das Kinder diese Arbeit übernehmen müssen, die eigentlich Erwachsene tun sollten.
Ihr kauft weiterhin eure Freilandeier und euer Streak, Bratwurst, Schnitzel vom Schwein. Ihr nehmt es hin, das irgendwo diese Tiere sterben musste, damit ihr es Essen könnt.
Ihr nehmt es hin, das Hühner in engen Käfigen sitzen, ohne Federn und mit gekürzten Schnäbeln (ohne Betäubung gekürzt), damit ihr eure täglichen Eier auf dem Frühstückstisch habt. Ihr nehmt es hin, das Pferde ausgepeitscht werden, damit ihr Sonntags auf dem Pferderennplatz auf einen eurer Favoriten setzen könnt. Und ihr nehmt es hin, das Kälber von ihren Müttern entfernt werden und lauthals nach ihnen schreien. Damit ihr eure Milch trinken könnt.

Ihr nehmt es hin!

Und während ihr nun am Frühstückstisch sitzt, ackere ich mich hier durch die Seiten, schreibe diesen Text mit Tränen in den Augen und kämpfe gegen meine Wut an. Eine Wut die euch gilt.
Wahrscheinlich darf ich heute Abend wieder feststellen, das mich erneut Leute aus meiner Facebook Freundesliste gesperrt und blockiert haben, aber es ist mir Egal. Ich will nicht mehr dauernd erinnert werden, dass ich gegen Windmühlenflügel kämpfe. Ich will das sich etwas verändert an unserer Welt. Ich möchte das ihr darüber nachdenkt - dass ihr es zulasst! Das ihr endlich aufwacht aus eurem Schlaraffenland.
Ich möchte das sich etwas am Konsumverhalten ändert, ich möchte das ihr kritischer seid. Ich möchte..... so viel.

Und ich möchte es für die Tiere die täglich misshandelt und geschlachtet werden, für die kleine Katze heute morgen, die in einer Mülltonne lag.
Für jedes Tier...

Ihr Menschen da draußen, es betrifft jeden und alle.
Ihr habt es in der Hand, ihr könnt es verändern.

Nicht morgen, nicht in einem halben Jahr.
JETZT!
Tut es für euch und eure Seele und tut es für die Lebewesen, die Tagtäglich schmerzen erleiden, weil ihr es ignoriert.

Namasté ich kämpfe darum meine Wut zu verändern, in Kraft, in Energie...

Eure Jo vom Tierhof Amoa

Dienstag, 17. September 2013

AMOA das sind wir! Update: Unsere Tiere.

Zur Zeit leben bei uns 24 Tiere, bis zum Oktober kommen noch 6 kleine Kätzchen, sowohl aus der Türkei, Bulgarien, als auch aus Rumänien.

Ich möchte euch ein wenig von unseren Tieren erzählen.

Heute zum Beispiel kamen drei kleine Kätzchen aus Rumänien an. Zwei werden wahrscheinlich bleiben, eines werde ich wahrscheinlich im laufe der Zeit an einen lieben Menschen vermitteln.
Ich kann nur behinderte Tiere (oder Katzen die bereits einen Paten haben, oder Katzen die mein Herz so dermaßen aufgewühlt haben, das sie einfach zu mir gehören) behalten, Tiere die niemand will. Weil unser Platz begrenzt ist, muss ich auch Tiere vermitteln (was ich darunter verstehe und wie eine Vermittlung aussieht, beschreibe ich weiter unten). Aber jedes Tier das hier ankommt, ist Teil unserer Familie und wird auch als solches betrachtet.
Wir haben kein Konzept, wie vielleicht andere Gnadenhöfe es haben. Wir empfinden uns auch nicht als Gnadenhof oder Tierasyl. Amoa das sind wir alle. Mensch wie Tier.


Katzen aus Rumänien:
Die drei sind heute aus Rumänien gekommen, sie hatten wie viele unserer Tiere kein schönes Leben.


Moon

Stiles hat wie man sehen kann nur ein Auge. Ich habe es mittlerweile aufgegeben viel erfragen zu wollen, warum, weshalb die Tiere so verletzt wurden. Meistens will man die Antwort nicht hören, man will die Ohren verschließen, vor so viel Unmenschlichkeit. Die meisten Tiere die bei uns leben wurden schwerst misshandelt. Ein Mensch tat ihnen so dermaßen weh, dass sie um ihr Leben kämpften mussten und gewannen. Aber unter welchem Preis. Stiles verlor sein Auge.
Stiles wird auf jeden Fall bleiben, er sucht einen Paten.

Izzi 
Izzi lebte bei einem älteren Ehepaar unter sehr schlechten Bedingungen in einem feuchten Loch im Boden. Als Izzi bei mir ankam, inspizierte sie gleich ganz Neugierig den Raum und knurrte jede Katze an, die ihr zu Nah kam, sie sprang von Schrank zu Schrank und liebte es, von oben herab auf die anderen Katzen zu blicken. Sie ist total verschmust und sie hat weder Angst noch Panik. Izzi sucht einen Paten.

Luna (verstorben März 2014)

Luna hatte eine schwere Verletzung, die mittlerweile  abgeheilt ist. Was mit ihr geschehen ist, weiß man nicht. Man fand sie halb tot als lebendig. Luna gehört zu meinen Herzenskatzen und wird auf jeden Fall bleiben. Luna sucht einen Paten.

Die Katzenfamilie:
Die Tiere kamen hier fast verhungert an und wir bangten Tagelang um ihr Leben.

Chess
Chess ist mittlerweile über dem Berg. Kurz nachdem er hier war, hörte er auf zu fressen und zog sich von den anderen zurück. Es sah so aus, als hätte er die Lebensfreude verloren. Gut das wir eine tolle Tierärztin haben, mit Medikamenten und Katzen Aufzuchtmilch  wurde er wieder Gesund. Chess hat eine Patin gefunden und darf für immer bei uns bleiben.

Asha (Sanskrit: Hoffnung)
Asha gehörte zu den kleinsten Kätzchen der Familie. Noch immer ist er sehr dünn und sehr anhänglich. Er braucht noch seine Mama Shadi, auch wenn sie selbst keine Milch mehr hat. Asha frisst Kittenfutter und ich hoffe, dass er bald so weit ist um zu entscheiden ob er ein schönes Zuhause bekommt. Findet Asha einen Paten, darf er für immer bei uns bleiben (was ich irgendwie hoffe, der kleine Mann ist mir sehr ans Herz gewachsen.)

Lessy
Auch Lessy gehört zu den kleinsten und schwächsten der Geschwister. Wir vermuten das Lessy und Asha Shadi´s angekomme Katzenkinder sind. Die beiden sind noch sehr jung und bedürftig.
Für Lessy und Asha suche ich noch Paten

Puschel
Puschel ist das einzige Mädchen unter den Geschwistern. Sie war auch die einzige die Gesund ankam. Wir nehmen an, das Puschel die richtige Tochter von Shadi ist.
Puschel sucht einen Paten.
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Mama Shadi 
Shadi hat nur zwei ihrer Katzenwelpen durchbringen können, zwei hat sie adoptiert. Sie ist eine vorbildliche Mama die sich sehr um ihre Kätzchen sorgt. Sehr verschmust und quirlig, ich brauchte einige Anläufe um sie fotografieren zu können. Sie ist wirklich wunderschön. 
Shadi ist Gesund, geschippt und geimpft. Sobald ihre Babys alleine zurecht kommen, darf Shadi zu einer lieben Familie umziehen und ich werde Rotz und Wasser heulen (außer sie bekommt einen Paten, dann darf sie bleiben!!!), denn ich liebe die kleine sehr. Shadi ist sehr klein, also schätzen wir sie höchstens auf ein Jahr.

Knuffel(chen)  (Vermittelt Februar 2014)
Knuffel ist Einäugig und ängstlich. Sie lässt sich jedoch sehr gerne streicheln und schläft am liebsten bei uns im Bett. Tagsüber sieht man Knuffel selten. Wie sie ihr Auge verloren hat... ich weiß es nicht, ich kann nur Vermutungen anstellen. Auf jeden Fall ist es ihr nicht einfach herausgefallen... Mensch hat mit Sicherheit nachgeholfen. Auch für Knuffelchen suchen wir einen Paten.


Katzen aus Russland

Agata
Agata wurde so schwer misshandelt, das sie nur noch auf einem Auge sieht. Sie ist unsere Angst/Panik Katze, die zur Zeit noch ihren Schutzraum braucht. Agata sitzt am liebsten auf dem Schrank, von dort oben hat sie alles im Blick. Ihre Lieblingsspeisen sind Putenwurst und Thunfisch. Mit der Wurst habe ich sie sogar vom Schrank gelockt und mittlerweile ertappe ich sie immer öfter inmitten der restlichen Katzenfamilie. Agata bleibt auf jeden Fall bei uns und sucht einen Paten.


Katzen aus Bulgarien

Tattoo (linchen) (Verstorben März 2014)
Tattoo ist die älteste im Bunde und lebt seit über 10 Jahren bei uns. Tattoo wurde schwer misshandelt und war anfangs sehr ängstlich. Mittlerweile schmust sie aber auch schon mit Fremden. Tattoo wird auf ca. 15 Jahre geschätzt und leidet an einer Niereninsuffizienz, die ich aber ganz gut in den Griff bekommen habe. 
Ihre Markenzeichen sind ihre großen Augen, die sie ganz Katzenuntypisch immer weit aufgerissen hat.

Natchi (ka)
Natchi sucht gerade Ausreisepaten, damit sie zu uns kommen kann. Das Bild wurde in Bulgarien aufgenommen. Natchi´s Augen waren so dermaßen entzündet, das sie ihr entnommen werden mussten. Nachi wird die dritte blinde Katze sein, die bei uns leben wird. Eigentlich haben wir einen Aufnahmestopp, denn mehr als 15 Katzen sollten es nicht werde. Da aber Finn eine Patin hat (ich grüße dich ganz lieb Sigrid) durfte auch Natchi kommen.
Natchi sucht Paten


Katzen aus der Türkei

Finn und Fee
Fee (schwarz/weiß) ist blind und ist eine sogenannte Klippenkatze. Und Finn hat nur drei Beine. Finn wurde aus "Spaß" von einem Motorradfahrer überfahren.
Die beiden werden demnächst hier eintreffen. Finn hat bereits eine Patin. Fee sucht Paten.

Katzen aus Deutschland

Flocke
Flocke gehört, zusammen mit Tattoo zu unseren ältesten Katzen. Flocke ist von Geburt an Gehörlos und lebt seit 11 Jahren bei uns, er war ein "nicht gelungener Versuch eines Hobbyzüchters". Flocke hat ein Problem mit Veränderungen, wie Umzüge usw. und er mag keine Höhenunterschiede (unterschiedliche Stockwerke innerhalb der Wohnung). Seit dem wir hier wohnen, ist er richtig aufgeblüht. Mit anderen Katzen und Hunden kommt er super zurecht. Flocke sucht einen Paten.

Bebbles (Bebby)
Bebbles ist blind. Sie wurde ausgesetzt und von Tierschützern gefunden. Mit knapp 15 Wochen kam sie zu uns. Bebbles ist die frechste und unängstlichste Katze die ich kenne. Sie hat ein ganz besonderes Verhältnis zu Blue und sie liebt es, mit der kleinen Katzenfamilie fangen zu spielen. Bebby ist jetzt 9 Monate alt. Bebbles sucht einen Paten.


Hunde aus Spanien (La Mancha)

Blue
Blue ist der frechste und verfressendste Hund der Welt. Wehe wenn er losgelassen. Blue frisst alles, von Katzen- bis zum Hühnerfutter. Ich muss immer sehr aufpassen, denn wenn ich mich beim Kochen nicht darauf konzentriere, das Blue in der Nähe ist, dann kann es sogar vorkommen, das Blue aus dem Topf stibitzt. Blue wurde mit seinen Geschwistern und seiner Mutter in der Perera (Tötungsstation) in La Mancha abgegeben. Dort wurde höchstens einmal die Woche gefüttert. Viele seiner Geschwister starben an Unterernährung. Blue kam durch und seit dem stellt er unser Leben auf den Kopf. 
Blue sucht einen Paten.

Bella (Bellisima)
Bella ist eine Angsthündin. Eigentlich galt sie als Nicht-Vermittelbar, bis ich sie das erste Mal sah. Ich habe mich so dermaßen in sie verliebt, das ich die Hölle in Bewegung gesetzt habe, um sie aus der Perera zu holen. Bella und Blue leben jetzt seit 2 Jahren bei uns. Bella hatte anfangs vor allen und jeden Angst. Die ersten 3 Wochen mussten wir sie zur Wiese tragen, dort hat sie sich im liegen gelöst und danach trugen wir sie wieder in die Wohnung. Als sie sich traute die Wohnung zu erkunden, lief sie immer an der Wand lang. Noch heute ist Bella ängstlich und devot. Ich kann unsere Hunde mit zu den Schafen und Hühnern nehmen, ohne das etwas passiert. Bella sucht einen Paten


Hühner aus Deutschland

Die Gackgack Gang und Taboo der Hahn
Taboo bekamen wir von unserer Tierärztin Katha, die drei Hähne zu viel hatte.
Und die Gackgack Gang bekamen wir vor zwei Tagen von rettet das Huhn, einer Tierschutz Organisation, die sich für Hühner aus Massentierhaltung einsetzt und diese dann auch vermittelt (siehe Interview).
Da alle 4 Hühner weiß sind und wir sie (noch) nicht unterscheiden können, haben sie einen Namen für alle und alle Namen für einen erhalten. Die Gackgack Gang.

Liesel
Liesel und Emma bekamen aus einer Privathaltung und sollten geschlachtet werden. 

Emma
Emma und Liesel lieben es im Garten nach Würmern zu graben. Sie sind ca. 4 Jahre alt und alle Hühner haben ca. 700qm zur freien Verfügung. Abends gehen sie in den Stall. 
Alle Hühner suchen noch Paten.

Schafe aus Deutschland

Emo, Lui, Minni, Maxi und Mumm
Unsere Soay Schafe Minni, Maxi und Mumm kamen aus einer Privathaltung und sollten geschlachtet werden.
Im Mai und April 2013 amen unsere Lämmer Emo und Lui  zur Welt. Alle 5 bleiben hier so lange sie leben.
Unsere Schafe suchen noch Paten



Vermittlung,  Patengesuch und Spenden (Daná)


Viele unserer Tiere verbleiben bei uns, meistens sind es behinderte, ängstliche oder kranke Tiere. Bis auf die Hühner vermittle ich auch Tiere (Katzen) weiter, wenn sie gesund sind und vermittelt werden können.
Unter einer Vermittlung verstehe ich folgendes:
Mir ist es nicht genug, einfach nur den Namen eines Menschen zu wissen, dem ich ein Tier übergebe, das in meiner Obhut war. Ich brauche die Gewissheit das es ihm gut gehen wird. Ich bestehe also auf Vor- und Nachkontrolle, die ich selbst ( oder eine befreundete Tierschützerin) übernehmen werde. 
Da ich nur gesunde, nicht behinderte Tiere vermittle, sollte die Katze auch die Möglichkeit haben, nach Draußen gehen zu können. Ich vermittle nicht  an Menschen die ihre Katze in der Wohnung halten wollen, oder die an einer stark befahrenen Straße leben. Meine Erwartungen an die Menschen die ein Amoa Tier übernehmen sind hoch. Ganz einfach, weil diese Tiere teils die Hölle erlebt haben und ich ihnen ein Versprechen gebe, wenn sie hier ankommen - nämlich das sie Glücklich sein dürfen und das ihnen nie wieder bewusst ein Leid angetan wird von einem Menschen. An dieses Versprechen bin ich gebunden und auch derjenige der ein Tier von uns übernimmt, sollte sich gebunden fühlen.

Desweiteren muss ein Schutzvertrag unterschrieben werden, der gewährleistet, das die Tiere nicht einfach weiter gegeben werden, sondern wieder zurück zu mir kommen, sollte dem Besitzer etwas zustoßen oder es andere Probleme gibt, unter dem das Tier eventuell leiden könnte.

Auch muss eine Schutzgebühr bezahlt werden. 
Das alles hört sich nach einem Geschäft an, das ist es jedoch nicht. Die Schutzgebühr beinhaltet bereits wofür sie verwendet wird, für den Schutz des Tieres. Für mich bedeutet es auch, dass meine laufenden Kosten, wie Tierarztrechnungen und Medikamente usw. abgedeckt werden. 
Wir sind kein Verein. Wir sind einfach nur private Tierschützer, wir erhalten auch keine öffentlichen Zuwendungen. Alles was wir tun, tun wir für unsere Tiere und somit auch für unser Wohl.

Die Tiere die bei uns verbleiben, gehören zu unserer Familie. Oft sind es misshandelte Tiere, deren Lebensmut oft wieder neu aufgebaut werden muss, die meisten Katzen haben Angst, wenn sie hier ankommen und brauchen viel Zeit und Geduld um wieder Vertrauen aufzubauen. Gewalt ist etwas das sie kennen und das meine Familie und ich vollkommen ablehnen. Das ist die Basis die wir ihnen geben: Gewaltfreiheit, Liebe, Anbindung an unsere Familie und die Gewissheit bleiben zu dürfen.
Viele dieser Tiere brauchen Tierärztliche Betreuung oder bestimmtes Futter, beides können wir uns nur begrenzt leisten. Aus dem Grund suche ich Paten für unsere Amoa Tiere.
Paten die uns sowohl bei der Tierarztrechnung, als auch mit Futterspenden unterstützen. Paten die sich selbst vielleicht kein Tier leisten können, weil die Wohnung zu klein ist, oder weil sie voll berufstätig sind, oder aber eine Allergie haben, oder bereits Tiere haben... es gibt unterschiedliche Gründe warum die Tierhaltung ein Problem ist. Gerade für diese Menschen ist es ein Trost zu wissen, ihrem Patentier geht es gut und es lebt bei Menschen die es liebevoll in die Familie integriert haben. 
Als Pate hat man die Möglichkeit uns jederzeit zu besuchen, ein Pate erhält Bilder und weitere Infos zum Tier und erfährt natürlich auch wie es seinem Tier geht, wenn Tierarztbesuche anstehen. Ein Pate gehört im Grunde genommen mit zur Familie :) Fast alle unserer Tiere (bis auf 2) suchen Paten.

Ohne Spenden (Daná) könnten wir nicht so arbeiten wie wir arbeiten. Ohne Spenden würden wir mit unseren Tieren womöglich unter der Brücke leben... in südlichen Ländern ist das vielleicht machbar, hier jedoch würde man uns irgendwann unsere Tiere wieder wegnehmen, zu Recht. Einfach weil unser Tierhof ohne Spenden nicht existieren kann. 
Wir sind keine reichen Menschen, die es sich leisten können, zig Tieren aus Freude ein Heim zu geben. Ich wünschte es wäre so. Die Freude ist da, aber unsere finanziellen Mittel sind begrenzt.
Aus dem Grund bitte ich um Spenden, denn nur das ermöglicht es uns, Katzen wie Agata, Fee, Finn, Knuffel, Bebbles, Tattoo. Flocke, Natchi, Stiles und Lidya ein Zuhause mit Tierärztlicher Betreuung zu bieten. Denn das benötigen all diese Katzen. Gerade bei denjenigen die ein Auge verloren haben, ist es notwendig immer wieder nach zu kontrollieren, ob sich die Augenhöhle nicht entzündet. Impfungen, Antibiotika all die Medikamente die benötigt werden. Aber auch Katzenaufzuchtmilch und Futterkosten. All das und noch viel mehr kostet Geld. Wir brauchen EURE Unterstützung, wir, das sind die Tiere und die Menschen, die Amoa ausmachen.  

Amoa das sind:
All unsere Tiere - Unsere Familie!
Hier dürfen sie leben!
Hier dürfen sie alt werden!
Hier werden sie geliebt!

In diesem Sinne
"Wir machen weiter... Tag für Tag und durch eure Unterstützung, können wir Leben retten!"

Namasté
Eure Jo und euer Tierhof Amoa

Patengesuche und Spendenanfragen bitte per EMail an:


Freitag, 9. August 2013

Der Mensch isst...



In der letzten Zeit stelle ich sehr oft fest, dass sich die aggressiven Diskussionen zum Thema: Vegane Ernährung und Veganes Leben häufen.
So standen die Kommentare Kopf bei einem Artikel in der Zeit online  über eine Familie die sich Vegan ernährt.

"...Was ist das denn für eine verlogene Philosophie! Diese Familien sieht man oft in Berlin. Krasse Namen, Babybreikochkurs, Vegan, grün Wähler und DICKER GELÄNDEWAGEN ..."

"vom Guru überzeugt werden, das zeigt den religiösen Charakter dieser Mangelernährung, namens Vegan"

"Die armen Kinder!"

"In ihrer Welt würden Kühe überhaupt nicht am Leben sein. Überhaupt keine Nutztiere. Glauben sie im Ernst Vegan ist Moralischer?"

4 Kommentare die EINE Meinung repräsentieren.
Deren Inhalt nur aus Intoleranz, Angst, Misstrauen und Aggression besteht: Verzicht!

Fast jede aufflackernde Veränderung wird erst einmal mit vehementer Ablehnung beantwortet. So war es schon immer in unserer Welt. Menschen gehen auf die Straße, weil sie keine Gleichberechtigung wollen, Kirchengemeinden versammeln sich um gegen die sogenannte "Homoehe"* zu protestieren. Fleischesser kommentieren unter Artikeln: "Die armen Kinder, die schrecklichen Veganer!"
Sie ignorieren das Tierleid, konzentrieren sich vielmehr auf diejenigen die sich für ein anderes Leben entscheiden. Sie gehen so weit um zu brüllen: "Wir zeigen euch an, wir gehen zum Jugendamt!"
Wenn Kinder im Spiel sind.

Sehen wir uns doch mal ein anderes Leben an, das Leben eines Fleischessenden Kindes:

Wenn Mama nicht mehr stillen kann/will/darf, bekommt es Folgemilch. Die Milch wird industriell hergestellt, man sieht führende Hersteller von Hipp und Nestlé an vorderer Front.
In vielen Foren zum Thema: Babyernährung findet man solche Eintragungen:

"Meinem kleinen reicht die Folgemilch nicht, er nimmt zu, hat aber trotzdem Hunger!"

".. es hat Bauchweh und Blähungen, ich musste sogar ins Krankenhaus fahren!"
usw.

Gebt doch mal bitte in Google ein: "Nebenwirkungen der Folgemilch", dann gebt ein: "Milchunverträglichkeit".

Ihr werdet schnell feststellen, das viele Babys entweder mehr Milch brauchen als auf der Packung beschrieben, und/oder schneller zunehmen, Probleme wie Bauchweh, Erbrechen, Blähungen haben usw. Die Seiten sind voll davon.

Gehen wir ein Stückchen weiter. Das Baby ist nun Kleinkind, es bekommt seine ersten Gläschen Hipp Nahrung. Fleischessende Eltern sind oft davon überzeugt, das es wichtig ist tierisches Eiweiß zu sich zu nehmen und kaufen dementsprechend Fleischgläschen.
Wenn man auf die Webseite von Hipp geht, bekommt man nur einen winzig kleinen Einblick in die Zubereitung.
Mütter erfahren, dass das Fleisch aus der Bio-Haltung kommt, das das Gläschen Rapsöl enthält, keine Milchprodukte, kein Salz und Glutenfrei ist.

Interessant ist, dass diese Fleischgläschen auch Katzenhaltern empfohlen werden, deren Katze eine Niereninsuffizienz haben und dementsprechend eine Phosphatniedrige Ernährung brauchen.

Ich habe noch nicht herausgefunden, wie viel Phosphat in solchen Fleischgläschen enthalten ist, aber ich weiß, dass beim Menschen der Überschuss an Phosphor im Blut fast schon normal ist. Dieser Überschuss stört die Magnesiumverwertung und führt zu Störungen im Calziumhaushalt. Osteoporose . Nierenprobleme, Schilddrüsenerkrankungen, Calziummangel. Das sind die Erkrankungen des 21 Jahrhunderts.
Phosphat ist zum Beispiel in Fleisch, Fisch, Käse, Fertiggerichten, Stabilisatoren und Verdickungsmitteln (E338, E339, E340, E341, E345), Cola, Käse und Wurst enthalten.

Die Nahrung eines Babys enthält also niedrigen Phosphor.

Im Laufe der nächsten Monate verändert sich das jedoch. Spätestens mit eineinhalb Jahren fangen Kleinkinder an, mit am Tisch zu sitzen und das kleingemantsche Essen der Eltern zu essen.

Der durchschnittliche Fleischkonsum pro Kopf und Tag:





Der durchschnittliche Gemüse und Obstkonsum pro Kopf und  Tag:




Anhand dieser Darstellungen kann man erkennen, das bereits Kinder von klein auf (die ähnlich ernährt werden wie Erwachsene) viel zu wenig Obst und Gemüse, dafür viel zu viel Fleisch und Wurst erhalten. 

Für ein Kind ist der Fleischkonsum normal, selten erfahren Kinder woraus ihr Essen besteht und wie ein Tier getötet wird, dessen Fleisch auf dem Teller liegt.
Kinder werden von Anfang an Informationsarm erzogen, statt ihnen Bewusst zu machen, WAS Nahrung bedeutet, wird ihnen eine Heile Welt gezeigt, Zootiere, die friedlich und angeblich glücklich hinter Gittern leben, Zirkustiere die scheinbar ganz von alleine und voller Freude Kunstwerke vollführen.
Kinder werden mit dem Bauernhof konfrontiert, durch bunte Bilderbücher und lachenden Schweinen.

Sie erleben eine Scheinwelt, ein Paradies für Tiere, deren Leben hinter Mauern und Zäunen statt findet. Haustiere mit denen man kuscheln kann und die ins Tierheim (wenn sie Glück haben) gebracht werden, wen ein Kind krank wird. 

Die Kinderwelt eines fleischessenden Kindes ist ein Schlaraffenland, es ist die Welt der Erwachsenen die die Realität für ihre Kinder verleugnen. Dass ein Kind belogen und betrogen wird, das will kaum ein Erwachsener wahr haben. Das Kinder sehr wohl in der Lage sind (ab einem bestimmten Alter) zu begreifen, was sie essen und woraus das Essen besteht, auch das will kein Erwachsener wahrhaben. 

Aus den Kindern die vollgestopft werden mit Fleischnahrung, werden Erwachsene die ihr Konsumverhalten mit den Worten entschuldigen: "Es wahr schon immer so und aus dem Grund ist es normal!"

"Fleisch ist Bestandteil unseres Lebens!"
"Fleisch braucht man, sonst hat man Mangelernährung!"
"Ohne Fleisch wirst du krank!"
"Die armen Kinder die kein Fleisch essen dürfen!"

Von Kind an, bekommen Erwachsene klar gemacht, das die Welt in der sie leben, eine richtig gute Welt ist. Und zu diesem Weltbild gehört natürlich auch die Erziehung und die Ernährung. Ernährung ist Lebenswichtig, ohne Nahrung sterben wir.
Ein Kind lernt somit sehr früh, wie eine Ernährung auszusehen hat und zu einer "guten" Ernährung gehört eben auch Fleisch, Wurst, Milch und Käse. Die wenigsten Kinder wissen wie eine Mango schmeckt oder pflücken selbst angebaute Erdbeeren. Ein deutsches Kind erfährt in welchem Regal Cola zu finden ist und wo es Fleischwürste zu kaufen gibt. Die CMA (Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft) suggeriert in ihrer Werbung: "Fleisch ist ein Stück Lebenskraft" und mit Dieter Bohlen ist "Bruzzler: "Ober Super Lecker und unbedingt mein Ding" 

Ein Kind bekommt keine Werbung über Massentierhaltung und Eier von Legebatterie - Hühnern zu sehen, es erfährt nur das was es Erfahren darf, eben das "Bruzzler" Ober Super Lecker ist und man Fleisch braucht um zu leben.

Und genau aus dem Grund drehen gerade Reihenweise Politiker und Normalverbraucher auf, weil die Grünen einen fleisch freien Tag in den Kantinen fordern.
EINEN TAG!!!

Die Kommentare sind zahlreich, der Bürger fühlt sich bevormundet, unfrei. Es laufen Beschimpfungen durch das Internet, Diskussionen werden entfacht: "Ihr könnt mich mal, ich lass mir mein Steak nicht nehmen!" schreibt da jemand quer über den PC.


Besonders die FDP (Fdp liberté - Facebook Kampagne) ist gegen den "Veggie-Tag" der Grünen auf Kriegspfad gegangen:



Die Grünen sind gerade in aller Munde. Ihr Wahlprogramm spricht Bände, sie wollen die Massentierhaltung abschaffen, das bedeutet für den deutschen Bürger, mehr Biofleisch, höhere Preise.
Das damit auch Leid verhindert wird, wird ignoriert. Hauptsache die Kasse stimmt und es ist noch genug übrig um sich seine tägliche Ration: "Schnitzel, Steak, Salami, Hack usw" aus einer Massenproduktion zu gönnen.


"Der Mensch ist das was er isst": das berühmte Zitat von Ludwig Feuerbach hat mittlerweile eine traurige Präsens erhalten. Der Mensch isst sich psychisch und physisch krank und ist sich dessen vollkommen bewusst.  Wir ignorieren den Werde - und Sterbeprozess unserer Mitlebewesen, wir ignorieren ihr Leid, auf Kosten unserer ungesunden Ernährung. Mitgefühl wird möglichst klein gehalten, Zivilcourage ist nur ein Wort im Duden

Wir fangen als Baby an und hören kurz vor unserem Tode auf. Wir lernen ein egoistisch, egozentrisches Verhalten, der Mensch steht über allem und vor allem über dem Tier.

Die einzige Möglichkeit etwas zu ändern, ist auf Dauer seine Ernährung zu verändern. 

Die einzige Möglichkeit etwas zu ändern, ist einem Kind kindgerecht und realitätsnah die Tierwelt näher zu bringen, so das es als Erwachsener wirklich entscheiden kann, mit aller Konsequenz, ob es Fleisch isst, oder sich Vegetarisch/Vegan ernährt. Ob es in den Zirkus geht, oder diesen meidet.

Ein Mensch der weiß was er isst und woher das Essen stammt, wird ein besseres Verständnis für unsere Welt aufbringen können und für die Wesen die darauf leben.
Aus dem Grund ernähren wir unsere Tochter Vegetarisch/Vegan. Wir erzählen ihr keine Lügen, von lächelnden Schweinchen und glücklichen lila Kühen.
Sie weiß mit ihren 5 Jahren, das Tiere sterben müssen, damit Menschen Fleisch essen können.
Sie weiß, dass die Kälbchen den Kühen weggenommen werden, damit Menschen Milch, Käse und Eis essen können.

Sie hat jetzt schon die Möglichkeit zu entscheiden, ob sie Eis isst oder nicht. Wir verbieten es ihr nicht, aber wir machen ihr auch nichts vor.

Wenn sie Erwachsen ist, hat sie die Möglichkeit ihr Leben so zu gestalten wie sie es möchte. Egal ob sie weiterhin Vegetarisch/Vegan lebt, oder Fleisch isst und Milch trinkt. Sie wird sich dessen immer bewusst sein und sie wird auch wissen, welche Konsequenz das für unsere Mitlebewesen hat. 

Amoa bedeutet: Unverblendet, ungeschönt und Realistisch. Genau so leben wir. Genauso erziehen wir. Ein Jugendamt brauchen wir deshalb noch lange nicht ;)

Der Mensch ist was er isst...
In dem Fall bin ich froh, das wir sind, wer wir sind...

In dem Sinne

Namasté

Eure Jo




* Meine Meinung zur Homoehe:
Ich selbst bin Homosexuell, ich liebe meine Frau, wir wollen "richtig" Heiraten, das gehört für uns einfach zur Liebe dazu. Eine sogenannte "Homoehe" gibt es nicht. Ich sage dazu: "Ehe für alle" denn das ist die korrekte Bezeichnung, ich möchte nur das was Heterosexuellen Menschen möglich ist, ich möchte weder eine Sonderstellung, noch eine Sonderbezeichnung.



Quellenverzeichnis:
 http://www.fuereinebesserewelt.info/der-fleischatlas-jetzt-gehts-um-die-wurst/
http://www.agrarheute.com/ami-fleischkonsum070510
http://www.ami-informiert.de/ami-maerkte/ami-fleischwirtschaft/ami-meldungen-fleischwirtschaft.html
http://www.proplanta.de/Fotos/Taeglicher-Obst-und-Gemueseverbrauch-in-Gramm-pro-Kopf-Statistik-dfhv_Bild1276858355.html