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Montag, 9. November 2015
Tagebuch - Flocke ist tot..
Ein Zustand von Herbst.
Das Blatt das eben noch am Baum gehangen,
nun vor meinen Füße fällt.
Fällt auch das Leben welches eben noch gelebt
Das Herz welches eben noch geschlagen.
Die Augen welche eben noch gefunkelt haben.
So viele kleine Leben sind gegangen.
Ein ewiges Abschied nehmen
Ein ewiges Willkommen heißen
Ich gedenke heute deinen Namen.
Vorgestern ist unser ältester Kater gestorben, er hieß Flocke und war gehörlos.
Er war viele Jahre Teil unseres Lebens.
Dieses Jahr war kein einfaches Jahr für uns, es gab viele Veränderungen, viele kleine Tode.
Meine Trauer ist nun bewusster und kürzer.
Der Schmerz in meiner Brust ist kurz und präsent.
Das Vermissen ist wie ein kleiner Schleier der sich über mein Leben gelegt hat, ein kurzes Aufflackern einer Präsens die es nicht mehr gibt.
Wir haben ihn beerdigt, während die Sonne unterging und sein Grab in ein goldrotes Licht tauchte.
Shaya sang schief: Gate Gate Paragate Parasamgate bodhi svaha.
Dann sprachen wir das Sutra gemeinsam. Sie legte noch einige Blätter zu ihm ins Grab.
Es war so schön ruhig, genauso ruhig wie er gestorben war.
Er fiel einfach um und war tot.
Ich habe noch versucht durch Mund zu Mund Beatmung und Herzmassage sein Herzchen zum schlagen zu bewegen. Aber er wollte gehen und so lies ich ihn gehen.
Es ist ein anderer Tod, wenn er unvorbereitet kommt. Schnell, unaufhaltsam. Es reißt einem mit, wo immer man gerade ist. Ein Schock, den man erst einmal verarbeiten muss. Nachdem ich versucht hatte, ihm zum Leben zu bringen, standen wir drei eine Weile in der Küche und sahen auf ihn hinab, wie er dort leblos lag. Mein Gehirn konnte es nicht fassen. Er war nicht mehr da.
Gestern habe ich mir die Zeit genommen um zu trauern. Es war ein anderes Trauern. Es war ruhig um mich herum, in mir. Eine wohlige Ruhe ohne nachhallenden Schmerz. Ich hatte alles an Schmerz ausgelebt, danach kam nichts mehr. Wenn ich mich jetzt erinnere, taucht ein Flocke kurz auf und geht wieder. Eine ruhige Erinnerung, eine schöne Zeit mit ihm.
Es geht weiter, jeden Tag ein Stück weiter.
ohne ihn....
Wo immer du bist, vielleicht kannst du jetzt die Vögel singen hören... sei Frei!!!
Namasté
Eure Jo vom Tierhof Amoa
Sonntag, 19. Juli 2015
Wieder ein Leben das gehen wird...
Ich habe so viele Leben gehen sehen, ich habe so viel Zeit mit dem Tod verbracht. All diese Leben sind wie Zeichen gebrannt in meiner Seele.
Ein Jahr mal ohne den Tod der an meiner Tür klopft, den ich bereits wie einen guten Freund hinein lasse, der sich zu mir setzt und mit mir einen heißen süssen Tee trinkt und wenn er geht, sind es wieder weniger geworden die an meiner Seite gehen und die ich versorge, hege, liebe. Es ist ein ewiges Abschiednehmen.
Heute wird unsere Puschel für immer gehen, die letzten Stunden werde ich damit verbringen ihr Wasser einzuflößen. Ich fühle mich wie eine Henkerin die die letzte Mahlzeit verteilt. Puschel verkriecht sich, sie ist so müde und will nur noch schlafen.
Nein ich gehöre nicht zu den Menschen die ein Lebewesen vom Tod abhalten, ich gehöre nicht zu denen die alles versuchen um sie am Leben zu halten. Wenn ein Mensch gehen will, halte ich bis zuletzt seine Hand, wenn er es möchte. Ich schotte ihn ab von Leuten die ihn am Leben halten wollen und ich würde ihm sogar helfen, zu gehen, wenn ich es dürfte. Auf die Art und weise sind viele meiner Freunde gegangen.
Wenn ein Tier gehen will, begleite ich es bis zu dem Moment an dem es seine Ruhe haben will, wenn es sich verkriecht in dunkle Ecken um für immer zu schlafen, dann helfe ich ihm die letzte Reise anzutreten.
Wir Menschen denken wir müssten alles kontrollieren, aber wir werden nie die Sieger über Leben und Tod sein, egal was wir tun. Wir halten nur das unausweichliche auf. Manchmal verlängern wir nur die Zeiten der Qual, den Schmerz. Manchmal gelingt es uns, das kleine Leben zu verlängern, manchmal um Stunden, um Tage und manchmal auch um Jahre. Aber für welchen Preis?
Nein ich gehöre nicht zu den Menschen die eingreifen wollen, wenn die Natur den Rythmus unterbricht. Ich trage in mir ein Band das mich mit all denen verbindet die zwischen Leben und Tod wandeln, denn ich war einmall zwischen den Zeiten, auch ich sollte einmal sterben und alles was mir geblieben ist, ist die Panik, die Angst, das Gefühl zu sterben und dann hab ich losgelassen, ich habe mich damit abgefunden zu gehen. Und als ich wieder erwachte war ich ein anderer Mensch. Ich erinnerte mich nicht an mein vorheriges Leben, es war als sei ich mit neun Jahren neu auf die Welt gekommen.
Alles woran ich mich erinnerte war ein gleißendes helles Licht, das mich wärmend umfing.
Ich glaube durch dieses Nahtoderlebnis ist das Band entstanden, dass immer dann sichtbar ist, wenn die Zeit für Lebewesen abgelaufen ist. Dieses Band verbindet mich für immer mit dem Tod wie mit dem Leben.
Und es verleiht mir die Kaft dem Tod zu begegnen ohne Angst.
Heute geht unsere Puschel.
Wenn ihr gläubig seid, dann denkt an sie, betet nicht für eine Gesundung, sondern betet dafür das ihr letzter Weg ein einfacher Weg sein wird. Betet dafür das sie wundervoll schläft und wundervolle Träume sie begleiten.
Möge sie in anderen Welten Glücklich sein, möge sie über Wiesen springen und Schmetterlingen hinterher jagen. Möge das Nirvana sie empfangen, zärtlich und sanft.
Namasté
Eure Jo
Samstag, 22. November 2014
Abschied aus veganen Gruppen
Ich habe heute etwas wichtiges für mich entschieden. Ich habe alle, bis auf zwei (Essen mit Austausch und Vegan & Friends - ich revidiere. In Vegan & Friends bin ich auch nicht mehr) vegane Facebook Gruppen verlassen.
Ich bin dieses ewige Kämpfen um Weltbilder leid.
In den meisten Gruppen geht es her wie auf dem Schlachtfeld. Und manchmal überlege ich ernsthaft ob sie sich umbringen würden, würden sie sich, nach einem solchen Disput gegenüber stehen.
Ich glaube das es hauptsächlich daran liegt, dass wir Menschen nur uns wahrnehmen, unsere Welt. Die Erkenntnisse die wir aus unserem Erlebten gewonnen haben, möchten wir anderen mitteilen, oder besser überstülpen. Weil wir davon überzeugt sind, das es richtig ist. Aber es gibt keine eine Wahrheit und das übersehen wir oft.
Ich will das für mich ändern und das geht nur, indem ich konsequent versuche mein inneres Weltbild zum wackeln zu bringen. Denn ich möchte nicht nur mein Ego im Blick haben, bei dem was ich tue, ich möchte auf einer Ebene mit unseren Mitlebewesen stehen..
Euch liebe Grüße von der Jo vom Tierhof Amoa
Hier meine Abschiedsworte in einem Forum das ich verlassen habe:
Ich bin dieses ewige Kämpfen um Weltbilder leid.
In den meisten Gruppen geht es her wie auf dem Schlachtfeld. Und manchmal überlege ich ernsthaft ob sie sich umbringen würden, würden sie sich, nach einem solchen Disput gegenüber stehen.
Ich glaube das es hauptsächlich daran liegt, dass wir Menschen nur uns wahrnehmen, unsere Welt. Die Erkenntnisse die wir aus unserem Erlebten gewonnen haben, möchten wir anderen mitteilen, oder besser überstülpen. Weil wir davon überzeugt sind, das es richtig ist. Aber es gibt keine eine Wahrheit und das übersehen wir oft.
Ich will das für mich ändern und das geht nur, indem ich konsequent versuche mein inneres Weltbild zum wackeln zu bringen. Denn ich möchte nicht nur mein Ego im Blick haben, bei dem was ich tue, ich möchte auf einer Ebene mit unseren Mitlebewesen stehen..
Euch liebe Grüße von der Jo vom Tierhof Amoa
Hier meine Abschiedsworte in einem Forum das ich verlassen habe:
"Hallo
ich habe etwas zu sagen, bevor ich die Gruppe (wie viele andere Gruppen zu diesem Thema) verlasse.
Als ich Vegan wurde, tat ich es nicht um mich Besser zu fühlen, ich tat es, weil mir bewusst wurde, dass es das einzige ist, was unsere Mitlebewesen retten kann. Nur wenn jeder einzelne sich innerlich dazu bekennt, das er sich mit schuldig gemacht hat an den Tiermorden und Misshandlungen kann sich wirklich was an ihrem Leid verändern.
Nun musste ich im Laufe der letzten (fast) zwei Jahren feststellen, das es in Veganen Facebook Gruppen genauso zugeht wie in anderen Gruppen die ich bisher zu anderen Themen besucht habe. Es geht immer nur um das eigene EGO, darum das man sich (Veganer) besser fühlt als den Rest. Darum das man sich (Veganer) besser informiert, das man bessere Zutaten benutzt, das man auf die und die Dinge verzichtet und das man andere belehren will und angreift, wenn sie nicht so reagieren wie man es erwartet oder möchte.
Es geht immer nur um Zank und Aggression und auch wenn die Administratoren versuchen durch Zensur und Einschreiten etwas zu verändern, brodelt es doch im Untergrund weiter, sei es jetzt über PN oder auf der eigenen Plattform, die oft dafür genutzt wird, über andere User herzuziehen oder sich mal ordendlich für sie auszulassen. Ich habe lange überlegt was da eigentlich passiert und woran es liegt, ich nehme mich da überhaupt nicht raus, es ist manchmal wie ein Strudel der mich mitzieht und ich merke dann wie Wut in mir hochkocht und das tut mir nicht gut. Nicht als Buddhistin und schon gar nicht als Tierrechtlerin, denn so empfinde ich mich. Ich versuche die Rechte der Tiere zu verändern und zu verbessern...
Gestern und auch heute Morgen bin ich an einem Punkt gekommen, an dem ich merke, es reicht mir. Ich musste innerlich versuchen herauszufinden, woran es liegt, das Menschen im Miteinander immer wieder in Konkurrenzsituationen kommen und ihr Ego behaupten müssen, bis hin zum Kampf.
Ich denke es liegt am menschlichen Miteinander. Rein Psychologisch kann ich es mir so erklären, dass wir innerlich noch Kinder sind die für das was sie tolles gemacht haben, belohnt werden wollen.
Ähnlich ist es hier auch, die meisten die hier, wie in anderen Gruppen mitschreiben, wollen Bestätigung und dabei spielt es wirklich keine Rolle, ob es um Vegane Themen geht. Das ist ein allgemeines Problem innerhalb der Kommunikation, die nur aufs Schreiben reduziert wird. Ich bin ja schon eine ganze Weile im Internet unterwegs und von Anfang an konnte ich beobachten, wie Menschen sich gegenseitig schriftlich fertig machten, wenn es darum ging Weltbilder zu verteidigen.
Das war in homosexuellen, politischen, tierrechts,- und kommunalen Foren das gleiche wie in Buddhistischen.
Es ist immer das gleiche Muster.
Nur gerade bei dem Thema Vegan wird es zum richtigen Problem, denn dadurch das wir uns an solchen Weltbildern festklammern, erreichen wir absolut nichts für die Tiere. Wir stellen das Thema Vegan wieder über viel wichtigere Themen, nämlich Tierrecht, Natur usw. Durch unser Verhalten erheben wir uns erneut über unsere Mitlebewesen, wir verketteln uns an Dingen deren Relevanz unwichtig ist. Es ist nicht wichtig, woraus unsere Vegane Ernährung besteht, wichtig ist nur das sie Vegan ist. - Natürlich werden jetzt wieder einige dagegen halten. Das ist mir schon bewusst. Ich will euch auch gar nicht meine Meinung aufdrücken, sondern nur bewusst machen wo ihr euch befindet, Ihr befindet euch in eurem menschlichen selbst und keinesfalls auf einer Stufe mit einem Tier.
Also ganz typisch Mensch, das erinnert mich ein klein wenig an den Turmbau zu Babel. Die Leute haben eigentlich alle ein Ziel aber dadurch das sie total egozentrisch und somit getrennt an das Ziel herangehen, erreichen sie das Zeil nicht.
Am Ende macht jeder sein Ding und für die Tiere läuft alles so weiter wie gehabt. Und das finde ich furchtbar und deshalb finde ich es so belastend das mitzuerleben und nichts dagegen tun zu können. Ich entferne mich immer mehr von Veganern, weil es nicht mehr darum geht, sein Ego aufzubauen, sondern wirklich mal darum inne zu halten und sich selbst mal zurück zu nehmen.
Ihr glaubt ihr könnt die Welt verändern, indem ihr auf Soja oder Alsan, auf Oreo Kekse usw. verzichtet und ich glaubt ihr könnt anderen eure Meinung auf die Stirn kleben, wie man ein Veganes Zeitalter Bild an die Wand kleben kann, oder ein Shirt anziehen, auf dem: "Ich bin Vegan" steht, aber so ist es nicht. Jeder muss für sich einen Weg in dieser Welt finden.
Es gibt keine Gutmenschen oder bessere Menschen, es gibt nur Menschen und solange ihr euer Ego im Vordergrund seht, wird sich gar nichts verändern.
Ich hoffe ihr könnt mal inne halten und euch selbst beobachten, wie ihr um eure Weltbilder kämpft, vielleicht kommt dann irgendwann der Moment an dem ihr merkt, das es nicht mehr um Kampf geht, es geht um ein Miteinander, denn nur so erreichen wir wirklich was und dabei spielt es keine Rolle mehr, ob der eine dieses Nahrungsmittel zu sich nimmt, oder ein anderes... Ich weiß, das diese Gruppe (es geht hier um Veganes Zeitalter) genau aus dieser Motivation entstanden ist. Aber solange Menschen sich nicht verändern, bleibt alles beim Alten und so leid es mir tut, das gilt auch für die Menschen hier in dieser Gruppe. Oberflächlich gesehen ist es harmonisch, bis wieder ein Thema á la Oreo oder B12 oder weiß der Geier hoch kommt und schon müsst ihr Administratoren wieder einschreiten. Ihr arbeitet euch die Finger wund, um hier eine Ordnung herzustellen. Aber mit Zensur erreicht man genauso wenig. Ihr könnt die Leute nicht eines besseren belehren. Das können sie nur selbst.
Ich wünsche euch alles liebe
viel Freude, Mut, Energie und Sonnenschein im Herzen.
Die Jo vom Tierhof Amoa"
Samstag, 5. Juli 2014
Tiere...
Guten Morgen,
das erste Posting das ich heute morgen sah, war eine Katze (etwa so alt wie TomTom und Toffie) die misshandelt in einer Mülltonne gefunden wurde.
Ihr Menschen da draußen, warum passiert so etwas? Was bewegt euch, anderen Lebewesen Schmerz zuzubereiten? Wo kommt eure Wut, euer Hass her?
Ich sehe solche Bilder Tagtäglich, jeden Tag begegnet mir eine Schreckensnachricht. Ich erlebe das Endergebnis Tagtäglich, jeden Morgen kommt Seppel auf mich zugehumpelt (er wurde von einem Mofa/Mopetfahrer mehrfach überfahren und hat nur noch 3 Beine und einen halben Schwanz). Agata schaut mich mit großen Augen an (sie hat panische Angst vor Menschen) und wenn ich Glück habe, darf ich sie kurz berühren. Izzi gibt mir kurz ihr Köpfchen bevor sie nach Draußen will (Izzi wurde in einem einem kleinen Loch im Boden gehalten), Und wenn ich in das Bad gehe begegnet mir kurz Less, der mich ansieht als wollte ich ihm etwas tun. Große Augen, bevor er an mir vorbei huscht (er kam als Welpe zu uns, mehr tod als lebendig).
Das Grauen ist noch in der Erinnerung unserer Katzen vorhanden, trotz dass sie es hier gut haben. Aber manche Leiden lassen sich nicht wegstreicheln.
Die Wut und der Hass der Menschen hält vor keinem Lebewesen an, vorletztes und letzes Jahr bekam ich jeden Tag hunderte von Nachrichten über das Hundemassaker in Rumänien, vor vier Jahren erhielt ich Nachrichten über die Irischen Pferde die ausgesetzt wurden und elendig verhungerten. Würde ich eine Mappe anlegen, hätte ich jetzt eine Garage voll mit Gräueltaten die Menschen begangen haben. Würde ich die Mappe erweitern über das Leid das Menschen Kindern angetan haben, bräuchte ich nur meine Fotos heraussuchen, Kinderfotos von mir, im Alter von 4 bis 16 Jahren. Das sind meine Erinnerungen die noch vorhanden sind.
Seit meiner Kindheit frage ich mich, was Menschen bewegt Grausam zu sein. Sich an dem Leid anderer zu ergötzen, Freude dabei zu empfinden und Partys zu feiern, während ein Tier oder Mensch langsam das Leben verliert. Was bewegt solche Menschen?
Ich habe für mich die Antwort erhalten, das sie Geistig krank sind, das ist wie ein kleiner Trost. Sie sind Krank, ihr Gehirn kann Gut von Böse nicht mehr unterscheiden. Dennoch oder gerade deswegen verstehe ich den Rest nicht der Gesund ist und nichts dagegen tut. Zu sieht, Weg sieht, Ignoriert.
Ihr denkt ich rede jetzt von jenen Jugendlichen die sich betrinken und mitfeiern und am nächsten Morgen mit einem Brummschädel und einem Gefühl von Übelkeit aufwachen, deren Erinnerungen langsam zurück kommen und die sich schämen für das was sie taten?
Nein ich rede von euch allen, jeden einzelnen. Die Beispiele oben sind die der Kuscheltiere, Katzen, Hunde, Pferde, Kaninchen usw. Diese Bilder erreichen uns und sie tun weh.
Aber die Bilder der Kühe, Schweine, Hühner und Kaninchen usw. diese Bilder blendet ihr aus. Ihr macht euch mit Schuldig an dem Sterben dieser Tiere, während ihr die anderen beschützt.
Aber Leid ist Leid, und Schmerz ist Schmerz. Der Tod ist der Tod.
Wir müssen langsam aufwachen und das Grauen beenden. Und das geht nur, wenn wir Menschen aufhören ein Tier zu schützen und es dann hinzunehmen, das ein anderes Tier gequält wird.
Ich lese jeden Tag Nachrichten vom Bauernverband, oder von Viehbauern die sich herausreden, indem sie sagen: "wir müssen unsere Ferkel schützen und deshalb stehen die Säue mindestens 21 Tage in den Gitterboxen".
Leute die vehement gegen Kinder angehen, die unsere Welt verändern wollen (Schüler für Tiere KÖLN), der Hass und die Wut richtet sich gegen die Lehrer die es zulassen, das die Kinder ein anderes Bild erleben, ein realistisches Bild. Diese Kinder gehen auf die Straßen und reden darüber, sie besuchen Bauernhöfe und Viehbetriebe und berichten darüber. Sie erleben die Welt mit klaren Augen.
Euer Konsumverhalten ist daran schuld, das Kinder diese Arbeit übernehmen müssen, die eigentlich Erwachsene tun sollten.
Ihr kauft weiterhin eure Freilandeier und euer Streak, Bratwurst, Schnitzel vom Schwein. Ihr nehmt es hin, das irgendwo diese Tiere sterben musste, damit ihr es Essen könnt.
Ihr nehmt es hin, das Hühner in engen Käfigen sitzen, ohne Federn und mit gekürzten Schnäbeln (ohne Betäubung gekürzt), damit ihr eure täglichen Eier auf dem Frühstückstisch habt. Ihr nehmt es hin, das Pferde ausgepeitscht werden, damit ihr Sonntags auf dem Pferderennplatz auf einen eurer Favoriten setzen könnt. Und ihr nehmt es hin, das Kälber von ihren Müttern entfernt werden und lauthals nach ihnen schreien. Damit ihr eure Milch trinken könnt.
Ihr nehmt es hin!
Und während ihr nun am Frühstückstisch sitzt, ackere ich mich hier durch die Seiten, schreibe diesen Text mit Tränen in den Augen und kämpfe gegen meine Wut an. Eine Wut die euch gilt.
Wahrscheinlich darf ich heute Abend wieder feststellen, das mich erneut Leute aus meiner Facebook Freundesliste gesperrt und blockiert haben, aber es ist mir Egal. Ich will nicht mehr dauernd erinnert werden, dass ich gegen Windmühlenflügel kämpfe. Ich will das sich etwas verändert an unserer Welt. Ich möchte das ihr darüber nachdenkt - dass ihr es zulasst! Das ihr endlich aufwacht aus eurem Schlaraffenland.
Ich möchte das sich etwas am Konsumverhalten ändert, ich möchte das ihr kritischer seid. Ich möchte..... so viel.
Und ich möchte es für die Tiere die täglich misshandelt und geschlachtet werden, für die kleine Katze heute morgen, die in einer Mülltonne lag.
Für jedes Tier...
Ihr Menschen da draußen, es betrifft jeden und alle.
Ihr habt es in der Hand, ihr könnt es verändern.
Nicht morgen, nicht in einem halben Jahr.
JETZT!
Tut es für euch und eure Seele und tut es für die Lebewesen, die Tagtäglich schmerzen erleiden, weil ihr es ignoriert.
Namasté ich kämpfe darum meine Wut zu verändern, in Kraft, in Energie...
Eure Jo vom Tierhof Amoa
Donnerstag, 3. Juli 2014
Tagebuch - Gedanken zum Tierrecht....
in Verbindung zum Buddhismus...
Heute hatte meine Frau Geburtstag also haben wir uns kurz entschlossen nach Frankfurt zu fahren, wir waren mit unserer Freundin Marie im EdelKiosk Frühstücken, Anna hat was super leckeres für uns gemacht, nämlich veganen Flammkuchen... echter Hammer, zum Nachtisch gab es einen Kirsch-Schoko Muffin. Danach wollten wir eigentlich nach Hause fahren und arbeiten. Aber da dachten wir uns, wenn wir schon mal in Frankfurt sind können wir auch mal kurz nach Bornheim, ins Veganz fahren. Dort haben wir dann die Nahrungsmittel eingekauft, die wir sonst nirgends bekommen (und bestellen müssten) und jeder hat ein veganes Eis gegessen. Natürlich selbstgemacht. Ich hatte ein Gurken-Ingwer-Minz Eis, nachdem ich meine Frau probieren ließ, hat sie das gleiche Eis mit Chiasamen genommen... SUPER LECKER - ich weiß es liest sich eigenartig, aber ich habe wirklich noch nie so ein gutes Eis gegessen, ich war hin und weg. Shaya hatte ein Beereneis mit Kokos und Schokosauce, was sie ebenfalls super lecker fand ("viel besser als ein Eis mit Milch"!!!) Danach sind wir noch mal kurz beim Biospahn-Vegan vorbei - es war uns alles zu "Vleischig" trotz Vegan. Aber es war interessant zu sehen, was man für vegane Alternativen herstellen kann und das es letztendlich nicht vom Fleisch zu unterscheiden ist. Und dann waren wir noch kurz in einem Kleinen Veganen Kaffee (ich habe den Namen leider vergessen) super süss eingerichtet, ganz in Weiß und sehr fein... ich habe dort nur einen Latte to Go mit Haselnussmilch mitgenommen. Wir waren einfach vom Edelkiosk und vom Eis so satt. Unsere Tochter ist dann im Auto eingeschlafen und ich war kurz davor.
Solltet ihr aus der Nähe von Frankfurt sein, es lohnt sich wirklich einen Auflug zu machen, alleine das Edelkios (das erste vegane Kaffee in Frankfurt) ist schon ein kleiner Ausflug wert. Ich war bisher (glaub ich) drei mal dort und jedesmal hatte ich das Gefühl, ich sitze in einem Wohnzimmer und lasse den Tag verstreichen, mal unterhält man sich mit anderen Veganern, mal liest man eine politische Zeitung oder stöbert in den vielen Büchern. Nach dem Frühstück fühle ich mich gestärkt und irgendwie voller Energie. Ich liebe es!!!
Ein toller Geburtstag geht nun zu Ende... Frankfurt ist für uns wie eine andere Welt. Ich tauche ein und komme wieder hervor, teils Müde aber voller Eindrücke. So haben wir gemerkt, das sich wieder alles mögliche Verändert hat. Die Stadt wächst täglich und es gibt mittlerweile so viele Vegane Restaurants (in denen wir nicht waren), Ein kleines Schlaraffenland für sich. Ich habe vor vielen Jahren in Frankfurt gewohnt, ich kann mir das nicht mehr vorstellen in Frankfurt zu leben. Die Wolkenkratzer erscheinen mir immer großer und voluminöser und ein ausgefallener Glasbau steht neben dem nächsten. Die Straßen sind voller Menschen und Autos und es riecht in jeder Ecke anders. Wenn ich in Bornheim auf der Bergerstraße laufe komme ich mir vor wie in Palma oder einer anderen südländischen Stadt. Überall sitzen Leute an kleinen Tischen. Eine Frau saß mit einer Föhnhaube auf einer Bank und telefonierte, während hinter ihr der ganz normale Friseuralltag weiter ging. Für mich Landei ist es, als würde ich in eine andere Welt eintauchen, eine geschäftige stressige Welt voller Menschen und Essen und voller Geld das über die Ladenkassen fließt.
Im Edelkiosk unterhielt ich mich mit einer Frau die in einer WG wohnt und dort für ein 20qm großes Zimmer über 300,- Euro zahlt. Ich zog geschockt die Luft ein, für so viel Geld bekommt man bei uns eine komplette 2 Zimmer Wohnung von 60qm. Sie sagte, das es billig sei, ich fühlte mich wie ein Alien aus einer anderen Galaxie. Auch erfuhr ich zu meinem Entsetzen, das Taubenzüchter ihre Tauben hunderte Kilometer entfernt von ihrem Zuhause aussetzen, damit sie einen Wettkampf gewinnen können, wenn die Stärkste wieder den Weg in ihren Bau findet. Viele dieser Tiere schaffen den Flug nicht und sterben qualvoll. Ich musste mehrfach schlucken, ich hatte Tränen in den Augen, ich schluckte sie runter. Meine Frau fragte dann später: "Was hast du denn gedacht, warum Tauben gezüchtet werden?" und ich sagte leise... "Weil man die Tauben mag, weil man es liebt, dass sie in Formation über das eigene Dach fliegen...". Meine Frau sah mich lächelnd an, wie man ein Kind tröstend anlächelt, dann strich sie mir über den Arm. Ich kenne das von unseren Tauben hier im Ort, sie fliegen täglich über die Dächer, umkreisen unseren Ort und fliegen dann wieder nachhause. Ich fühlte mich so dermaßen Naiv und wieder tut sich ein Abgrund auf und wieder fühle ich diese Trauer in mir, die mich immer mehr von Menschen entfernt.
Als wir hier wieder ankamen, verstand ich noch mal um so mehr, den Ausdruck meiner Frankfurter Freundin die immer mal wieder sagt: "Ihr seid meine Insel" Ich kam hier an und eine Ruhe empfing mich. Der Odenwald lullte mich mit seiner Schönheit ein und ich hatte das Gefühl wieder da zu sein, in meinem Zuhause, in meiner Ruhe und meiner Gelassenheit. Ich habe, kaum das ich hier war, meine Klamotten gewechselt, die Frankfurter Schnelligkeit und Lautstärke, gegen die Ruhe hier...
Ich bin Daheim!
Solltet ihr aus der Nähe von Frankfurt sein, es lohnt sich wirklich einen Auflug zu machen, alleine das Edelkios (das erste vegane Kaffee in Frankfurt) ist schon ein kleiner Ausflug wert. Ich war bisher (glaub ich) drei mal dort und jedesmal hatte ich das Gefühl, ich sitze in einem Wohnzimmer und lasse den Tag verstreichen, mal unterhält man sich mit anderen Veganern, mal liest man eine politische Zeitung oder stöbert in den vielen Büchern. Nach dem Frühstück fühle ich mich gestärkt und irgendwie voller Energie. Ich liebe es!!!
Ein toller Geburtstag geht nun zu Ende... Frankfurt ist für uns wie eine andere Welt. Ich tauche ein und komme wieder hervor, teils Müde aber voller Eindrücke. So haben wir gemerkt, das sich wieder alles mögliche Verändert hat. Die Stadt wächst täglich und es gibt mittlerweile so viele Vegane Restaurants (in denen wir nicht waren), Ein kleines Schlaraffenland für sich. Ich habe vor vielen Jahren in Frankfurt gewohnt, ich kann mir das nicht mehr vorstellen in Frankfurt zu leben. Die Wolkenkratzer erscheinen mir immer großer und voluminöser und ein ausgefallener Glasbau steht neben dem nächsten. Die Straßen sind voller Menschen und Autos und es riecht in jeder Ecke anders. Wenn ich in Bornheim auf der Bergerstraße laufe komme ich mir vor wie in Palma oder einer anderen südländischen Stadt. Überall sitzen Leute an kleinen Tischen. Eine Frau saß mit einer Föhnhaube auf einer Bank und telefonierte, während hinter ihr der ganz normale Friseuralltag weiter ging. Für mich Landei ist es, als würde ich in eine andere Welt eintauchen, eine geschäftige stressige Welt voller Menschen und Essen und voller Geld das über die Ladenkassen fließt.
Im Edelkiosk unterhielt ich mich mit einer Frau die in einer WG wohnt und dort für ein 20qm großes Zimmer über 300,- Euro zahlt. Ich zog geschockt die Luft ein, für so viel Geld bekommt man bei uns eine komplette 2 Zimmer Wohnung von 60qm. Sie sagte, das es billig sei, ich fühlte mich wie ein Alien aus einer anderen Galaxie. Auch erfuhr ich zu meinem Entsetzen, das Taubenzüchter ihre Tauben hunderte Kilometer entfernt von ihrem Zuhause aussetzen, damit sie einen Wettkampf gewinnen können, wenn die Stärkste wieder den Weg in ihren Bau findet. Viele dieser Tiere schaffen den Flug nicht und sterben qualvoll. Ich musste mehrfach schlucken, ich hatte Tränen in den Augen, ich schluckte sie runter. Meine Frau fragte dann später: "Was hast du denn gedacht, warum Tauben gezüchtet werden?" und ich sagte leise... "Weil man die Tauben mag, weil man es liebt, dass sie in Formation über das eigene Dach fliegen...". Meine Frau sah mich lächelnd an, wie man ein Kind tröstend anlächelt, dann strich sie mir über den Arm. Ich kenne das von unseren Tauben hier im Ort, sie fliegen täglich über die Dächer, umkreisen unseren Ort und fliegen dann wieder nachhause. Ich fühlte mich so dermaßen Naiv und wieder tut sich ein Abgrund auf und wieder fühle ich diese Trauer in mir, die mich immer mehr von Menschen entfernt.
Als wir hier wieder ankamen, verstand ich noch mal um so mehr, den Ausdruck meiner Frankfurter Freundin die immer mal wieder sagt: "Ihr seid meine Insel" Ich kam hier an und eine Ruhe empfing mich. Der Odenwald lullte mich mit seiner Schönheit ein und ich hatte das Gefühl wieder da zu sein, in meinem Zuhause, in meiner Ruhe und meiner Gelassenheit. Ich habe, kaum das ich hier war, meine Klamotten gewechselt, die Frankfurter Schnelligkeit und Lautstärke, gegen die Ruhe hier...
Ich bin Daheim!
Dennoch fühle ich in mir den Zwiespalt der immer größer wird, das eine ist meine Religion, der Buddhismus, das andere der Kampf um die Rechte der Tiere. Der Spalt der sich auftut, hinterlässt in mir ein Gefühl von Einsamkeit. Ich bin wütend und traurig und ich weiß nicht wohin mit diesen Gefühlen.
Ich merke immer mehr, das ich ein Mensch wie jeder andere Mensch bin. Auch in mir schlummert die Gleichgültigkeit gegenüber unseren Mitlebewesen, in dem Fall den Menschen.
Je mehr ich über den Missbrauch unserer Mitlebewesen der Tiere weiß, desto mehr fühle ich Wut in mir, ich fühle mich in die Pflicht genommen, etwas dagegen zu ändern. Die gleiche Frau die in der WG lebt, lehnt Vegane Ernährung ab. Ich habe sie gefragt, ob es daran, liegt, dass sie zu wenig Empathie den Tieren gegenüber nicht empfindet und sie sagte, das kann schon sein.
Es war ein gutes - nicht abwertendes Gespräch.
Aber ich fühlte Unverständnis. Je mehr ich mich mit meiner veganen Ernährung auseinander setze, desto mehr fühle ich Unverständnis Menschen gegenüber.
Ich schließe mich da noch nicht mal aus, denn auch ich bin ein Mensch.
Auch wird mir bewusst, das ich nicht mehr für Menschen kämpfen kann, ich kann mich nicht mehr schützend vor sie stellen, weil mir einfach die Energie fehlt, die ganz klar in eine andere Richtung fließt, nämlich hin zu anderen Geschöpfen, den Tieren.
Ich merke ich mache einen Unterschied, den ich vor kurzen noch nicht gemacht habe.
Und das bringt mich dazu meinen Glauben zu überdenken. Mich noch einmal intensiv damit auseinander zu setzten.
Je mehr ich über den Missbrauch unserer Mitlebewesen der Tiere weiß, desto mehr fühle ich Wut in mir, ich fühle mich in die Pflicht genommen, etwas dagegen zu ändern. Die gleiche Frau die in der WG lebt, lehnt Vegane Ernährung ab. Ich habe sie gefragt, ob es daran, liegt, dass sie zu wenig Empathie den Tieren gegenüber nicht empfindet und sie sagte, das kann schon sein.
Es war ein gutes - nicht abwertendes Gespräch.
Aber ich fühlte Unverständnis. Je mehr ich mich mit meiner veganen Ernährung auseinander setze, desto mehr fühle ich Unverständnis Menschen gegenüber.
Ich schließe mich da noch nicht mal aus, denn auch ich bin ein Mensch.
Auch wird mir bewusst, das ich nicht mehr für Menschen kämpfen kann, ich kann mich nicht mehr schützend vor sie stellen, weil mir einfach die Energie fehlt, die ganz klar in eine andere Richtung fließt, nämlich hin zu anderen Geschöpfen, den Tieren.
Ich merke ich mache einen Unterschied, den ich vor kurzen noch nicht gemacht habe.
Und das bringt mich dazu meinen Glauben zu überdenken. Mich noch einmal intensiv damit auseinander zu setzten.
Auf der Fahrt nachhause habe ich mich selbst überprüft, ich dachte darüber nach, ob ich mich überhaupt noch Buddhistin nennen darf. Weil ich Wut empfinde und Trauer und sich all das gegen die Fleischessenden und Leid ignorierenden Menschen richtet. Ich dachte darüber nach ob sich all diese Gefühle mit dem Buddhismus vereinen lassen, oder ob es mich letztendlich trennt und ich die Konsequenzen ziehen muss.
Ich kam zu einem interessanten Ergebnis.
Ich glaube es ist wichtig, all das was ich empfinde und wahrnehme, dass ich die Wahrheit hinter dem Spiegel der Oberflächlichkeit erkenne - wichtig für meine spirituelle Entwicklung ist.
Auf den einen Blick trennt es mich - doch dann macht es bewusst, das Buddha ähnliches erfahren hat. Er hat das Leid mit eigenen Augen gesehen, er hat mitgelitten als ihm bewusst wurde, das es auch dann geschieht, wenn er versuchte es aufzuhalten.
Und doch ging er weiter, suchte nach Möglichkeiten.
So hat sich die Lehre des Buddhismus entwickelt. Um etwas zu verstehen, muss man es erfahren, man muss hinein und hindurch gehen um die Wahrheit zu erkennen. Vielleicht ist Buddha anders damit umgegangen als ich, die ich laut brülle und meinen Rotz und meine Tränen in Texte einbinde und so versuche etwas im kleinen zu verändern.
Ich erlebe eine Trennung in meinem Bekannten und Freundeskreis. Einige Leute haben sich verabschiedet, mir wurde Fanatismus vorgeworfen, oder Diskriminierung, Dogmatismus, Kompromisslosigkeit, Gutmenschentum usw.
Bei all dem merke ich, es stimmt in gewisser Hinsicht. Mein Dogmatismus ist die Wahrheit zu erkennen und gegen Windmühlenflügel zu kämpfen. Meine Frau sagte auf der Fahrt: "Du wirst nicht viel ändern können!" Und ich sagte: "dann ackere ich solange bis ich etwas verändert habe!"
So hat sich die Lehre des Buddhismus entwickelt. Um etwas zu verstehen, muss man es erfahren, man muss hinein und hindurch gehen um die Wahrheit zu erkennen. Vielleicht ist Buddha anders damit umgegangen als ich, die ich laut brülle und meinen Rotz und meine Tränen in Texte einbinde und so versuche etwas im kleinen zu verändern.
Ich erlebe eine Trennung in meinem Bekannten und Freundeskreis. Einige Leute haben sich verabschiedet, mir wurde Fanatismus vorgeworfen, oder Diskriminierung, Dogmatismus, Kompromisslosigkeit, Gutmenschentum usw.
Bei all dem merke ich, es stimmt in gewisser Hinsicht. Mein Dogmatismus ist die Wahrheit zu erkennen und gegen Windmühlenflügel zu kämpfen. Meine Frau sagte auf der Fahrt: "Du wirst nicht viel ändern können!" Und ich sagte: "dann ackere ich solange bis ich etwas verändert habe!"
Letztens schrieb mir eine Frau, ich sei ihr Vorbild, weil ich meine Schwächen zugebe. Ich musste erst Lachen, weil ich dachte: "Ach je du kennst mich nicht!"
Auf der Fahrt nachhause dachte ich... eigentlich ist es schön ein klein wenig Vorbild zu sein. Wenn das mein Weg ist im Buddhismus, im Tierschutz und um für ein anderes besseres Tierrecht zu kämpfen, dann habe ich doch schon einiges erreicht. Die Tränen waren nicht umsonst.
Auf der Fahrt nachhause dachte ich... eigentlich ist es schön ein klein wenig Vorbild zu sein. Wenn das mein Weg ist im Buddhismus, im Tierschutz und um für ein anderes besseres Tierrecht zu kämpfen, dann habe ich doch schon einiges erreicht. Die Tränen waren nicht umsonst.
Der Schmerz das Leid dieser schutzlosen Lebewesen zu erkennen und darüber zu berichten.. all das ist nicht umsonst, wenn irgendwo auf dieser Welt ein Mensch sitzt der dahinter mich sieht, auch ein Mensch mit Schwächen und trotzdem sagt: "Du bist mein Vorbild".Vielleicht hat sie mich ja doch gesehen.
Dann kann das was ich tue, nicht ganz so verkehrt sein...
Ich lächel dem Buddha zu und denke innerlich... vielleicht ist das mein ganz persönlicher Weg zur Versöhnung mit den Menschen und zum Mitgefühl für all jene die noch weit davon entfernt sind Tiere als Gleichwertig anzuerkennen.
Vielleicht ist mein Weg ein einsamer Weg weil ich Wütend bin und Traurig und erkennen muss, jeden Tag aufs neue, das meine Wut berechtigt ist.
Vielleicht ist mein Weg ein einsamer Weg weil ich Wütend bin und Traurig und erkennen muss, jeden Tag aufs neue, das meine Wut berechtigt ist.
Es gibt Tage da fühle ich mich schwach und hilflos, dann möchte ich nichts mehr hören und sehen. Blind und Taub auf einer Wolke sitzen fern von anderen Menschen. Ich fühle in mir ein Gefühl von Hass und könnte dagegen Schreien. Weil wieder ein Tier misshandelt wurde, weil wieder ein Tier ausgesetzt wurde. Wieder wurden zig Tausend Schweine in kleinen Metallkästen gehalten und da gibt es Menschen die das gutheißen, die mir erzählen, das es richtig ist, diese Schweine so zu halten.
Wieder wurde eine Taube gefunden, ausgedurstet und ausgehungert und nur der Gang zum Tierarzt kann ihre Qual beenden. Wieder wurde eine Katze geschlagen und getreten. Wieder wurde ein Pferd augepeitscht weil es nicht schnell genug lief. Wieder wurde einer Kuh das Kälbchen weggenommen und man hört ihr Schreien noch kilometerweit. WIEDER und WIEDER...
Ich sehe all das und ich frage mich seit geraumer Zeit, warum ich überhaupt noch laufe, warum ich noch atme, warum ich überhaupt noch Lebe.
Eigentlich müsste ich bei all dem was ich in meinem Leben erlebt habe und all das was ich weiß...eigentlich müsste ich schon längst ein Fall für die Klapse sein.
Ich frage mich, warum ich das Leid überhaupt ertrage, ich bin feinfühlig und hochsensibel, ich rieche Dinge die andere erst riechen wenn sie mit der Nase darauf gestoßen werden. Ich fühle den Schmerz anderer Lebewesen als wäre es mein Eigener.
Gestern hat Bommel ihre Welpen bekommen, ich war bei der Geburt dabei, ich habe zwei Stunden auf dem Boden gesessen und auf sie gestarrt, ich habe jede ihrer Wehen miterlebt. Als alle 6 Kätzchen auf der Welt waren bin ich wie erwacht aus meiner Konzentration. Einem musste ich das Gesicht abwischen, weil Bommel so erschöpft war, das sie es erst mal liegen ließ. Es atmete danach und dann konnte sie sich auch darum kümmern. Es war eine gute Geburt.
Doch danach sah ich die kleinen Würmchen an und dachte: Scheiße und das alles nur, weil dich Leute ausgesetzt haben, weil sie dich nicht kastrieren ließen.... Da war die Sorge um meine kleine Bommel, deren ältere Welpen gerade einmal wenige Wochen alt sind. Und gleichzeitig sah ich das neue Leben, das sich zaghaft bewegte, ich sah wie in den kleinen Körpern die Herzen schlugen. Ich fühlte mich so unglaublich voll von all dem. Die Trauer, das Glück, die Sorge, die Wut... all das stürmte auf mich ein, ich wusste nicht wohin mit mir. Jedes Geräusch war zu viel und doch sehnte ich mich nach dem Leben da draußen. Ich hatte eine üble Laune.
Da wurde mir auf einmal bewusst warum ich Leid ertragen kann, weil es immer zwei Seiten gibt.
Die eine Seite ist durch meine Ernährung kein Konsument mehr für die Fleisch und Milchindustrie zu sein. Ich merke ja an den Kommentaren und Artikeln wie sehr gegen die vegane Ernährung vorgegangen wird und gleichzeitig sehe ich wie immer mehr vegane Restaurants und Kaffees in Frankfurt auftauchen. Es ist eine Gegenbewegung die nicht mehr aufhaltbar ist. Die Welt verändert sich.
Doch danach sah ich die kleinen Würmchen an und dachte: Scheiße und das alles nur, weil dich Leute ausgesetzt haben, weil sie dich nicht kastrieren ließen.... Da war die Sorge um meine kleine Bommel, deren ältere Welpen gerade einmal wenige Wochen alt sind. Und gleichzeitig sah ich das neue Leben, das sich zaghaft bewegte, ich sah wie in den kleinen Körpern die Herzen schlugen. Ich fühlte mich so unglaublich voll von all dem. Die Trauer, das Glück, die Sorge, die Wut... all das stürmte auf mich ein, ich wusste nicht wohin mit mir. Jedes Geräusch war zu viel und doch sehnte ich mich nach dem Leben da draußen. Ich hatte eine üble Laune.
Da wurde mir auf einmal bewusst warum ich Leid ertragen kann, weil es immer zwei Seiten gibt.
Die eine Seite ist durch meine Ernährung kein Konsument mehr für die Fleisch und Milchindustrie zu sein. Ich merke ja an den Kommentaren und Artikeln wie sehr gegen die vegane Ernährung vorgegangen wird und gleichzeitig sehe ich wie immer mehr vegane Restaurants und Kaffees in Frankfurt auftauchen. Es ist eine Gegenbewegung die nicht mehr aufhaltbar ist. Die Welt verändert sich.
Und genau durch diese Veränderung wird das Leid noch sichtbarer.
Diese beiden Seiten gehören zu einer Medaille.
Ich glaube fest daran, das ich irgendwas tun kann um Leid aufzuhalten. Ja ich bin Naiv, aber ich erfahre tag täglich mehr und mehr Realität.
Und ich begreife das nur ein Ort wie dieser hier im Odenwald. Dieses DAHEIMSEIN und Ankommen mich schützt vor dieser Realität. Ein winzig kleiner Ort an dem ich Mensch mit Tier sein kann.
An dem ich sehe das es geht, das Tiere mit Menschen zusammen leben können und alt werden können.
An dem ich sehe das es geht, das Tiere mit Menschen zusammen leben können und alt werden können.
Gäbe es unseren Tierhof nicht, wäre ich vielleicht immer noch Vegetarierin.
Wer weiß schon was wäre wenn ...
Aber ich weiß, was ist weil...
Und genau deshalb hat diese Wut, die eigentlich konträr zu meiner Religion steht einen Sinn, sie lässt mich weiter Erfahrungen sammeln, sie lässt mich Wahrheit erkennen und mich Schmerz ertragen und sie lässt mich hinsehen...
Ich brauche die Wut um nicht zusammen zu brechen.
Das ist mir jetzt bewusst.
In dem Sinne
Wut ist nur dann produktiv, wenn man sie gewaltfrei für Wesen einsetzt, die den Frieden dringend nötig haben.
Namasté eure Jo
PS: eben habe ich noch erfahren, das ein Kater gefunden wurde, dessen Kiefer gebrochen war, dessen Zunge entfernt wurde. Ich könnte Kotzen, weil ich keinen Platz mehr für noch eine Katze habe... und ich wünschte es wäre anders...
Donnerstag, 5. Juni 2014
Wie und wann wird man Veganer?
Angeregt durch eine Diskussion in der Facebook Gruppe: Tofu Nutte, in der ich seit kurzem Mitglied bin.
Habe ich auf folgenden Beitrag geantwortet.
Armin Rohm (mit Erlaubnis des Verfassers darf ich seinen Namen nennen) Tofu-Nutte·
Ein omnivorer Tierfreund ist ein vergleichbares Phänomen wie der sympathische Choleriker, der „normalerweise ganz anders“ und „in Wirklichkeit voll nett“ ist. Nur manchmal eben überhaupt nicht. Da tickt er komplett aus und behandelt seine Mitmenschen wie ein Stück Scheiße.
Sehr ähnlich der tierliebe Fleischesser: Erst liebkost er seinen Hund („Mein bester Freund und Kamerad.“), dann unterschreibt er eine Petition gegen das Abschlachten der Delfine in Taiji („Diese Japaner, das sind doch gefühllose Unmenschen! Da kann ich doch nicht tatenlos zusehen.“), spendet 50 € an den örtlichen Tierschutzverein („Für das Wohl der Tiere würde ich jederzeit ohne zu zögern mein letztes Hemd geben.“), und dann ….. isst er ganz genüsslich ein Steak – die fleischgewordene Todesangst eines feige hingerichteten, unschuldigen Tierkindes. Moralische Schizophrenie in der Praxis.
Da dies eine rein vegane Gruppe ist, gab es bisher auch nur eine Kritik. Die mich jedoch sehr angesprochen hat (genau wie der Artikel von Armin, mich sehr ansprach).
Die Kritik wurde von einem Mann vorgetragen, der schrieb: "....Wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein".
Wie recht er hat.
Ich schrieb daraufhin.
Ich denke das wir alle so angefangen haben. Das hat nichts mit Steine werfen zu tun, sondern es beherbergt einen Wiederspruch der in vielen Dingen die wir Menschen tun, sichtbar ist (wenn man sich traut hinzusehen). Und ja es ist in gewisser Hinsicht Schizophren. Wir wachsen auf mit der Teilung in Haustiere und Essen. Das Haustier behandeln wir wie unseren besten Freund (manchmal noch schlimmer) und über das Essen machen wir uns nur so viel Gedanken, das wir hoffen wir bekommen keine Schweine, oder Hühnerpest oder Rinderwahn. Irgendwann bekommen wir vielleicht einen Bericht mit, über die Küken die geschreddert werden und regen uns über die Eier auf. Manche von uns kaufen ab da nur noch Bioeier. Dann geht es weiter, vielleicht ist der nächste Bericht ein Artikel über Massentierhaltung...
Meine Erfahrung, das Aufwachen fängt ganz langsam an, wenn man in dieser Tretmühle drin ist, dann ist es das natürlichste der Welt Fleisch, Fisch, Eier und Michprodukte zu sich zu nehmen.So wachsen wir normalerweise auf. Wir werden zum Nichtdenken und Fühlen herangezüchtet. Erst wenn unser Mitgefühl angekickt wird, verändern wir uns.Außer wir werden schon als Kind angekickt, sei es durch die Eltern oder durch Aufklärungskampagnen.
Meine Tochter ist z.B. Vegetarisch aufgewachsen. Fleisch, Fisch und sogar Eier lehnt sie ab. Aber sie liebt Milchschokolade, da fällt es ihr schwer zu verzichten. Sie weiß über Massentierhaltung in der Milchindustrie bescheid, aber sie hat noch keine Erfahrung zu dem Begriff gemacht. Demzufolge ist es eben nur ein Wort, aber kein Gefühl.
Wir lernen nur durch Gefühle, durch Mitfühlen. Erst dann verändert sich unser Blickwinkel.
Und angeregt durch diese Diskussion ein paar Fragen die ich mir selbst beantwortet habe:
Wie wird man Veganer?
Ich denke es hat viel mit der eigenen Entwicklung zu tun, gleich einer inneren Betrachtung seines Selbst.
Veganer wird man nicht, weil irgendwer sagt: "Fleischessen ist schlecht!"
Es bedarf weit aus mehr.
Einige Menschen lehnen tierische Nahrung aus Gesundheitlichen Gründen ab, es geht ihnen körperlich sehr schlecht, so dass eine Ernährungsumstellung die einzige Lösung ist..
Andere wiederum engagierten sich im globalen Tierschutz und erleben das Leid der Tiere (Nutz, wie Haustiere, eben aller Tiere) intensiv und real.
Dann gibt es noch die Jenigen die mit Tierschutz nichts am Hut haben, aber sich jeglichen Hitverdächtigen Gesellschaftlichen Veränderungen anschließen, denn Vegan ist momentan in.
Die ersten bleiben vielleicht nur solange der veganen Ernährung treu, bis sich ihr gesundheitlicher Zustand verbessert.
Die letzten nur solange es eben weiterhin In ist, denn sie möchten ja dazu gehören zu einer In-Gesellschaftsschicht, mitreden und auffallen, spielt hier eine große Rolle.
Die mittlerer Gruppe erlangt ihre Ernährungsumstellung aus Mitgefühl.
Hier spielt das Erkennen und Wahrnehmen eine große Rolle. Zu begreifen, das ein Tier leidet, ganz egal ob es nun in einem Bio zertifizierten Betrieb lebt, oder eben in einer Massenhaltung auf engstem Raum. Der Unterschied ist vielleicht für uns Menschen relevant, aber nicht für das Tier, das unter den Bedingungen leidet.
Der Blick der sich verändert, geht vom eigentlichen menschlichen weg, hin zum Tier selbst. Die Veränderung findet dahingehend statt, das wir uns mit dem Tier identifizieren, wir machen vergleiche - wie würden wir uns in einer solchen Situation fühlen?
Wie geht es uns, wenn wir eingesperrt sind, wenn wir misshandelt werden, wenn wir vergewaltigt (eine Befruchtung mit der menschlichen Hand, ist nichts anderes. Das Tier selbst hat keine Chance sich dagegen zur Wehr zu setzten. Es muss diese Prozedur über sich ergehen lassen) und dann letztendlich getötet werden.
Dieser Blick hat viel mit Erniedrigung zu tun. Wären wir in einer solchen Situation, würden wir Scham, Angst, Wut, und letztendlich ein Aufgeben empfinden. Erniedrigung dem eigenen Leben gegenüber. Wären wir in einer solchen Situation würden wir Hass empfinden, dem Peiniger gegenüber.
Wenn der Mensch anfängt sich mit dem Leid des Tieres zu identifizieren gibt es keinen Schritt mehr zurück. In diesem Moment passiert das was ich persönlich Verschmelzung nenne.
Mensch und Tier werden eins.
Und dieser Moment ist auch entscheidend, für eine kompromisslose Einstellung zum Veganismus.
Es fängt vielleicht damit an, das man Fleisch, Fisch und Eier weglässt. Doch je intensiver man sich mit dem Leid der Tierwelt auseinander setzt, desot klarer wird auch der Weg Milchprodukte wegzulassen.
Und nun kommt der ABER Punkt.
Warum gibt es so wenig Veganer?
Die Antwort ist einfach, wir wollen kein Leid!
Wir wollen uns nicht mit dem Leid anderer Wesen identifizieren, wir wollen nicht mitfühlen.
Leid bedeutet immer Glücklosigkeit. Im Leid ist man unglücklich, traurig, frustriert, depressiv.
Logische Folge daraus, wir umgehen das Leid, indem wir es ignorieren.
Das ist etwa vergleichbar mit der Zigarettenpakumg auf der steht, das man Kebs bekommen kann.
Wir lesen es, aber wir ignorieren es. Weil die Lust (Sucht) eben stärker ist.
Würden wir uns damit identifizieren, würden wir das Rauch aufgeben, eben aus Angst vor Krebs.
Der Verzehr von Fleisch ist also nichts anderes als der Rauch einer Zigarette, oder der übermässige Konsum von Bier, Wein usw.
Auch hier lässt sich niemand eines Besseren belehren, obwohl es mittlerweile 1,3 Millionen Alkoholkranke in Deutschland gibt.
Menschen wollen nicht mit unangenehmen Dingen konfrontiert werden, unangenehm ist die Vorstellung die Leber wird vom Alkohol zerfressen, unangenehm ist die Vorstellung die Lunge zersetzt sich selbst, durch das Jahrelange Rauchen von Zigaretten.
Und unangenehm ist auch zu sehen, wenn ein Tier leidet.
Aus dem Grund schauen Menschen weg, drehen sich um.
Hören weg, legen Zeitungen mit Informationsmaterial beiseite. Sagen offen: Das interessiert mich nicht.
Und wenn sie konfrontiert werden mit Menschen die bereits "infiziert" sind, durch das globale Mitgefühl eines Tieres und ihr Mitgefühl offen vor sich tragen, in Form ihrer Ernährung oder politischen Einstellung, werden diese Ausgegrenzt oder gar angefeindet.
Denn ein Fleischessender, Zigarette Rauchender, Alkoholtrinkender Mensch usw. fühlt sich dadurch bloßgelegt, schuldig, minderwertig, gestört und letztendlich konfrontiert mit etwas das er mit aller Macht von sich weghalten will.
Vielleicht empfinden sie für einen kurzen Moment ein Gefühl des Unbehagens, wenn sie in ihre Bockwurst beißen. Aber das gibt sich wieder, wenn sie in Gesellschaft von anderen Fleischessern sind. Das ist die Normalität und aus dem Grund gibt es noch so wenig Veganer.
Der Mensch verändert sich ganz langsam, einer Evolutionsstufe gleich. Unsere Gesellschaft verändert sich dadurch langsam. Mitgefühl ist etwas sehr heikles, die Erwartungshaltung nach diesem Gefühl ist immer noch sehr groß.
So erwarten Menschen etwas zu bekommen, wenn sie etwas geben, sei es materieller Natur oder eben Gefühlsmässiger.
Ein Tier kann jedoch nicht die gleichen Ansprüche erfüllen wie ein Mensch.
Die meisten Menschen leben ihr Mitgefühl in Gesellschaft von Menschen aus.
Gerade auf Facebook erlebt man oft ein Hochjubeln und Hochloben, wenn Mensch etwas tolles vollbracht hat. Das tut gut, das Mitgefühl wird dann zu einem Handel: Ich tue etwas und ich bekomme etwas zurück
Im Tierschutz verhält es sich anders. Ich tue etwas und wenn ich Glück habe, überlebt das Tier, aber oft genug stirbt es auch früher oder später.
Das Zurückgeben von Gefühlen, einem Danken, ist nicht Sinn und Zweck unseres Handelns.
Als Tierschützer wissen wir nie wieweit wir Erfolge im Sinne von: "Überleben des Tieres" sichern können.
Es bleibt beim Geben und hinterlässt ein Gefühl von Trauer, wenn das Tier stirbt.
Wir lernen dadurch etwas ganz besonderes, der Handel von Geben und nehmen findet in uns selbst statt und ist nicht mehr abhängig von anderen.
Wenn wir erleben, das ein Tier überlebt, oder das es einem Tier gut geht, schüttet das Glückshormone aus.
Die gleichen Glückshormone die auch durch andere Menschen ausgeschüttet werden, die uns loben.
Wir lernen auch, das ein DANKE von anderen nicht wichtig ist. Weil wir das was wir tun, für jemand tun, der nicht unsere menschliche Sprache spricht. Sein Danke ist für uns oft nicht sichtbar und doch ist es da, wenn es dem Tier das wir betreuen gut geht, wenn es überlebt und alt werden darf. Wenn es in Sicherheit ist.
Das ist ein Danke genug.
Ein Veganer zu sein, bedeutet sich dem Leben zu stellen. Dem eigenen mit all dem Suchtpotential das in uns schlummert, wie dem der Mitlebewesen die auf dieser Welt leiden.
Veganer zu sein bedeutet auch sich zu konfrontieren mit dem was man will. Käse ist für viele Veganer anfangs ein Verzicht. Aus eigener Erfahrung weiß ich, das verändert sich mit der Zeit.
Ich z.B. werde nie ein perfekter Veganer sein, ich nehme Medikamente und ich achte nicht so sehr auf Palmprodukte und co. Kurzum ich lebe zwar bewusst, aber noch nicht ökologisch und wertfrei.
Das einzige (das wird sich auch noch verändern mit der Zeit) das mich zum Veganismus treibt, ist das Wissen um das Leid der Tiere - ist die Pflicht Tieren ein gutes Leben zu bieten. Vegan zu leben bedeutet das Tierleid Global zu betrachten. Ich versuche dabei nicht allzu dogmatisch vorzugehen, doch ist es mir sehr wichtig eine Vorbildfunktion zu haben, für meine Tochter, die seit Geburt an Vegetarierin ist und mit mir und meiner Frau seit einem Jahr Vegan (so gut wie) lebt.
Ich erlebe ihre Welt mit einer Natürlichkeit (sowohl in der Ernährung als auch im Verständnis für Tiere) die es in meiner Kindheit nicht gab. Das bewundere ich sehr. So zeigt sie mir täglich wie leicht es ist, Vegan zu leben.
Gleichzeitig ist die Leichtigkeit das Resultat unserer Art mit Tieren umzugehen. Auf unserem Hof leben auch ehemalige Nutztiere ein Leben in ( räumlich eingeschränkter) Freiheit.
Das ist es was uns vorantreibt, was den Veganismus fördert und fordert. Ein Huhn zu halten mit einem guten Gewissen, bedeutet eben auch Abschied zu nehmen von Hühnerfleisch und Eier.
Ein gutes Gewissen habe ich nur, wenn ich merke, dass es meinen Mitlebewesen gut geht, sie leben dürfen und alt werden dürfen.
Denn eines darf man als Mensch nie vergessen.
Wir sind für ihr Leben verantwortlich. Ohne uns Menschen würden sie anders leben, freier und ungezwungener, oder eben gar nicht. Da viele Tiere nur deshalb gezüchtet wurden, um uns zu dienen und für uns zu sterben.
Diese Sicht ermöglicht es mir, auf Dinge wie Eis und Milchschokolade zu verzichten. Mich mit Ernährung so auseinander zu setzten, das ich nach und nach begreife, was meinem Körper gut tut und was nicht.
Diese Sicht ermöglicht mir auch, mich mehr mit mir auseinander zu setzten, mich intensiver wahrzunehmen und mich letztendlich so anzunehmen wie ich bin.
Vegan zu leben ist nicht beschränkt auf die Ernährung. Es ist eine Lebenseinstellung, die beim Essen anfängt und beim globalen Blick auf diese Welt und ihre Lebewesen aufhört.
Vielleicht höft es auch gar nicht auf sondern geht weiter, karmisch gesehen. Aber das kann ich nicht beurteilen.
Vegan zu leben bedeutet, das wir uns verändern. Von einem süchtigen Menschen zu einem freien Menschen.
So sehe ich es...
Und so versuche ich zu leben.
Das Leid ist für mich ständiger Begleiter. Das erlebe ich täglich auf meinem Weg durch unseren Hof. Gestern noch war alles ok und morgen kann schon wieder ein Tier so krank sein, das sein Leben gefährdet ist.
Glück in dem was man tut, nicht indem was man erhält, nachdem man etwas getan hat - das ist mein persönlicher Weg- da möchte ich hin, trotz Leid.
In dem Sinne
Alles Liebe eure Jo vom Tierhof Amoa
Bilduelle: Das Bild stamm von mir. Es zeigt eine Kuh die einen Moment aus ihrer Zwangshaltung ausbrechen konnte, sie sah die Freiheit durch ein winziges Fenster. Ihr Blick sagt mehr als 1000 Worte ausdrücken können...
Freitag, 20. September 2013
Heute ist Weltkindertag
ich möchte heute einfach mal frech sein und euch alle erinnern, dass wir ALLe in der Lage sind, den Hunger der Kinder (die mit jedem Wimpernschlag von uns sterben) zu verhindern.
Wir müssen anfangen umzudenken, uns bewusst machen, das unser Glück auf den Tot vieler Menschen und Tiere aufgebaut ist. Unsere Ernährung fordert viele Opfer, die wir bereitwillig und ohne nachzudenken hinnehmen. Wir ignorieren das Leid der Tiere die wir ausbeuten und essen, so ignorieren wir auch das Leid der Ländern, in denen Kinder verhungern, weil die Nahrung die sie so dringend benötigen, die Nahrung derer ist, die wir letztendlich schlachten und verzehren.
Der Anbau der Güter die bei uns auf dem Tisch landen, kommt oft aus Ländern, deren Menschen ausgebeutet werden und das garantiert uns den niedrigen Preis und einen vollen Magen.
Wir müssen umdenken lernen, um diesem Tag, den Kindern dieser Welt wirklich gerecht werden zu können.
Fangt im Kleinen an, ihr müsst nicht sofort Vegan werden, eine Umstellung braucht Zeit. Macht euch bewusst, was ihr an Nahrung kauft, was ihr wirklich benötigt um Satt zu werden.
Macht euch bewusst woher die Nahrung stammt.
Macht euch bewusst, das z.B. für ein Kilo Reis aus Afrika viele Menschen sterben müssen, die diesen Reis auf den Feldern für euch anbauen und selbst am Hungertuch nagen.
Macht euch bewusst, das für ein "gutes Stück Fleisch" Getreide angebaut werden muss, um die Tiere zu ernähren, dieses Getreide hätte eine ganze Familie über Tage hinweg ernähren können.
Zeigt auch Interesse für das Leben der Hühner, deren Eier ihr kauft. Woher sie stammen und wie es ihnen geht. Bittet um einen Blick in die Ställe der Kühe, deren Milch ihr trinkt.
Macht euch bewusst, dass ihr eine Verantwortung für diese Welt habt, auf der auch eure Kinder leben.
Fangt an vegane Speisen in eure Ernährung einzuplanen. Fangt an Vegetarier/Veganer zu werden.
Wir alle sind beteiligt am Leid anderer Völker und am Hunger der Kinder dieser Welt.
Wir alle können etwas dagegen tun.
Wir müssen nur erwachen und zwar JETZT.
Ich wünsche euch einen guten Morgen!
Einen schönen Tag und eine gute ZEIT auf diesem Planeten!
Namasté
Alles liebe von der Jo
vom Tierhof Amoa
Bildquelle:
Dieses Bild habe ich im Internet gefunden. Wenn die Veröffentlichung nicht rechtens ist, bitte melden, dann entferne ich es wieder. DANKE.
Dienstag, 17. September 2013
AMOA das sind wir! Update: Unsere Tiere.
Zur Zeit leben bei uns 24 Tiere, bis zum Oktober kommen noch 6 kleine Kätzchen, sowohl aus der Türkei, Bulgarien, als auch aus Rumänien.
Ich möchte euch ein wenig von unseren Tieren erzählen.
Heute zum Beispiel kamen drei kleine Kätzchen aus Rumänien an. Zwei werden wahrscheinlich bleiben, eines werde ich wahrscheinlich im laufe der Zeit an einen lieben Menschen vermitteln.
Ich kann nur behinderte Tiere (oder Katzen die bereits einen Paten haben, oder Katzen die mein Herz so dermaßen aufgewühlt haben, das sie einfach zu mir gehören) behalten, Tiere die niemand will. Weil unser Platz begrenzt ist, muss ich auch Tiere vermitteln (was ich darunter verstehe und wie eine Vermittlung aussieht, beschreibe ich weiter unten). Aber jedes Tier das hier ankommt, ist Teil unserer Familie und wird auch als solches betrachtet.
Wir haben kein Konzept, wie vielleicht andere Gnadenhöfe es haben. Wir empfinden uns auch nicht als Gnadenhof oder Tierasyl. Amoa das sind wir alle. Mensch wie Tier.
Katzen aus Rumänien:
Die Katzenfamilie:
Desweiteren muss ein Schutzvertrag unterschrieben werden, der gewährleistet, das die Tiere nicht einfach weiter gegeben werden, sondern wieder zurück zu mir kommen, sollte dem Besitzer etwas zustoßen oder es andere Probleme gibt, unter dem das Tier eventuell leiden könnte.
Ich möchte euch ein wenig von unseren Tieren erzählen.
Heute zum Beispiel kamen drei kleine Kätzchen aus Rumänien an. Zwei werden wahrscheinlich bleiben, eines werde ich wahrscheinlich im laufe der Zeit an einen lieben Menschen vermitteln.
Ich kann nur behinderte Tiere (oder Katzen die bereits einen Paten haben, oder Katzen die mein Herz so dermaßen aufgewühlt haben, das sie einfach zu mir gehören) behalten, Tiere die niemand will. Weil unser Platz begrenzt ist, muss ich auch Tiere vermitteln (was ich darunter verstehe und wie eine Vermittlung aussieht, beschreibe ich weiter unten). Aber jedes Tier das hier ankommt, ist Teil unserer Familie und wird auch als solches betrachtet.
Wir haben kein Konzept, wie vielleicht andere Gnadenhöfe es haben. Wir empfinden uns auch nicht als Gnadenhof oder Tierasyl. Amoa das sind wir alle. Mensch wie Tier.
Katzen aus Rumänien:
Die drei sind heute aus Rumänien gekommen, sie hatten wie viele unserer Tiere kein schönes Leben.
Stiles hat wie man sehen kann nur ein Auge. Ich habe es mittlerweile aufgegeben viel erfragen zu wollen, warum, weshalb die Tiere so verletzt wurden. Meistens will man die Antwort nicht hören, man will die Ohren verschließen, vor so viel Unmenschlichkeit. Die meisten Tiere die bei uns leben wurden schwerst misshandelt. Ein Mensch tat ihnen so dermaßen weh, dass sie um ihr Leben kämpften mussten und gewannen. Aber unter welchem Preis. Stiles verlor sein Auge.
Stiles wird auf jeden Fall bleiben, er sucht einen Paten.
Izzi
Izzi lebte bei einem älteren Ehepaar unter sehr schlechten Bedingungen in einem feuchten Loch im Boden. Als Izzi bei mir ankam, inspizierte sie gleich ganz Neugierig den Raum und knurrte jede Katze an, die ihr zu Nah kam, sie sprang von Schrank zu Schrank und liebte es, von oben herab auf die anderen Katzen zu blicken. Sie ist total verschmust und sie hat weder Angst noch Panik. Izzi sucht einen Paten.
Luna hatte eine schwere Verletzung, die mittlerweile abgeheilt ist. Was mit ihr geschehen ist, weiß man nicht. Man fand sie halb tot als lebendig. Luna gehört zu meinen Herzenskatzen und wird auf jeden Fall bleiben. Luna sucht einen Paten.
Die Katzenfamilie:
Die Tiere kamen hier fast verhungert an und wir bangten Tagelang um ihr Leben.
Chess
Chess ist mittlerweile über dem Berg. Kurz nachdem er hier war, hörte er auf zu fressen und zog sich von den anderen zurück. Es sah so aus, als hätte er die Lebensfreude verloren. Gut das wir eine tolle Tierärztin haben, mit Medikamenten und Katzen Aufzuchtmilch wurde er wieder Gesund. Chess hat eine Patin gefunden und darf für immer bei uns bleiben.
Asha (Sanskrit: Hoffnung)
Asha gehörte zu den kleinsten Kätzchen der Familie. Noch immer ist er sehr dünn und sehr anhänglich. Er braucht noch seine Mama Shadi, auch wenn sie selbst keine Milch mehr hat. Asha frisst Kittenfutter und ich hoffe, dass er bald so weit ist um zu entscheiden ob er ein schönes Zuhause bekommt. Findet Asha einen Paten, darf er für immer bei uns bleiben (was ich irgendwie hoffe, der kleine Mann ist mir sehr ans Herz gewachsen.)
Lessy
Auch Lessy gehört zu den kleinsten und schwächsten der Geschwister. Wir vermuten das Lessy und Asha Shadi´s angekomme Katzenkinder sind. Die beiden sind noch sehr jung und bedürftig.
Für Lessy und Asha suche ich noch Paten
Puschel
Puschel ist das einzige Mädchen unter den Geschwistern. Sie war auch die einzige die Gesund ankam. Wir nehmen an, das Puschel die richtige Tochter von Shadi ist.
Puschel sucht einen Paten.
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Mama Shadi
Shadi hat nur zwei ihrer Katzenwelpen durchbringen können, zwei hat sie adoptiert. Sie ist eine vorbildliche Mama die sich sehr um ihre Kätzchen sorgt. Sehr verschmust und quirlig, ich brauchte einige Anläufe um sie fotografieren zu können. Sie ist wirklich wunderschön.
Shadi ist Gesund, geschippt und geimpft. Sobald ihre Babys alleine zurecht kommen, darf Shadi zu einer lieben Familie umziehen und ich werde Rotz und Wasser heulen (außer sie bekommt einen Paten, dann darf sie bleiben!!!), denn ich liebe die kleine sehr. Shadi ist sehr klein, also schätzen wir sie höchstens auf ein Jahr.
Knuffel(chen) (Vermittelt Februar 2014)
Knuffel ist Einäugig und ängstlich. Sie lässt sich jedoch sehr gerne streicheln und schläft am liebsten bei uns im Bett. Tagsüber sieht man Knuffel selten. Wie sie ihr Auge verloren hat... ich weiß es nicht, ich kann nur Vermutungen anstellen. Auf jeden Fall ist es ihr nicht einfach herausgefallen... Mensch hat mit Sicherheit nachgeholfen. Auch für Knuffelchen suchen wir einen Paten.
Katzen aus Russland
Agata
Agata wurde so schwer misshandelt, das sie nur noch auf einem Auge sieht. Sie ist unsere Angst/Panik Katze, die zur Zeit noch ihren Schutzraum braucht. Agata sitzt am liebsten auf dem Schrank, von dort oben hat sie alles im Blick. Ihre Lieblingsspeisen sind Putenwurst und Thunfisch. Mit der Wurst habe ich sie sogar vom Schrank gelockt und mittlerweile ertappe ich sie immer öfter inmitten der restlichen Katzenfamilie. Agata bleibt auf jeden Fall bei uns und sucht einen Paten.
Katzen aus Bulgarien
Tattoo (linchen) (Verstorben März 2014)
Tattoo ist die älteste im Bunde und lebt seit über 10 Jahren bei uns. Tattoo wurde schwer misshandelt und war anfangs sehr ängstlich. Mittlerweile schmust sie aber auch schon mit Fremden. Tattoo wird auf ca. 15 Jahre geschätzt und leidet an einer Niereninsuffizienz, die ich aber ganz gut in den Griff bekommen habe.
Ihre Markenzeichen sind ihre großen Augen, die sie ganz Katzenuntypisch immer weit aufgerissen hat.
Natchi (ka)
Natchi sucht gerade Ausreisepaten, damit sie zu uns kommen kann. Das Bild wurde in Bulgarien aufgenommen. Natchi´s Augen waren so dermaßen entzündet, das sie ihr entnommen werden mussten. Nachi wird die dritte blinde Katze sein, die bei uns leben wird. Eigentlich haben wir einen Aufnahmestopp, denn mehr als 15 Katzen sollten es nicht werde. Da aber Finn eine Patin hat (ich grüße dich ganz lieb Sigrid) durfte auch Natchi kommen.
Natchi sucht Paten
Katzen aus der Türkei
Finn und Fee
Fee (schwarz/weiß) ist blind und ist eine sogenannte Klippenkatze. Und Finn hat nur drei Beine. Finn wurde aus "Spaß" von einem Motorradfahrer überfahren.
Die beiden werden demnächst hier eintreffen. Finn hat bereits eine Patin. Fee sucht Paten.
Katzen aus Deutschland
Flocke
Flocke gehört, zusammen mit Tattoo zu unseren ältesten Katzen. Flocke ist von Geburt an Gehörlos und lebt seit 11 Jahren bei uns, er war ein "nicht gelungener Versuch eines Hobbyzüchters". Flocke hat ein Problem mit Veränderungen, wie Umzüge usw. und er mag keine Höhenunterschiede (unterschiedliche Stockwerke innerhalb der Wohnung). Seit dem wir hier wohnen, ist er richtig aufgeblüht. Mit anderen Katzen und Hunden kommt er super zurecht. Flocke sucht einen Paten.
Bebbles (Bebby)
Bebbles ist blind. Sie wurde ausgesetzt und von Tierschützern gefunden. Mit knapp 15 Wochen kam sie zu uns. Bebbles ist die frechste und unängstlichste Katze die ich kenne. Sie hat ein ganz besonderes Verhältnis zu Blue und sie liebt es, mit der kleinen Katzenfamilie fangen zu spielen. Bebby ist jetzt 9 Monate alt. Bebbles sucht einen Paten.
Hunde aus Spanien (La Mancha)
Blue
Blue ist der frechste und verfressendste Hund der Welt. Wehe wenn er losgelassen. Blue frisst alles, von Katzen- bis zum Hühnerfutter. Ich muss immer sehr aufpassen, denn wenn ich mich beim Kochen nicht darauf konzentriere, das Blue in der Nähe ist, dann kann es sogar vorkommen, das Blue aus dem Topf stibitzt. Blue wurde mit seinen Geschwistern und seiner Mutter in der Perera (Tötungsstation) in La Mancha abgegeben. Dort wurde höchstens einmal die Woche gefüttert. Viele seiner Geschwister starben an Unterernährung. Blue kam durch und seit dem stellt er unser Leben auf den Kopf.
Blue sucht einen Paten.
Bella (Bellisima)
Bella ist eine Angsthündin. Eigentlich galt sie als Nicht-Vermittelbar, bis ich sie das erste Mal sah. Ich habe mich so dermaßen in sie verliebt, das ich die Hölle in Bewegung gesetzt habe, um sie aus der Perera zu holen. Bella und Blue leben jetzt seit 2 Jahren bei uns. Bella hatte anfangs vor allen und jeden Angst. Die ersten 3 Wochen mussten wir sie zur Wiese tragen, dort hat sie sich im liegen gelöst und danach trugen wir sie wieder in die Wohnung. Als sie sich traute die Wohnung zu erkunden, lief sie immer an der Wand lang. Noch heute ist Bella ängstlich und devot. Ich kann unsere Hunde mit zu den Schafen und Hühnern nehmen, ohne das etwas passiert. Bella sucht einen Paten
Hühner aus Deutschland
Die Gackgack Gang und Taboo der Hahn
Taboo bekamen wir von unserer Tierärztin Katha, die drei Hähne zu viel hatte.
Und die Gackgack Gang bekamen wir vor zwei Tagen von rettet das Huhn, einer Tierschutz Organisation, die sich für Hühner aus Massentierhaltung einsetzt und diese dann auch vermittelt (siehe Interview).
Und die Gackgack Gang bekamen wir vor zwei Tagen von rettet das Huhn, einer Tierschutz Organisation, die sich für Hühner aus Massentierhaltung einsetzt und diese dann auch vermittelt (siehe Interview).
Da alle 4 Hühner weiß sind und wir sie (noch) nicht unterscheiden können, haben sie einen Namen für alle und alle Namen für einen erhalten. Die Gackgack Gang.
Liesel
Liesel und Emma bekamen aus einer Privathaltung und sollten geschlachtet werden.
Emma
Emma und Liesel lieben es im Garten nach Würmern zu graben. Sie sind ca. 4 Jahre alt und alle Hühner haben ca. 700qm zur freien Verfügung. Abends gehen sie in den Stall.
Alle Hühner suchen noch Paten.
Schafe aus Deutschland
Emo, Lui, Minni, Maxi und Mumm
Unsere Soay Schafe Minni, Maxi und Mumm kamen aus einer Privathaltung und sollten geschlachtet werden.
Im Mai und April 2013 amen unsere Lämmer Emo und Lui zur Welt. Alle 5 bleiben hier so lange sie leben.
Unsere Schafe suchen noch Paten
Unsere Schafe suchen noch Paten
Vermittlung, Patengesuch und Spenden (Daná)
Viele unserer Tiere verbleiben bei uns, meistens sind es behinderte, ängstliche oder kranke Tiere. Bis auf die Hühner vermittle ich auch Tiere (Katzen) weiter, wenn sie gesund sind und vermittelt werden können.
Unter einer Vermittlung verstehe ich folgendes:
Mir ist es nicht genug, einfach nur den Namen eines Menschen zu wissen, dem ich ein Tier übergebe, das in meiner Obhut war. Ich brauche die Gewissheit das es ihm gut gehen wird. Ich bestehe also auf Vor- und Nachkontrolle, die ich selbst ( oder eine befreundete Tierschützerin) übernehmen werde.
Da ich nur gesunde, nicht behinderte Tiere vermittle, sollte die Katze auch die Möglichkeit haben, nach Draußen gehen zu können. Ich vermittle nicht an Menschen die ihre Katze in der Wohnung halten wollen, oder die an einer stark befahrenen Straße leben. Meine Erwartungen an die Menschen die ein Amoa Tier übernehmen sind hoch. Ganz einfach, weil diese Tiere teils die Hölle erlebt haben und ich ihnen ein Versprechen gebe, wenn sie hier ankommen - nämlich das sie Glücklich sein dürfen und das ihnen nie wieder bewusst ein Leid angetan wird von einem Menschen. An dieses Versprechen bin ich gebunden und auch derjenige der ein Tier von uns übernimmt, sollte sich gebunden fühlen.
Desweiteren muss ein Schutzvertrag unterschrieben werden, der gewährleistet, das die Tiere nicht einfach weiter gegeben werden, sondern wieder zurück zu mir kommen, sollte dem Besitzer etwas zustoßen oder es andere Probleme gibt, unter dem das Tier eventuell leiden könnte.
Auch muss eine Schutzgebühr bezahlt werden.
Das alles hört sich nach einem Geschäft an, das ist es jedoch nicht. Die Schutzgebühr beinhaltet bereits wofür sie verwendet wird, für den Schutz des Tieres. Für mich bedeutet es auch, dass meine laufenden Kosten, wie Tierarztrechnungen und Medikamente usw. abgedeckt werden.
Wir sind kein Verein. Wir sind einfach nur private Tierschützer, wir erhalten auch keine öffentlichen Zuwendungen. Alles was wir tun, tun wir für unsere Tiere und somit auch für unser Wohl.
Die Tiere die bei uns verbleiben, gehören zu unserer Familie. Oft sind es misshandelte Tiere, deren Lebensmut oft wieder neu aufgebaut werden muss, die meisten Katzen haben Angst, wenn sie hier ankommen und brauchen viel Zeit und Geduld um wieder Vertrauen aufzubauen. Gewalt ist etwas das sie kennen und das meine Familie und ich vollkommen ablehnen. Das ist die Basis die wir ihnen geben: Gewaltfreiheit, Liebe, Anbindung an unsere Familie und die Gewissheit bleiben zu dürfen.
Viele dieser Tiere brauchen Tierärztliche Betreuung oder bestimmtes Futter, beides können wir uns nur begrenzt leisten. Aus dem Grund suche ich Paten für unsere Amoa Tiere.
Viele dieser Tiere brauchen Tierärztliche Betreuung oder bestimmtes Futter, beides können wir uns nur begrenzt leisten. Aus dem Grund suche ich Paten für unsere Amoa Tiere.
Paten die uns sowohl bei der Tierarztrechnung, als auch mit Futterspenden unterstützen. Paten die sich selbst vielleicht kein Tier leisten können, weil die Wohnung zu klein ist, oder weil sie voll berufstätig sind, oder aber eine Allergie haben, oder bereits Tiere haben... es gibt unterschiedliche Gründe warum die Tierhaltung ein Problem ist. Gerade für diese Menschen ist es ein Trost zu wissen, ihrem Patentier geht es gut und es lebt bei Menschen die es liebevoll in die Familie integriert haben.
Als Pate hat man die Möglichkeit uns jederzeit zu besuchen, ein Pate erhält Bilder und weitere Infos zum Tier und erfährt natürlich auch wie es seinem Tier geht, wenn Tierarztbesuche anstehen. Ein Pate gehört im Grunde genommen mit zur Familie :) Fast alle unserer Tiere (bis auf 2) suchen Paten.
Ohne Spenden (Daná) könnten wir nicht so arbeiten wie wir arbeiten. Ohne Spenden würden wir mit unseren Tieren womöglich unter der Brücke leben... in südlichen Ländern ist das vielleicht machbar, hier jedoch würde man uns irgendwann unsere Tiere wieder wegnehmen, zu Recht. Einfach weil unser Tierhof ohne Spenden nicht existieren kann.
Wir sind keine reichen Menschen, die es sich leisten können, zig Tieren aus Freude ein Heim zu geben. Ich wünschte es wäre so. Die Freude ist da, aber unsere finanziellen Mittel sind begrenzt.
Aus dem Grund bitte ich um Spenden, denn nur das ermöglicht es uns, Katzen wie Agata, Fee, Finn, Knuffel, Bebbles, Tattoo. Flocke, Natchi, Stiles und Lidya ein Zuhause mit Tierärztlicher Betreuung zu bieten. Denn das benötigen all diese Katzen. Gerade bei denjenigen die ein Auge verloren haben, ist es notwendig immer wieder nach zu kontrollieren, ob sich die Augenhöhle nicht entzündet. Impfungen, Antibiotika all die Medikamente die benötigt werden. Aber auch Katzenaufzuchtmilch und Futterkosten. All das und noch viel mehr kostet Geld. Wir brauchen EURE Unterstützung, wir, das sind die Tiere und die Menschen, die Amoa ausmachen.
Amoa das sind:
All unsere Tiere - Unsere Familie!
Hier dürfen sie leben!
Hier dürfen sie alt werden!
Hier werden sie geliebt!
In diesem Sinne
"Wir machen weiter... Tag für Tag und durch eure Unterstützung, können wir Leben retten!"
Namasté
Eure Jo und euer Tierhof Amoa
Patengesuche und Spendenanfragen bitte per EMail an:
Montag, 9. September 2013
Zu den aktuellen Tiermorden in Rumänien
Sie hat es gerade so überlebt...
Asha (Sanskrit: Hoffnung)
Heute habe ich zwei Mails verfasst, nachdem ich immer mehr mitverfolgen konnte was in Rumänien gerade geschieht. Tiere werden vergiftet, mit Mistgabeln erstochen, lebendig verbrannt. Sie werden liegen gelassen, die Straßen sind voller Blut. Es ist die Hölle.
Teils geben die Medien dieses Verbrechen nur oberflächlich weiter, manche - wie das ZDF - zeigen nur die Seite der Bürger in Rumänien. Angst wird geschürt und das Tierleid ignoriert.
Ich bin seit Tagen schon am Überlegen was ich persönlich tun kann, um hier einzugreifen und die Wahrheit zu vermitteln.
Ich werde jetzt keine Videos verlinken oder euch haargenau erzählen wie erschreckend die Bilder sind, die ich seit Tagen verfolge.
Aber ich möchte bewusst machen, das Rumänien blindwütig Hunde und Katzen tötet, aus Angst und Frustration und die Tierschützer vor Ort Händeringend Hilfe brauchen.
Ich tue es nicht nur um mein menschliches Gewissen zu bereinigen. Ich tue es auch für die 6 Katzen aus Rumänien (ich werde noch davon berichten) die nun bei uns leben. Teils misshandelt und überängstlich und Unterernährt kamen sie hier an. Ich tue es für jedes Tier das dort um sein Überleben kämpft. Ich tue es letztendlich auch für die rumänische Bevölkerung. Denn was in Rumänien passiert kann weiter getragen werden, Länder wie Spanien, Russland, Bulgarien, Italien, Griechenland usw, können nachziehen.
Ich stelle mir Szenarien vor, wie die Welt in 5 Jahren aussehen könnte, ein großflächiges Hundeverbot, Katzen die in Käfigen gehalten werden. Haustiere von Morgen die großflächig ganz legal in Massenvernichtungsanlagen getötet werden. Ein Szenario das in Rumänien keine Zukunftsvision ist, sondern kalte harte Realität.
Wir müssen jetzt etwas tun, damit auch unsere Haustiere geschützt bleiben.
Um Not zu ändern muss man Aktiv werden. Und aus dem Grund diese Aktion.
Ich würde mich sehr freuen, im Namen der Hunde und Katzen in Rumänien, wenn ihr euch beteiligt, teilt und verlinkt um so auf das Leid aufmerksam zu machen.
DANKE
Alles liebe von Jo
Protestmails zum Tierleid in Rumänien:
ZDF
ZDF RUMÄNIEN PROTEST GEGEN STREUNENDE HUNDE
zuschauerredaktion@zdf.de
Mediathek: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1981336/Rumaenien-Protest-gegen-streunende-Hunde#/beitrag/video/1981336/Rumaenien-Protest-gegen-streunende-Hunde
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Entsetzen musste ich heute feststellen, dass ihre Sendung sehr einseitig den Sachverhalt über die "Proteste gegen streunende Hunde" in Rumänien wieder gegeben hat. Mittlerweile dürfte es auch bei Ihnen angekommen sein, das die Tiere nicht eingeschläfert, sondern regelrecht abgeschlachtet werden.
Es gibt unzählige Tierschützer vor Ort die das Grauen mit eigenen Augen gesehen und dokumentiert haben. Überall liegen Tierleichen, die teils lebendig verbrannt, vergiftet, mit Mistgabeln abgestochen und erschossen wurden und weiterhin werden. Ich erwarte von einem öffentlich rechtlichen Programm, dass es Parteilos die Wahrheit übermittelt. DAS was Sie in ihren Nachrichten zum Besten geben, ist überaus unqualifiziert und eine einzige Lüge. Bitte informieren Sie sich vorher genauer, was sie senden.
Wir Bürger erwarten von unseren Medien die Wahrheit!
Zum besseren Verständnis hier einige Internet Seiten der Tierschützer, die das Elend leibhaftig erleben und das Tagtäglich (Teils mit Video Material):
http://www.casa-cainelui.com/
http://www.helpinganimalsromania.de/
http://www.tasso.net/Tierschutz/Aktionen/Strassenhunde
http://www.tierschutz-ohne-grenzen.de/site.php?site=25
http://www.karpatenstreuner.de/
http://www.tierhilfsnetzwerk-europa.de/unser-netzwerk/rumaenien/die-smeura-das-groesste-tierheim-der-welt/
http://www.sternenhof.eu/index.php/58-latest-news/cluj-rumaenien/240-erste-hilfe-aktion-im-abgebrannten-tierheim
http://www.people4pets.de/de/informationen/allgemeines/18-ein-schwarzer-tag-fuer-den-tierschutz-in-rumaenien.html
http://www.tierhilfe-kowaneu.com/die-wahrheit/rum%C3%A4nien/
Die Tierschützer vor Ort geben Ihnen mit Sicherheit einen aktuellen Stand aller Informationen die Sie benötigen um die Sendung die nun ausgestrahlt wurde zu berichtigen.
Diese EMail wird sowohl über Facebook, Twitter und Google verlinkt und wie ich wie hoffe auch geteilt.Auf das die Wahrheit ans Licht kommt und die Bürger erfahren was wirklich in Rumänien gerade passiert.
Mit freundlichen Grüßen
Johanna Schlitzkus
Tierhof Amoa
Beinegasse 10
64739 Höchst im Odenwald
EU Kommission:
eu-de-kommission@ec.europa.eu
Betreff: Rumänien Massentiermorde
Sehr geehrte Damen und Herren,
auf meinem Tierhof leben mittlerweile 6 Katzen aus Rumänien.
Sie kamen hier in teils unwürdigen Zustand an, gequält und halb verhungert.
Ich erlebe durch meine Arbeit mit rumänischen Tierschützern, mit Entsetzen und Sprachlosigkeit welche Auswüchse die Tiermorde in Rumänien annehmen. Tiere die bei lebendigen Leib mitten auf der Straße verbrannt werden, die bis aufs Blut gequält werden. Verhungerte Tiere, vergiftete, erschossene. Überall liegen Hundeleichen in Gräben und auf den Gehwegen.
Es gibt Momente da ertrage ich dieses Leid nicht. Und aus dem Grund schreibe ich Ihnen.
Dies kann und darf nicht Teil unserer Europäischen Vereinbarungen sein. Das ist ist ein Verbrechen und ich bin der Meinung, dass sich die EU hier einschalten muss.
Was Rumänien macht kann schnell auf andere EU-Länder übergreifen, flächendeckende Massenvernichtung aller streunenden Hunde und Katzen.
Ich fordere Sie auf, hier einzugreifen, bevor es zu spät ist.
Werden Sie tätig, denn dieser Tierquälerei muss ein Ende gesetzt werden.
Hochachtungsvoll
Johanna Schlitzkus
Tierhof Amoa
Beinegasse 10
64739 Höchst im Odenwald
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