Mittwoch, 18. Juni 2014

Toleranz



Mein heutiges Thema ist Toleranz.

Eine Meinung hinzunehmen, ist vielleicht im Privatleben noch einfach, aber spätestens dann, wenn die Meinung Ethik oder Moral des Gegenüber angreift, reagieren wir mit Abwehr. In solchen Situationen wird Toleranz erwartet. Aber was bedeutet eigentlich Tolerant sein.
Und wie erreicht man Toleranz?
Und ist es überhaupt notwendig Tolerant zu sein?
Und überhaupt, wo zieht man die Grenzen zwischen Toleranz und Intoleranz?

Laut Wiki bedeutet Toleranz:

"Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten. Umgangssprachlich ist damit heute häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung gemeint, die jedoch über den eigentlichen Begriff („Duldung“) hinausgeht.
Das zugrundeliegende Verb tolerieren wurde im 16. Jahrhundert aus dem lateinischen tolerare („erdulden“, „ertragen“) entlehnt. Das Adjektiv tolerantin der Bedeutung „duldsam, nachsichtig, großzügig, weitherzig“ ist seit dem 18. Jahrhundert, der Zeit der Aufklärung, belegt, ebenso die Gegenbildung intolerant, als „unduldsam, keine andere Meinung oder Weltanschauung gelten lassend als die eigene“.
Der Gegenbegriff zu Toleranz ist die Intoleranz, in der Bedeutung „Unduldsamkeit“ im 18. Jahrhundert aus dem französischen intolérance entlehnt. Als Steigerung der Toleranz gilt die Akzeptanz, die verstehende Haltung gegenüber einer anderen Person oder ihrem Verhalten. (...)"

Ich bin oft situationsbedingt intolerant, wenn es um Störfaktoren geht, die mein Leben erschweren. Sei es nun betrunkene Nachbarn die mitten in der Nacht denken sie könnten sich vor meinem Fenster über ihr letztes Fußballspiel auslassen (ich fühle mich kindheitsbedingt von Betrunkenen bedroht... ich arbeite daran, aber momentan ist es noch so). oder auch wenn ich gerne in Ruhe Musik im Radio hören will und überschüttet werde mit den neusten Berichterstattungen der WM und das in jedem Sender. Ich fühle mich gezwungen das Radio auszuschalten, wenn ich dem nicht folgen will, Situationsbedingt, könnte ich beide zum Mond schießen, den Betrunkenen vor meinem Fenster, als auch die Berichterstatter im Radio. Doch hat beides einen Kern auf den ich reagiere - dazu später im Text.

Ich reagiere immer dann intolerant, wenn ich das Gefühl habe, das die Toleranz nur auf einer Seite erwartet wird.
Kurz um:

Ich bin kein toleranter Mensch, wenn es darum geht, das Wörtchen Toleranz mit dem Begriff Duldung gleichzusetzten, wenn andere darunter leiden. Dabei spielt es keine Rolle ob dies nun Menschen oder Tiere sind.


Toleranz ist gerade in aller Munde.
Die Erwartungshaltung ist sehr hoch gesetzt. Oft sprechen intolerante Menschen von Toleranz ihrem intoleranten Verhalten gegenüber, weil sie sich gestört fühlen von intoleranten Menschen..
Hä??

In fast jedem Forum, Blog findet man wenigstens einen Beitrag (ja ich weiß so langsam wirds langweilig... aber ich kann nicht anders, natürlich will ich aufklären und ermuntern, es wenigstens mal zu überdenken....) zum Thema Vegan.

Sehen wir uns mal die Lebensweise Vegan lebenden und die von Fleischessenden Menschen an und bleiben einfach mal bei dem Wörtchen Toleranz und bei meiner unterstrichenen Aussage:


Der Vegan lebende Mensch versucht letztendlich (das stelle ich jetzt einfach mal in den Raum), sein Leben so auszurichten, das sowohl kein Tier unter ihm als Mensch leidet, als auch kein anderer Mensch (es spielt jetzt keine Rolle, das seine Ernährung vielleicht nichts am Sterben der Tiere ändert. Global betrachtet, sieht sich ein vegan lebender Mensch als Teil einer Veränderung.  So etwas nennt man auch: Schmetterlingseffekt.
Kleinste Anfangsbedingungen können im nachfolgenden Verlauf zu einer vollkommen anderen Entwicklung führen.)
Aktiv Vegan lebende Menschen sind (auch das stelle ich jetzt in den Raum) oft Intolerant gegenüber Fleischessenden Menschen. Die Frage ist berechtigt: Warum ist das so, wo sie doch selbst toleranz erwarten...
Und erwarten sie die wirklich?

Sehen wir uns jetzt das Leben eines Omnivolren Menschen an.
Wir wachsen normalerweise alle so auf, das wir zumindest mit tierischen Nahrungsmitteln in Kontakt kommen, in dem Fall ist es Milchnahrung, Fleisch und Fisch.
Während unserer Anfangsjahre erleben wir diese Nahrung als Normalität. Die wenigsten Kinder/Jugendliche machen sich Gedanken woher die Nahrung kommt und wie sie produziert wird.
Uns wird von Eltern und Medien ein vollkommen falsches Bild suggeriert, wundervoll Grüne Wiesen, Kühe die freiwillig ihre Milch geben und Bauern die Schweine streicheln. Kurzum, das Bild des perfekten Kinderbauernhofs. So erleben wir die Landwirtschaft, mit den Blick eines Kindes auf eine Spielzeugwelt, in der es weder Tod noch Leid gibt.

Wenn wir älter werden geschieht folgendes. Die einen werden nie diesen Blick verlieren, die anderen werden von Veganern/Vegetariern  aufgeklärt, ob sie wollen oder nicht. Diese Aufklärung empfinden einige Menschen als Intolerant.
Einige verändern ihre Ernährung, doch (momentan ist das so) der Rest bleibt beim Fleischverzehr und regt sich (wenn er mit ihnen in Kontakt kommt) über intolerante Veganer auf.

Nun zurück zu meiner Frage, ist ein Veganer wirklich intolerant.
Die Frage habe ich mir in meinem Fall gestellt, denn wie ihr jetzt wisst, empfinde ich mich bisweilen nicht als besonders Tolerant.

Bin ich intolerant omnivoren Menschen gegenüber?

Ja das bin eindeutig.

Weil sie mit ihrem Verhalten (und damit meine ich jeden der Fleisch isst, egal wieviel er isst) dulden, das Tiere leiden.
Es geht nicht darum, das sie etwas gutheißen, oder nicht. Es geht auch nicht darum, ob sie an sich Tierschützende Menschen sind und nur ganz wenig Fleisch essen.
Letztendlich dulden sie ein System das Tiere ausbeutet.

Genauso wenig Tolerant bin ich gegenüber einer Fußball begeisterternden Masse, die es hinnimmt, das Menschen den Tod finden (Brasilien 2014, bitte Nachrichten verfolgen.. oder im Internet googlen, es gibt auch hier genug Berichterstattungen. Oder 2018 in Russland oder oder...).

Genauso wenig Tolerant bin ich, dass Kinder mit homosexuellen Elternteilen, weniger Rechte haben, als Kinder mit heterosexuellen Elternteilen.

Absolut intolerant bin ich gegenüber Menschen die ihre unkastrierten Katzen nach draußen lassen und sich dann nicht um deren Nachwuchs kümmern, oder genauso schlimm, die kleinen im Internet ab der dritten Woche verkaufen wollen.

Mir geht es alleine um die Gerechtigkeit.
Toleranz fordert aber oft das Hinnehmen von ungerechten gesellschaftlichen Normen. Und das kann ich nicht.
Dabei spielt der einzelne Mensch keine große Rolle in meiner Betrachtung (ich kann jemanden trotzdem mögen, der Fleisch isst. Aber an meiner Haltung gegenüber dem Fleischgenuß wird sich nichts ändern. Ich kann den Nachbarn sehr schätzen, aber an meiner Haltung, das ich es nicht dulde, das er vor meinem Fenster krakehlt, wird sich nichts ändern). Das bedeutet ich bin global intolerant gegenüber Unrecht und das in jeglicher Hinsicht, wenn es Leid für Tier und Mensch bedeutet. Und oft lass ich meinen Unmut in Form von intoleranten Artikeln im Internet rauß... sei es nun durch Kommentare oder Blogeinträge.

Und deshalb heute mein Fazid:

Ja ich bin ein intoleranter Mensch! Und ich hoffe, dass ich mit meiner Intoleranz etwas mehr Toleranz fördern kann.


Im Übrigen stehe ich mit meiner Meinung gar nicht mal so alleine...
Hier ein Video (leider konnte ich nur den Link einfügen)  vom "Der Artgenosse"
Ich hab jetzt nicht geklaut... aber ich muss schon zugeben, wir gleichen uns ziemlich in unserer Auffassung.


Der Artgenosse zum Thema Intoleranz


Euch alles liebe von der Jo vom Tierhof Amoa

Einfügung für alle die sich beleidigt, gedemütigt, von mir gemobbt und dergleichen fühlen.
Bitte lest hierzu auch meinen zweiten Artikel: Toleranz 2.


Und fals ihr euch persönlich überzeugen wollt, das ich mich selbst nicht als besseren Menschen betrachte, könnt ihr mich gerne kennen lernen live und in Farbe, ich spendiere sogar ein veganes Essen und zum Nachtisch gibts Oreo Kekse (falls meine Tochter welche übrig lässt).
Ich habe diesen Artikel aus einem betimmten Grund geschrieben, es gibt keine 100% toleranten Menschen, weder unter den Christen, noch unter den Buddhisten, jeder fühlt sich von irgendwem gestört.
Wer das Gegenteil behauptet .... nun ja der schwindelt oder ist sich seiner sehr sicher.
Ich habe ein Problem mit der Massentierhaltung und ja, ich möchte am liebsten das jeder Mensch auf diesem Planeten zummindest Vegetarisch ist. Das würde unseren Kühen, Schafen, Hühnern und Schweinen ein bedeutsam schöneres Leben ermöglichen. Ja ich denke dabei hauptsächlich an die Tiere und weniger an die Umwelt. Und noch weniger an uns Menschen. Ich bin so. Aber ich werfe niemanden raus, der Fleisch isst, weder in meiner Gegenwart, noch außerhalb meiner Tür. Ich kann nur sagen, vielleicht solltet ihr meinen Artikel noch mal lesen, bevor ihr mich für etwas verurteilt, mit dem ihr selbst nicht zurecht kommt, mit der Tatsache, das sich Intoleranz eben nicht in schwarz und weiß teilen lässt. Wir haben alle unsere Intoleranten/Toleranten Seiten. Niemand ist Perfekt.

Wenn ihr Perfektion sucht, dann werdet ihr es mit Sicherheit nicht bei mir oder in meinen Artikeln finden, den Anspruch habe ich nämlich nicht...

Zu Artikel: Toleranz 2



Samstag, 14. Juni 2014

Vitamin B12




In meiner Facebook Gruppe Tofu Nutte ( so wurde einer aus der Gruppe bezeichnet und seit dem heißt die Gruppe so :) hatten wir letztens das Thema Vitamin B 12 und Veganismus.

Ich muss dazu sagen, ich habe mir erst Gedanken zu Vitamin B12 gemacht, nachdem unsere Tochter sich auch für Vegane Ernähruung interessierte. Zwei Gruppenmitglieder haben sich ausführlich dafür interessiert und gute Beiträge verfasst.
Ich möchte hier das wichtigste zusammenfassen, weitere Links findet ihr am Ende meines Textes.
Martin (Martin Hanau) schrieb hierzu folgendes:



"...und während ich das hier sammle und schreibe, merke ich, dass das Gefahr läuft ne Facharbeit zu werden, die aber mangels Fachkenntnisse meinerseits keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit erhebt.
Zitat [Wikipedia.de, Cobalamine]
[...]
"Der menschliche und tierische Organismus sowie Pflanzen sind nicht in der Lage, Vitamin B12 selbst herzustellen. Vitamin B12 wird in der Natur von Mikroorganismen – insbesondere Bakterien – produziert, die als Symbionten sowohl im Verdauungstrakt von Tieren als auch auf der Oberfläche pflanzlicher Wirte (z.B. Leguminosen) vorkommen."
Also Mikroorganismen produzieren B12, nicht Kühe und Schweine! Außer vielleicht gaaaaanz winzig kleine Kühe und Schweine, sofern man die dann als Mikroorganismen bezeichnen darf, aber es sind wohl tatsächlich Bakterien gemeint.
[weiter, Wikipedia]
"Im menschlichen und tierischen Organismus wird Vitamin B12 vor allem in Leber und Niere akkumuliert, in Pflanzen kann es nur in Spuren vorkommen."
Das entspringt zumindest der wissenschaftlichen Arbeit des Herrn Leitzmann aus Gießen, der wiederum sehr verdächtige Verbindungen zum DGE hat, Mitglied im UGB (SPENDENFINANZIERTER Verband für Unabhängigen Gesundheitsberatung) ist und im Wissenschaftsrat des Eurotoques e.V. (der u.a. zum Ziel hat die kulinarischen Traditionen Europas zu erhalten) sitzt. Ich kann nicht beurteilen, ob das so stimmt, aber weiter unten mehr dazu).
[Wiki, go on]
Allesfresser und Fleischfresser decken ihren B12-Bedarf durch den Konsum von Fleisch, insbesondere Innereien. Für Vegetarier stellen Milchprodukte und Eier trotz ihres vergleichsweise geringen Gehalts an Vitamin B12 bedeutende natürliche Quellen dar. Bei Wiederkäuern wird das Vitamin im Vormagen, bei anderen Pflanzenfressern im Dickdarm gebildet. Da das im Darm produzierte Vitamin B12 bei Geflügel und Schweinen jedoch nur unzureichend resorbiert wird, sind diese Arten auf eine exogene Versorgung über das Futter angewiesen. Ein Mangel bei Wiederkäuern beruht überwiegend auf unzureichender Cobaltzufuhr. In der Tierproduktion wird dem Futter in Spuren Cobalt hinzugefügt, falls die Tiere von cobaltarmen Weideflächen ernährt werden müssen. Hierüber soll Wachstums- und Laktationsstörungen, Blutarmut und Appetitlosigkeit entgegengewirkt werden."
[...]
"FALLS die Tiere von cobaltarmen Weideflächen ernährt werden", ist ne super Formulierung. Dazu kommt noch, dass B12 hauptsächlich in Innereien vorkommt und hitzeempfindlich ist, also am besten gleich roh rein mit der Schweineleber!

Des weiteren haben Nicht-Veganer i.d.R. ohnehin einen höheren B12-Bedarf, da Sie es aufgrund von Fleisch- und Milchkonsum verschleimten Darmwänden weniger gut aufnehmen können und Schwermetalle aus dem Fleisch zusätzliches B12 binden bzw. die Aufnahme behindern.
Grundsätzlich/Ursprünglich ist B12 eigentlich überhaupt kein Problem, denn auf/in intakten Böden kommt es reichlich an und sogar in Pflanzen vor (http://link.springer.com/article/10.1007%2FBF00007957).
Und da liegt der Hase im Pfeffer (!!!), denn "durch Kunstdünger und insbesondere durch den Einsatz von Herbiziden, Pestiziden und Fungiziden, das heißt durch die heute allgemein übliche industrielle Agrarwirtschaft, verarmen die Böden an Mikroorganismen und in der Folge davon leiden sowohl die Pflanzen als auch die Tiere zunehmend an einem Vitamin-B12-Mangel." (http://rohkost.info/2010/06/25/der-b-12-mythos-gehort-auf-den-mulleimer-der-geschichte/)
Es gibt einfach zu wenige intakte Böden, wen wunderts?
Weiteres Problem in diesem konkreten Zusammenhang ist, dass heutzutage vornehmlich vor Eintritt der Reife geerntet wird und die verschiedenen Früchte und Gemüse künstlich nachgereift werden. Die Pflanzen würden das B12 aus dem Boden allerdings erst während des Reifens einlagern, was natürlich beim Nachreifen in Kisten in irgendner Lagerhalle ausfällt.
Und die wenigen Mikroorganismen, die evtl. noch auf eurem Salat, eurem Apfel o.ä. zurückgeblieben sind, werden ABGEWASCHEN, weil ja alles immer schön genormt, geputzt, glänzend und wunderschön sein muss. Dreck oder komische Stellen sind per se "igitt".
Schließlich zur Supplementierung: Das in Apotheken erhältliche B12 ist nur Cyanocobalamin (Zur Herstellung und Wirkungsweise siehe den rohkost.info-Link oben), das vom Körper nicht annähernd so gut verstoffwechselt werden kann, wie die zwei Formen des echten Vitamin B12, und zwar das 5-Deoxyadenosyl-Cobalamin und das Methyl-Cobalamin. Allerdings sind diese beiden biochemisch aktiven Formen von Vitamin B12 lichtempfindlich und werden außerhalb lebender Gewebe durch die sogenannte Photolyse zerstört. Die beiden genannten Formen an natürlichem Vitamin B12 in ihrer biochemisch verwertbaren Form finden sich ausschließlich in Pflanzen und Tieren und können als Coenzym B12 bezeichnet werden.
Das Cyanocobalamin hingegen wird unter Zuhilfenahme biochemischer Prozesse hergestellt und verkauft sich mithilfe von Verunsicherung der veganen/vegetarischen und auch der restlichen Bevölkerung offensichtlich super. Problem hierbei: Im Körper wird der Krempel aufgespalten und es fällt einerseits brauchbares Coenzym B12 an, andererseits allerdings Cyanide wie Blausäure bzw. u.U. sogar Kalium-Cyanid (Zyankali), weshalb auch oft von Übelkeit, Kopfschmerzen etc. nach B12-Einnahme berichtet wird.
Insgesamt ein sehr komplexes Thema, gerade für medizinisch/biologisch nicht geschultes Personal wie mich, aber ich würde mich freuen, wenn ihr ergänzen und korrigieren könntet."
Diana (Diana V SchönSchnell) verfollständigte noch:

"Habe da noch eine Ergänzung: Auch bei uns Menschen kann das Cyanocobalamin (Vit. B12) nur im terminalen Illeum (also dem dritten und letzten Abschnitt des Dünndarmes vor Übergang zum Dickdarm) resorbiert werden. Die Bakterien, die selbst zur Bildung fähig sind,liegen aber nachgelagert im Dickdarm - heißt - das wir das selbstgewonne B12 nicht verwerten können sondern ausscheiden. ( Kühe prod. B12 zB im Pansen - ein Unterschied!)Dazu gibt es viele interessante Studien. 
(http://www.christiankoeder.com/.../sind-darmbakterien...) Sehr interssant auch die Vergleiche der Darmfloren in unterschiedlichen Ländern! Würden wir also,wie manche Primaten unseren eigen Kot essen (oder auch Pferdemist sowie bakterienreichen Waldboden) - hätten wir kein Problem mit dem Vit.B12. Ebenso kann ein Mangel oder eine Störung des Intrinsic-Faktor (IF) für einen Cyanocobalamin-Mangel verantwortlich sein. Dieser wird im Magenfundus von den Belegzellen gebildet, die zB bei best. Auto Immunerkrankungen angegriffen werden. Wenn unklar ist, woher der Mangel rührt kann mit Hilfe des Schilling-Tests (nach Robert F. Schilling, 1953) zwischen Intrinsic-Faktor-Mangel und Resorptionsdefiziten unterschieden werden. Ein weiteres Dilemma ist auch, dass B12 extrem lange in der Leber gespeichert wird - und Symptome erst nach Jahren (!!!) auftreten. Der menschl Körper kann im Idealfll 4 gr Vitamin B12 speichern. Hingegen ist eine Überdosierung nat. praktisch unmöglich - da es wasserlöslich ist. Selbst bei einer zehntausendfachen Überschreitungung der empf. TD kann kein toxischer Effekt nachgewiesen werden. Ich denke,dass man das nicht verharmlosen oder vernachlässigen sollte - es ist meines Erachtens, dass einzige, auf das Veganer achten müssen. Auf der sichersten Seite ist man, wenn man Metyhlcobalamin über die Mundschleimhaut zuführt - sei es durch sublinguale Präparate oder B12 Zahnpasta. (zB: https://vebu.de/.../1274-gut-versorgt-durch-vitamin-b12...) Lg - Diana V SchönSchnell"

Diana hat dann noch eingefügt:

"hier noch eine Tabelle bzgl Cyanid-Gehalt in Cyanocobalamin: http://www.christiankoeder.com/.../nebenwirkungen-von-b12...
(lese mich gerade erst n bisschen rein, komme aber selbst aus dem med.Bereich) - va denk ich, dass zB Martins Aussagen nicht ganz stimmen - Kühe prod.B12 zB im Pansen und können ihn dann auch resobieren /synthetisieren ... soweit ich weiß (mach mich dahingehend weiterhin schlau) Lg Diana"

Natürlich gibt es kein Fazid, ich persönlich habe wenig Ahnung von der "wahren Geschichte" zum Vitamin B12. Ich denke jedoch, das die Panikmache um dieses Vitamin in Verbindung mit Vegetarismus und ins Besondere Veganismus, total unbegründet ist. Ich kenne mittlerweile so viele Menschen die Vegetarier/Veganer sind, viele nehmen gar keine Nahrungsergänzungsmittel zu sich und leben trotzdem noch, die meisten sogar ohne körperliche Einschränkungen. Das was Ernährungswissenschaftler empfehlen ist nicht unbedingt das Non Plus Ultra. Auch die Ernährungspyramide mit ihrem Fleisch, Fisch und Wurstwaren (zwar ziemlich oben an der Spitze, dennoch... ) ist teilweise schon wieder veraltet, während ich das hier schreibe.

Ich denke, wenn ein Vegan lebender Mensch ausreichend Obst und Gemüse ungewaschen aus dem eigenen Garten verzehrt, ist sein Vitamin B12 auch ausreichend vorhanden... das ist meine These, aus dem Grund nehmen wir hin und wieder die Ankermann B12 Tropfen (1 Tropfen am Tag), bauen aber auch ein wenig Gemüse und Obst an.
Vielleicht ist das dem einen oder anderen zu Oberflächlich, mit den Link Seiten unten, zeige ich andere Meinungen auf/Erkenntnisse usw. Ich bin offen und neugierig auf weitere Informationen, überschüttet mich ruhig mit Inhalten, ich sammel sie und füge sie dann hier ein.

Euch ganz liebe Grüße von der Jo vom Tierhof Amoa

Links:

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/vitamin-b12-ia.html

http://www.peta.de/vitaminb12#.U5yHpfl_v3E

http://www.peta.de/vitaminb12#.U5yH3_l_v3E

http://www.vegan.eu/index.php/meldung-komplett/items/vitaminb12_vegan.html

http://veganekinder.de/vitamin-b12

http://vegane-lebensweise.org/gesundheit/vitamin-b12-auf-einen-blick/naturliche-b12-quellen-und-analoga/


Bildquelle:  http://www.veganity.com/de/kapitel02.php

Donnerstag, 12. Juni 2014

Vom guten und vom schlechten Schwein




Ich habe ewig nach einer Satire gesucht die ich einmal geschrieben habe und dank eines defekten PCs nicht mehr wiederfand. Heute in der Veganen Facebook Gruppe in der ich aktiv bin, wurden meine Blogs gepostet mit dem Hinweiß nach meinem Namen auf Google zu suchen.
Ich war echt überrascht, wieviel Seiten, Kommentare und co von mir und über mich zu finden waren und siehe da, auch meine alte Geschichte vom Schwein, habe ich so wieder gefunden.

Und die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.
Ich zitiere einfach mal was ich damals (zu meinen Anfängen als Tierschützerin) auf einem Forum geschrieben habe. Das Ganze ist nun 3 Jahre her, damals war ich noch Vegetarierin....

Viel Spaß beim Lesen und ganz liebe Grüße von eurer Jo vom Tierhof Amoa



OHNE FLEISCH…

(ich erlaube mir hin und wieder mal meine Gedanken und Geschichten hier einzubringen, diese gehört dazu)

Die Entscheidung kein Fleisch (Fisch zähle ich ebenfalls darunter), zu mir zu nehmen, fällte ich als ich etwa 12 Jahre alt war. Damals starb ein Hund sehr elendig, direkt in meinen Armen. Er wurde wohl an der Bundesstraße ausgesetzt und ein Auto erfasst ihn.
Ich spielte sehr gerne im Wald, der Wald war mein Verbündeter, mein Trost und mein Seegen. Damals war ich wieder unterwegs und ich erinnere mich noch gut daran, als ich diesen großen grauen Hund fand. Er zwinkerte noch mit den Augen, bewegte noch seinen Kopf. Ich versuchte ihn in meiner Naivität zum Aufstehen zu bewegen. Aber er bewegte sich nicht mehr. Also kniete ich vor ihm, hielt seinen Kopf solange bis die Krämpfe kamen und er in meinem Armen starb.
Ich blieb eine Weile vor ihm sitzen und weinte in sein Fell. Ich beerdigte ihn nicht so wie ich es hätte tun wollen, dazu war er zu groß und zu stark. Ich bettete Zweige über ihn und legte Butterblumen auf die Zweige. Dann ging ich traurig nach Hause. Damals veränderte ich mich spürbar. Es zwar das zweite Mal das ich ein Wesen sterben sah, zuerst meinen Großvater, dann einen fremden Hund. Damals beschloss ich mit dem Essen aufzuhören.
Natürlich verstand niemand meine Weigerung Nahrung zu mir zu nehmen. Ich aß nur noch Joghurt und Dosengemüse (frisches Obst und Gemüse gab es bei uns nur sehr selten). Irgendwann war meine Großmutter so wütend auf mich, dass ich eine Weile vor meinem Teller sitzen musste, auf dem ein Braten mit dazugehöriger Bratensauce lag. Ich blieb nicht etwa sitzen, ich schrie und warf den Teller samt Essen quer über den Tisch. Das war der Anfang von meinem Vegetarischen Leben.

Es gab auch Fleischzeiten, Zeiten in denen ich mich anpasste an andere Menschen und Orte. Aber besonders wohl fühlte ich mich nie. Als ich dann meinen Ex-Mann kennen lernte, wurde das Fleisch als Nahrung zelepriert. Ich glaube das lag einfach daran, dass er aus einer ganz anderen Familienform stammte als ich, ich kam aus ärmlichen Verhältnissen, er aus wohlhabenden. Ein gutes Steak gehörte für ihn zur Lebensqulität. Am Tisch amüsierte man sich über mein Verhältnis zur Nahrungsaufnahme. Die ersten Jahre meiner Ehe versuchte ich stillschweigend Fleisch zu vermeiden, ich sprach nicht darüber. Aber viel Glück hatte ich mit dieser passiven Haltung nicht.
Erst als ich die Ehe beendete kam ich auch zurück zu meinem Empfinden und zurück zu meiner Ablehnung, tote Tiere zu essen.
Doch dieser Prozess dauerte noch eine Weile an, ich musste erst das nötige Selbstbewusstsein erreichen um diesen Weg fern aller anderer Ernährhungs-Wege zu gehen.

Heute sehe ich es so, die Fleisch-Ernährung tötet bestimmte Empfindungen ab, durch das Adrenalin, das die Tiere vor und während des Tötens ausschütten, wird bei uns Menschen eine Art Taubheit erzeugt. Diese Taubheit wiederrum ist dafür nötig, um das Leid der Tiere nicht wahrzunehmen. Ich habe vor einiger Zeit eine Satire über den Fleischverzehr geschrieben, die ich euch gerne zum Lesen geben möchte.
Desweiteren möchte ich ein wenig aufklären, ein wenig Bewusst machen, dass wir uns Menschen in vieler Hinsicht nicht vom Tier unterscheiden, vorallem das Schmerzempfinden macht uns zu Verwandten. Ich wünschte mir sehr, wir Menschen würden das was uns wirklich von Tieren unterscheidet zu ihrem und unserem Nutzen anwenden, nämlich die Gabe des Mitgefühls. Wir könnten so viel an Schmerz und Pein verhindern, wenn wir einfach das was uns offen steht mit einem Blick für den Nächsten betrachten und nicht nur mit den Blicken auf unser eigenes Spiegelbild. Es gibt so viel Leid auf dieser Welt und wir sehen unser eigenes Leid, das des Menschen. Während Aberhunderte von Tieren täglich misshandelt und geschlachtet werden, während ihr Leid spurlos an uns vorüber geht.

Ich bekomme oft zu hören: “Aber wir essen doch schon Biofleisch” und ich denke dass die Menschen, die darüber nachgedacht haben, dass diese Tiere vielleicht ein besseres Leben erwartet, doch nicht darüber nach denken, dass dies nur UNSERE Vorstellung von BESSER ist und das nur deshalb von Bio gesprochen wird, damit das Essen welches auf unserem Teller liegt, frei von Genen ist, die wiederrum UNS gesundheitlich schädigen können. Vergessen wird, dass es dem Tier einerlei ist, ob es heute genfreies Futter bekommt und morgen geschlachtet wird, oder ob es heute genmanipuliertes Futter erhält und morgen genau wie die Biofleischtiere beim gleichen Metzger landet.
WIR machen die Nahrung und wir können es auch wieder verändern. Um ein Gleichgewicht in dieser Welt herzustellen müssen wir anfangen, uns als das zu sehen was wir sind, ein Teil davon, genau wie das Schwein das im Restaurant an der Ecke auf der Tafel steht, mit Sülze und Kartoffelbrei.
Es gibt Momente da denke ich darüber nach was wohl wäre, wenn es uns nicht gäbe, welche Vielfalt würde es auf diesem Planeten geben und welcher Frieden würde unter den Wolken zu fühlen sein. Eine Welt ohne Mensch ist dann wahrscheinlich wirklich eine bessere Welt. Nur leider bin ich einer der Menschen und ich möchte noch eine Weile leben. - und es gibt Tage, da denke ich oft wie gut es ist, ein Mensch zu sein, der vielleicht etwas verändern kann, das überwiegt dann alles, an eigener Trauer.

NAMASTE
Ich verbeuge mich vor allen Wesen.
Mögen alle Wesen glücklich sein, damit ist auch der Mensch gemeint!.
Und hier nun meine Satire
Vom guten und vom schlechten Schwein
eine Satire von Johanna Schlitzkus



Vom guten und vom schlechten Schwein

Unsere DNA ist dem Schwein sehr ähnlich und deshalb werde ich hier in vieler Hinsicht Vergleiche mit unseren Artgenossen ziehen. Das Schwein ist gar nicht das was es für uns zu sein scheint. Es ist ein kleines rosa Wesen mit flachen Rüssel und Ringelschwanz, ein oft gegessenes, mit Worten belegtes Tier, dass wir immer mal wieder für abfällige Äußerungen missbrauchen.
In Wirklichkeit ist ein Schwein geteilt zu betrachten, es gibt nämlich gute und schlechte Schweine.

Das gute Schwein ist das Tier, das Fleisch und Wurst und einen Schwartenmagen zaubert und zu guten (oder weniger guten) Essen zubereitet wird. Ein Schlachtobjekt unserer Begierde. Das schlechte Schwein ist immer dann die Bezeichnung für Menschen aller Altersgruppen und Nationalitäten, wenn Mensch von Mensch nicht verstanden wird und nicht mehr weiß wie er oder sie sich sonst erwehren soll. Die Sprache ist ein gutes Ventil, Schwein ein oft gehörtes und gewohntes Schimpfwort. Jeder hat es mal gebraucht - davon bin ich überzeugt, und sei es nur als Gedanke. Wir lernen bereits im Mutterleib, dass ein Schwein ein Mensch ist, der etwas unschönes getan oder gesagt hat. Und gleichzeitig lernen wir, ein Schwein ist rosa und hat einen Ringelschwanz und man kann Steaks daraus machen. Außerdem quickt es und grunst.


Damit hört es eigentlich auch schon auf mit dem Lernprozess. Manche Menschen interessiert das Schwein auch aus gesundheitlichen Gründen. Es gibt die Schweinepest, bei Mastschweinen kommt manchmal kein gutes Fleisch zustande, weil die Tiere so viel Adrenalin ausschütten, dass das Fleisch zu Hundefutter verarbeitet wird, wer will schon Hundefutter essen. Also interessiert diese Menschen eine bessere Aufzucht, gutes Futter für die Schweine und dann wird das Ganze mit dem Gütesiegel versehen und kommt als Bio-Ware in die Kühltruhen. Diese Menschen haben dann ein gutes Essen für andere Menschen gemacht und überhaupt sie fühlen sich besser, denn sie haben auch noch etwas für die Umwelt getan.

Das Schwein als Markenware. Man sieht sie manchmal in Plastik stehend, vor dem guten Metzger in der Stadt, lächelnde Schweine mit ihren zartrosa Bäckchen und hocherhobenen Fuß (den rechten versteht sich) der dann auf das Angebot des Tages hinweist. Kennt ihr diese kleinen Plastikschweinchen, achtet mal darauf, sie lächeln immer!
Die anderen die Schlechten, die sieht man nie. Man hört sie nur. Auf halbleeren Gassen, wenn die Lichter der Kneipen langsam verlöschen, dann hört man noch eine Flasche die unsanft auf den Boden fällt und einen lallenden Ausdruck: ” Du Schwein du!” Wen er denn nun mit diesem Schimpfwort betitelt, den sieht man nicht. Denn man nimmt schnell Reißaus, vor dem Betrunkenen an der Ecke. Es interessiert nicht weiter. Die schlechten Schweine die will man nicht, man jagt sie aus dem Garten, oder aus der Tür oder man versucht sie einem Albtraum gleich zu begraben. “Gesagt haben wir doch sowas nicht, nein wir nicht!” Zitat Ende.

Wir wachsen damit auf, mit den guten und den schlechten Schweinen. Mit dem: “Hand vor den Mund und hör auf zu Grunzen!” oder “Iss schön dein Fleisch auf Schatz, damit du groß und stark wirst!”
Uns interessiert nicht weiter woher die Tierchen kommen, wie sie sterben und wie unsere Steaks hergestellt werden. Uns interessiert nur ob ihr Fleisch frisch ist, ob die Kühltheke gut sortiert ist. Ob das Fleisch schön rosa ist (so wie das Lächeln des Metzer-Plastikschweinchens), natürlich das Herstellungsland (Gerda zu Bruna: “Kauf nur nix aus Übersee, der Weg ist zu weit und du weißt nicht wie lange das Steak unterwegs war!”), vielleicht noch das Biosiegel (Sabine zu ihrer Frau: “Für uns nur das Beste! Kauf BIO!”) und natürlich der Preis.
Das ist es was wir bereits als Kleinkinder mitbekommen. Das gute Schwein auf dem Brot in Form von einem kleinen Teddybären. Die sogenannte Kinderwurst.
Doch merkwürdig, wenn ich durch die Reihen der Kinderernährung gehe, die kleinen Gläschen betrachte, da wird mir auf einmal bewusst, da gibt es kein gutes Schwein. Da gibt es Huhn und Pute und sogar vereinzelt Rind, doch kein Schwein. So als ob das Lächeln gar nicht mehr so rosa aussehen würde. Man hat doch tatsächlich das Schwein vergessen - das gute Schwein versteht sich. Und so frage ich mich, warum steckt es nicht in den Gläschen, wenn es doch immer noch in den Theken zu finden ist, als Abgepacktes hinter den Tresen liegt, vergammelte Ware hinter den Kaufhäusern in Containern und auf dem Küchentisch fein zerlegt als Sonntagsbraten, warum also nicht auch in den kleinen Glasbehältern für Kindernahrung. Ein kleines Schwein das singt und auf einer saftigen Wiese tanzt. Warum hat die Werbung das gute Schwein vergessen?
Ich stell es mir so schön vor, rosa auf saftigem Grün der Wiese, mit Butterblümchen in zarten Gelb und über dem ganzen: Gutes Schwein in zartem Buttergemüse.
Merkwürdig oder?

Und deshalb habe ich nachgehakt, klar gibt es das gute Schwein in Babynahrung (ab 4 Monate steht darauf) von Alete und Hipp. Aber niemand kauft es. Und deshalb ist es auch nicht im Sortiment. Ich fragte mich warum kauft es niemand. Und bekam zur Antwort: “Na wegen der Schweinepest (KSP klassische Schweinepest oder ASPV - Afrikanische Schweinepest-Virus) und den Zusatzstoffen die aus dem Schwein gewonnen werden und natürlich der Antibiotika die Mastschweine bekommen und die sich dann im Fleisch absetzt - Ah danke sage ich! Jetzt kapiere ich es! Na klar, man will ja nicht, dass die lieben Kleinen die Schweinepest (oder schlimmeres) bekommen. Verständlich. Nur, warum dann die Kinderwurst, diese - ihr kennt sie sicherlich - mit dem Teddy drauf (Theodor würde sich sicherlich freuen!) Wurden die Zusatzstoffe, die Antibiotika und der Virus dort herausgenommen, vielleicht durch chemische Prozesse zum zersetzen gebracht? Oder ist das ganz Kind gerecht genmutierte Tierchen, nur für diese Wurst gezüchtet?
Eine Antwort habe ich nicht erhalten, ich habe es auch nicht erwartet. Auch keine Antwort warum es noch immer Schweinesteaks von Massentierhaltern gibt und warum auf den Schlachthöfen die Tiere in engen Verschlägen gehalten werden und diese in ihrem eigenen Kot dahin vegetieren, bevor sie psychisch und physisch zerrüttet geschlachtet werden (Human versteht sich!).
Auch keine Antwort, warum wir Menschen zwar auf Packung und Preis achten, bevor wir ein Produkt kaufen. Auf Konservierung und die kleinen E´s und sonstigen merkwürdigen Kürzel die uns nur dann etwas sagen, wenn wir uns die Mühe machen in Google nachzulesen. Wir achten auf versteckten und unversteckten Zucker, ob die Ware getestet wurde und ob es schmeckt.

Aber uns interessiert es nicht ob unser Kind irgendwann nur einen Unterschied zwischen dem Guten und dem Schlechten Schwein kennt, nämlich die Hand vor den Mund zu halten, wenn es Husten muss. Oder sich die Hände nach dem Pipi machen zu waschen, keine Popel zu essen und auf keinen Fall einen Regenwurm: “Bäh du bist doch kein Schwein, nimm den Wurm aus dem Mund!” Stattdessen isst es gute Schweine aus der Tiefkühltruhe oder direkt vom Metzger, Schweinerosa und ganz frisch.
Und hin und wieder schlägt es sein Kinderbuch auf, das vom Bauernhof und da tummeln sich dann lächelnde Schweinchen auf der Wiese oder im schönen Stall. Später dann hat es einen eigenen kleinen Bauernhof mit Pferdchen und Hühnchen und natürlich auch den rosa Schweinchen und die darf es dann auf die Wiese vors Haus setzen.
Und sollten wir intelligente Kinder haben, die dann einen Zusammenhang sehen zwischen der Teddywurst und der Spielzeug-Bauernhof-Schweinehaltung, dann können wir immer noch sagen: “Den nächsten Urlaub verbringen wir dann auf einen richtigen Bauernhof, damit du mal echte Schweine siehst!”. Und natürlich nicht auf einem Masthof, das wollen wir weder unseren Kindern noch uns antun. Das wäre zu unmenschlich. Nein ein Ferienbauernhof in Bayern. Da laufen dann die kleinen und großen Schweinchen auf dem Hof herum und unsere Kleinen können sie dann füttern, biologisch natürlich. Und im Winter, wenn es keinen Gastbetrieb mehr gibt, werden diese dann human geschlachtet und kommen im Sommer auf das Butterbrot (die Wurst ist ohne Verpackung, denn dann müsste ja drauf stehen: Eigene Schlachtung!). Wir achten nur darauf, dass die Schweine ihr Lachen nicht verlieren. Denn Kinder lieben kleine rosa Schweinchen mit einem Lächeln im Gesicht.
Ach ja, die schlechten Schweine, die kommen in meiner Geschichte ja faßt schon zu kurz. Doch spätestens im Kindergarten hören wir sie. Wenn Leon das Spielzeug von Alexander geklaut hat und Alex wütend zur Kindergärtnerin läuft und weint: “Das doofe Schwein hat meinen Laster geklaut!”
Gute Kindergärtnerinnen sagen dann: “Schwein sagt man nicht - Schwein is(s)t man!”
Guten Appetit wünscht Johanna



Johanna Schlitzkus, freie Autorin

Montag, 9. Juni 2014

Wie und wann wird man Fleischesser



Angeregt durch diesen Blogeintrag (Klick den Blogeintrag ;) ).


Viele Veganer sehen sich als "nicht normal" und den Omnivoren als "Normalo".
Interessant in dem Sinne ist, dass die Minderheit endlich mit der Mehrheit einer Meinung ist. Das kommt selten vor.

Wir sind nicht normal.

Die Frage wie man normal wird, steht heute in meinem Blog an erster Stelle.

Wie und wann wird man zum Fleischesser, oder anders,
wie wird man zum Normalo in dieser Gesellschaft.

Kurz ausgedrückt, die meisten von uns werden, nach dem Abstillen, oder kurz nach der Geburt normal.

So sieht der Weg von ca. 99,99% Menschen in Deutschland aus, angeblich gibt es von uns nur 0,01% laut Wiki.
Diese 0,01% entwickeln sich im Laufe der Zeit.
Die wenigsten (hm, vielleicht  0,000000..001% ... mein Dyskalkulativer Zustand macht hier die Krätsche) erleben Vegetarismus oder Veganismus in der Kindheit, der Rest irgendwann während des Erwachsenseins. Manche erst kurz vor ihrem Tod per Nährnahrung (wobei ich nicht genau weiß, was darin enthalten ist... ich stell es einfach mal so in den Raum).

Wir werden also von vorneherein verdonnert zum Normal sein und irgendwann lehnen wir nicht Omnivoren das ab .
So gesehen kann ich Blogeinträgen von Omnivoren nur recht geben, wenn sie behaupten wir sind eben ein merkwürdiges Völkchen.
Das sind wir mit Sicherheit. Denn wir lehnen Leid ab, obwohl wir es nicht verändern können.
Wir klären auf mit Milch und Co, obwohl uns niemand zuhört, bzw. richtige Normalos sowieso ihr Ding machen. Wir sind merkwürdig weil wir gegen Windmühlenflügel kämpfen (wobei ein echter Veganer kämpft nicht mehr, weil er Gewalt ablehnt...also versucht er Windmühlenflügel zu fangen...).
Uns wird vorgeworfen, wir polarisieren die Welt und ja, dieser Vorwurf ist wahr, das tun wir.
Wir kitzeln an Stellen die irgendwie sehr empfindlich sind, denn warum sollten Fleischessende Menschen sonst so viel über uns schreiben, mutmaßen oder gar abwerten.

Irgendjemand antwortete einmal auf die Frage: wieviel Veganer es wirklich gibt:
Zu wenige, um die Welt zu retten - genug, um einen Unterschied zu machen!

Ich glaube der wahre Grund warum sich Omnivoren über Veganer aufregen ist in dieser Antwort zu finden. Es ist der Unterschied der Aufregt, der zur Diskussion anregt, ...

Und dieser Unterschied bringt Omnivoren dazu, zu behaupten wir sind Gutmenschen, oder wir Verzichten, oder wir haben eine Essstörung ;)

Letztendlich ist es egal was wir sind und wie wir zum Veganismus kamen (nee ich wiederspreche mir nicht, trotz meines letzten Blogeintrags.... ), wir haben uns entschieden etwas zu tun, statt zu sagen: "Ändern können wir sowieso nichts"

Auch gibt es oft das Argument: "Ich kann es mir nicht leisten..."

Da stellt sich bei mir die Frage, ja um alles in der Welt, wie sieht eigentlich dein Budget aus, wenn du zum Gemüse und Obst (ich hoffe ihr meint jetzt nicht, ihr könnt euch kein Gemüse und Obst leisten) noch Milchprodukte und Fleisch kauft...

Ich persönlich könnte (wenn ich wollte) mir kein Fleisch leisten... Jedoch hat es für Gemüse, Obst, Nudeln, Reis, Brot und Süsskram usw.  auch gereicht als ich noch Sozialhilfe bekam.

Und schon polarisiere ich wieder... das ist der Unterschied von dem ich sprach.
Wenn man sich mit einer veganen Ernährung auseinander setzt, merkt man schnell, es MUSS auch mit wenig Geld gehen,.Verzicht sollte nicht Bestandteil dieser Ernährung sein, denn dann macht Essens (mir) keine Freude mehr.


Und das schreib ich ganz unmoralisch und emotionslos :) Ich nicht normaler Mensch, die es gar nicht anders haben will...

Freche Grüße an C. R.
Und dem Rest von einer nicht ganz so ernst nehmenden Veganerin (die ja für viele Veganer nicht vegan genug ist).

Liebe Grüße  von der Jo

PS: jetzt kam es mir... wir sollten alle gleich sein, dann gibt es auch keine Unterschiede mehr zu machen, Diskussionen erübrigen sich... Da mach ich mit, kein Ding:
Go Vegan!!! :)


Donnerstag, 5. Juni 2014

Wie und wann wird man Veganer?



Angeregt durch eine Diskussion in der Facebook Gruppe: Tofu Nutte, in der ich seit kurzem Mitglied bin.
Habe ich auf folgenden Beitrag geantwortet. 

Armin Rohm‎ (mit Erlaubnis des Verfassers darf ich seinen Namen nennen)  Tofu-Nutte· 

Ein omnivorer Tierfreund ist ein vergleichbares Phänomen wie der sympathische Choleriker, der „normalerweise ganz anders“ und „in Wirklichkeit voll nett“ ist. Nur manchmal eben überhaupt nicht. Da tickt er komplett aus und behandelt seine Mitmenschen wie ein Stück Scheiße.
Sehr ähnlich der tierliebe Fleischesser: Erst liebkost er seinen Hund („Mein bester Freund und Kamerad.“), dann unterschreibt er eine Petition gegen das Abschlachten der Delfine in Taiji („Diese Japaner, das sind doch gefühllose Unmenschen! Da kann ich doch nicht tatenlos zusehen.“), spendet 50 € an den örtlichen Tierschutzverein („Für das Wohl der Tiere würde ich jederzeit ohne zu zögern mein letztes Hemd geben.“), und dann ….. isst er ganz genüsslich ein Steak – die fleischgewordene Todesangst eines feige hingerichteten, unschuldigen Tierkindes. Moralische Schizophrenie in der Praxis.


Da dies eine rein vegane Gruppe ist, gab es bisher auch nur eine Kritik. Die mich jedoch sehr angesprochen hat (genau wie der Artikel von Armin, mich sehr ansprach).

Die Kritik wurde von einem Mann vorgetragen, der schrieb: "....Wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein".

Wie recht er hat.
Ich schrieb daraufhin.

Ich denke das wir alle so angefangen haben. Das hat nichts mit Steine werfen zu tun, sondern es beherbergt einen Wiederspruch der in vielen Dingen die wir Menschen tun, sichtbar ist (wenn man sich traut hinzusehen). Und ja es ist in gewisser Hinsicht Schizophren. Wir wachsen auf mit der Teilung in Haustiere und Essen. Das Haustier behandeln wir wie unseren besten Freund (manchmal noch schlimmer) und über das Essen machen wir uns nur so viel Gedanken, das wir hoffen wir bekommen keine Schweine, oder Hühnerpest oder Rinderwahn. Irgendwann bekommen wir vielleicht einen Bericht mit, über die Küken die geschreddert werden und regen uns über die Eier auf. Manche von uns kaufen ab da nur noch Bioeier. Dann geht es weiter, vielleicht ist der nächste Bericht ein Artikel über Massentierhaltung...
Meine Erfahrung, das Aufwachen fängt ganz langsam an, wenn man in dieser Tretmühle drin ist, dann ist es das natürlichste der Welt Fleisch, Fisch, Eier und Michprodukte zu sich zu nehmen.So wachsen wir normalerweise auf. Wir werden zum Nichtdenken und Fühlen herangezüchtet. Erst wenn unser Mitgefühl angekickt wird, verändern wir uns.Außer wir werden schon als Kind angekickt, sei es durch die Eltern oder durch Aufklärungskampagnen. 
Meine Tochter ist z.B. Vegetarisch aufgewachsen. Fleisch, Fisch und sogar Eier lehnt sie ab. Aber sie liebt Milchschokolade, da fällt es ihr schwer zu verzichten. Sie weiß über Massentierhaltung in der Milchindustrie bescheid, aber sie hat noch keine Erfahrung zu dem Begriff gemacht. Demzufolge ist es eben nur ein Wort, aber kein Gefühl.
Wir lernen nur durch Gefühle, durch Mitfühlen. Erst dann verändert sich unser Blickwinkel.

Und angeregt durch diese Diskussion ein paar Fragen die ich mir selbst beantwortet habe:

Wie wird man Veganer?

Ich denke es hat viel mit der eigenen Entwicklung zu tun, gleich einer inneren Betrachtung seines Selbst.
Veganer wird man nicht, weil irgendwer sagt: "Fleischessen ist schlecht!"
Es bedarf weit aus mehr.
Einige Menschen lehnen tierische Nahrung aus Gesundheitlichen Gründen ab, es geht ihnen körperlich sehr schlecht, so dass eine Ernährungsumstellung die einzige Lösung ist..
Andere wiederum engagierten sich im globalen Tierschutz und erleben das Leid der Tiere (Nutz, wie Haustiere, eben aller Tiere) intensiv und real.
Dann gibt es noch die Jenigen die mit Tierschutz nichts am Hut haben, aber sich jeglichen Hitverdächtigen Gesellschaftlichen Veränderungen anschließen, denn Vegan ist momentan in.

Die ersten bleiben vielleicht nur solange der veganen Ernährung treu, bis sich ihr gesundheitlicher Zustand verbessert.
Die letzten nur solange es eben weiterhin In ist, denn sie möchten ja dazu gehören zu einer In-Gesellschaftsschicht, mitreden und auffallen, spielt hier eine große Rolle.

Die mittlerer Gruppe erlangt ihre Ernährungsumstellung aus Mitgefühl.
Hier spielt das Erkennen und Wahrnehmen eine große Rolle. Zu begreifen, das ein Tier leidet, ganz egal ob es nun in einem Bio zertifizierten Betrieb lebt, oder eben in einer Massenhaltung auf engstem Raum. Der Unterschied ist vielleicht für uns Menschen relevant, aber nicht für das Tier, das unter den Bedingungen leidet.

Der Blick der sich verändert, geht vom eigentlichen menschlichen weg, hin zum Tier selbst. Die Veränderung findet dahingehend statt, das wir uns mit dem Tier identifizieren, wir machen vergleiche - wie würden wir uns in einer solchen Situation fühlen?
Wie geht es uns, wenn wir eingesperrt sind, wenn wir misshandelt werden, wenn wir vergewaltigt (eine Befruchtung mit der menschlichen Hand, ist nichts anderes. Das Tier selbst hat keine Chance sich dagegen zur Wehr zu setzten. Es muss diese Prozedur über sich ergehen lassen) und dann letztendlich getötet werden.

Dieser Blick hat viel mit Erniedrigung zu tun. Wären wir in einer solchen Situation, würden wir Scham, Angst, Wut, und letztendlich ein Aufgeben empfinden. Erniedrigung dem eigenen Leben gegenüber. Wären wir in einer solchen Situation würden wir Hass empfinden, dem Peiniger gegenüber.

Wenn der Mensch anfängt sich mit dem Leid des Tieres zu identifizieren gibt es keinen Schritt mehr zurück. In diesem Moment passiert das was ich persönlich Verschmelzung nenne.
Mensch und Tier werden eins.
Und dieser Moment ist auch entscheidend, für eine kompromisslose Einstellung zum Veganismus.

Es fängt vielleicht damit an, das man Fleisch, Fisch und Eier weglässt. Doch je intensiver man sich mit dem Leid der Tierwelt auseinander setzt, desot klarer wird auch der Weg Milchprodukte wegzulassen.

Und nun kommt der ABER Punkt.

Warum gibt es so wenig Veganer?

Die Antwort ist einfach, wir wollen kein Leid!
Wir wollen uns nicht mit dem Leid anderer Wesen identifizieren, wir wollen nicht mitfühlen.
Leid bedeutet immer Glücklosigkeit. Im Leid ist man unglücklich, traurig, frustriert, depressiv.
Logische Folge daraus, wir umgehen das Leid, indem wir es ignorieren.

Das ist etwa vergleichbar mit der Zigarettenpakumg auf der steht, das man Kebs bekommen kann.
Wir lesen es, aber wir ignorieren es. Weil die Lust (Sucht) eben stärker ist.
Würden wir uns damit identifizieren, würden wir das Rauch aufgeben, eben aus Angst vor Krebs.

Der Verzehr von Fleisch ist also nichts anderes als der Rauch einer Zigarette, oder der übermässige Konsum von Bier, Wein usw.

Auch hier lässt sich niemand eines Besseren belehren, obwohl es mittlerweile 1,3 Millionen Alkoholkranke in Deutschland gibt.

Menschen wollen nicht mit unangenehmen Dingen konfrontiert werden, unangenehm ist die Vorstellung die Leber wird vom Alkohol zerfressen, unangenehm ist die Vorstellung die Lunge zersetzt sich selbst, durch das Jahrelange Rauchen von Zigaretten.
Und unangenehm ist auch zu sehen, wenn ein Tier leidet.
Aus dem Grund schauen Menschen weg, drehen sich um.
Hören weg, legen Zeitungen mit Informationsmaterial beiseite. Sagen offen: Das interessiert mich nicht.

Und wenn sie konfrontiert werden mit Menschen die bereits "infiziert" sind, durch das globale Mitgefühl eines Tieres und ihr Mitgefühl offen vor sich tragen, in Form ihrer Ernährung oder politischen Einstellung, werden diese Ausgegrenzt oder gar angefeindet.
Denn ein Fleischessender, Zigarette Rauchender, Alkoholtrinkender Mensch usw. fühlt sich dadurch bloßgelegt, schuldig, minderwertig, gestört und letztendlich konfrontiert mit etwas das er mit aller Macht von sich weghalten will.

Vielleicht empfinden sie für einen kurzen Moment ein Gefühl des Unbehagens, wenn sie in ihre Bockwurst beißen. Aber das gibt sich wieder, wenn sie in Gesellschaft von anderen Fleischessern sind. Das ist die Normalität und aus dem Grund gibt es noch so wenig Veganer.

Der Mensch verändert sich ganz langsam, einer Evolutionsstufe gleich. Unsere Gesellschaft verändert sich dadurch langsam. Mitgefühl ist etwas sehr heikles, die Erwartungshaltung nach diesem Gefühl ist immer noch sehr groß.
So erwarten Menschen etwas zu bekommen, wenn sie etwas geben, sei es materieller Natur oder eben Gefühlsmässiger.
Ein Tier kann jedoch nicht die gleichen Ansprüche erfüllen wie ein Mensch.

Die meisten Menschen leben ihr Mitgefühl in Gesellschaft von Menschen aus.
Gerade auf Facebook erlebt man oft ein Hochjubeln und Hochloben, wenn Mensch etwas tolles vollbracht hat. Das tut gut, das Mitgefühl wird dann zu einem Handel: Ich tue etwas und ich bekomme etwas zurück

Im Tierschutz verhält es sich anders. Ich tue etwas und wenn ich Glück habe, überlebt das Tier, aber oft genug stirbt es auch früher oder später.
Das Zurückgeben von Gefühlen, einem Danken, ist nicht Sinn und Zweck unseres Handelns.

Als Tierschützer wissen wir nie wieweit wir Erfolge im Sinne von: "Überleben des Tieres" sichern können.
Es bleibt beim Geben und hinterlässt ein Gefühl von Trauer, wenn das Tier stirbt.

Wir lernen dadurch etwas ganz besonderes, der Handel von Geben und nehmen findet in uns selbst statt und ist nicht mehr abhängig von anderen.
Wenn wir erleben, das ein Tier überlebt, oder das es einem Tier gut geht, schüttet das Glückshormone aus.
Die gleichen Glückshormone die auch durch andere Menschen ausgeschüttet werden, die uns loben.

Wir lernen auch, das ein DANKE von anderen nicht wichtig ist. Weil wir das was wir tun, für jemand tun, der nicht unsere menschliche Sprache spricht. Sein Danke ist für uns oft nicht sichtbar und doch ist es da, wenn es dem Tier das wir betreuen gut geht, wenn es überlebt und alt werden darf. Wenn es in Sicherheit ist.

Das ist ein Danke genug.

Ein Veganer zu sein, bedeutet sich dem Leben zu stellen. Dem eigenen mit all dem Suchtpotential das in uns schlummert, wie dem der Mitlebewesen die auf dieser Welt leiden.
Veganer zu sein bedeutet auch sich zu konfrontieren mit dem was man will. Käse ist für viele Veganer anfangs ein Verzicht. Aus eigener Erfahrung weiß ich, das verändert sich mit der Zeit.

Ich z.B. werde nie ein perfekter Veganer sein, ich nehme Medikamente und ich achte nicht so sehr auf Palmprodukte und co. Kurzum ich lebe zwar bewusst, aber noch nicht ökologisch und wertfrei.

Das einzige  (das wird sich auch noch verändern mit der Zeit) das mich zum Veganismus treibt, ist das Wissen um das Leid der Tiere - ist die Pflicht Tieren ein gutes Leben zu bieten. Vegan zu leben bedeutet das Tierleid Global zu betrachten. Ich versuche dabei nicht allzu dogmatisch vorzugehen, doch ist es mir sehr wichtig eine Vorbildfunktion zu haben, für meine Tochter, die seit Geburt an Vegetarierin ist und mit mir und meiner Frau seit einem Jahr Vegan (so gut wie) lebt.

Ich erlebe ihre Welt mit einer Natürlichkeit (sowohl in der Ernährung als auch im Verständnis für Tiere) die es in meiner Kindheit nicht gab. Das bewundere ich sehr. So zeigt sie mir täglich wie leicht es ist, Vegan zu leben.
Gleichzeitig ist die Leichtigkeit das Resultat unserer Art mit Tieren umzugehen. Auf unserem Hof leben auch ehemalige Nutztiere ein Leben in ( räumlich eingeschränkter) Freiheit.
Das ist es was uns vorantreibt, was den Veganismus fördert und fordert. Ein Huhn zu halten mit einem guten Gewissen, bedeutet eben auch Abschied zu nehmen von Hühnerfleisch und Eier.
Ein gutes Gewissen habe ich nur, wenn ich merke, dass es meinen Mitlebewesen gut geht, sie leben dürfen und alt werden dürfen.
Denn eines darf man als Mensch nie vergessen.

Wir sind für ihr Leben verantwortlich. Ohne uns Menschen würden sie anders leben, freier und ungezwungener, oder eben gar nicht. Da viele Tiere nur deshalb gezüchtet wurden, um uns zu dienen und für uns zu sterben.
Diese Sicht ermöglicht es mir, auf Dinge wie Eis und Milchschokolade zu verzichten. Mich mit Ernährung so auseinander zu setzten, das ich nach und nach begreife, was meinem Körper gut tut und was nicht.

Diese Sicht ermöglicht mir auch, mich mehr mit mir auseinander zu setzten, mich intensiver wahrzunehmen und mich letztendlich so anzunehmen wie ich bin.

Vegan zu leben ist nicht beschränkt auf die Ernährung. Es ist eine Lebenseinstellung, die beim Essen anfängt und beim globalen Blick auf diese Welt und ihre Lebewesen aufhört.
Vielleicht höft es auch gar nicht auf sondern geht weiter, karmisch gesehen. Aber das kann ich nicht beurteilen.

Vegan zu leben bedeutet, das wir uns verändern. Von einem süchtigen Menschen zu einem freien Menschen.
So sehe ich es...
Und so versuche ich zu leben.

Das Leid ist für mich ständiger Begleiter. Das erlebe ich täglich auf meinem Weg durch unseren Hof. Gestern noch war alles ok und morgen kann schon wieder ein Tier so krank sein, das sein Leben gefährdet ist.

Glück in dem was man tut, nicht indem was man erhält, nachdem man etwas getan hat - das ist mein persönlicher Weg- da möchte ich hin, trotz Leid.

In dem Sinne

Alles Liebe eure Jo vom Tierhof Amoa



Bilduelle: Das Bild stamm von mir. Es zeigt eine Kuh die einen Moment aus ihrer Zwangshaltung ausbrechen konnte, sie sah die Freiheit durch ein winziges Fenster. Ihr Blick sagt mehr als 1000 Worte  ausdrücken können...

Freitag, 23. Mai 2014

Toffi und TomTom suchen kein Zuhause mehr



Eingefügt am 5.6.2014
TomTom und Toffy dürfen bleiben!

Toffy und TomTom (Toffy ist grau gestrohmt und TomTom schwarz weiß) kamen mit ihrer Mama Bommel am 21 Mai 2014 zu uns auf den Tierhof Amoa. Die beiden sind ca. 10 Wochen alt und Stubenrein. Sie können ab Ende Juni/Anfang Juli gegen Vorkontrolle (Nachkontrolle nach der Adoption), Schutzgebühr und Schutzvertrag
adoptiert werden (bitte nur Katzenerfahre melden).
Ich gebe die beiden NUR gemeinsam ab. Sie sind geimpft, gechipt und entwurmt.
Toffy ist sehr neugierig und ( jetzt schon nach zwei Tagen bei uns) verschmust. TomTom ist ängstlich, er kennt Menschen noch nicht so gut und ist daher zurückhaltend. Die drei Katzen lebten auf einem stark mit LKW und Palettenträger befahrenen Firmengrundstück. Der Firmeninhaber kontaktierte uns und bat um Hilfe. Mama Bommel kann auf dem Tierhof bleiben. Für die beiden kleinen Mäuslein wünschen wir uns eine liebevolle Familie. Keine Einzelhaltung, keine reine Wohnungshaltung!
Kontakt:
Johanna Schlitzkus
Tierhof Amoa auf Facebook
www.tierhof-amoa.de
TierhofAmoa@gmail.com

Donnerstag, 22. Mai 2014

Neues von unserem Tierhof


Eigentlich haben wir einen Aufnahme Stopp, aber...

Gestern Mittag rief mich die Sekretärin einer Firma (ansässig hier im Ort) an, sie erzählte mir, dass auf dem Firmengelände eine kleine Katzenfamilie lebt und zwar recht gefährlich, denn es wird von Pallettenfahrzeugen und LKWs befahren. Sie bat uns zu helfen.
Da wir bereits einmal von der Firma eine großzügige Spende erhalten haben, wusste ich auch, dass es ihnen wirklich um die Tiere ging. Also Stopp hin oder her, wir fuhren gestern Abend hin und fingen die Katzen ein. Keine leichte Aktion... Ich bin froh, dass wir das gemacht haben, denn die Paletten werden mehrfach hin und her gefahren und die Kleinen hatten dort ihren Schlafplatz, was das Ganze recht Gefährlich machte. Auch nehmen wir an, das die Kleinen nicht die einzigen Babys der Mama waren...

Alle drei sind wohlauf und überraschenderweise sehr verschmust. Zuerst versteckten sich die Kleinen unter der Kommode und die Mama saß auf dem Schrank. Doch mit einigen Leckerlies und sanften Worten ließ sie sich streicheln, mittlerweile sind wir richtige Freunde geworden und im Laufe der Nacht gab es viele Kopfstupser und Beinstreichler.

Heute Morgen gegen 4 kamen dann auch ihre kleinen Babys zum kuscheln.
Eine ganz süsse Bande die wir jetzt haben.

So sah Mama nach 10 Min. noch aus:

Ängstlich und zum Angriff bereit.

Und das ist Mama nach einer halben Stunde:

Die Kratzer stammen übrigens von ihr ;)




Die drei haben Milben und sind super verdreckt.
Heute ist eigentlich geplant mit ihnen zu unserer Tierärztin zu fahren... ich hoffe ich bekomme sie ohne weitere Schwierigkeiten in den Katzenkorb.

Namen haben die drei noch nicht...

Aber so wie es aussieht haben sie ihren Platz auf unserem Tierhof Amoa gefunden :)

Grüße von Jo vom Tierhof Amoa

Samstag, 17. Mai 2014

Realitäten und Träume ...



Flecki und Schwarzi am Entspannen ... Bald bekommen sie endlich ihr richtiges Zuhause.
Momentan leben sie noch auf unserem Balkon.


Ich könnte nicht mehr aufhören! Manchmal tut mir alles weh und dann denke ich, ich hab hier nur 40 Tiere, wie machen andere das... aber es ist egal wieviel Tiere man pflegt und hochpeppelt, es zählt jedes einzelne Seelchen. Jedes Lebewesen hat die berechtigung auf LEBEN und Unversehrtheit. Ich ärgere mich oft über Menschen, die dies nur für sich selbst in Ansprpuch nehmen. Seit dem ich hier meine Arbeit mache, hat sich mein Gefühl gegenüber Menschen verändert, ich sehe sie mit anderen Augen, ich sehe mich mit anderen Augen. Wir sind eine Plage, wir sind unberechenbar und zerstörerrisch. Unser Ego ist wie eine Welle die alles niederschwemmt. Wir Menschen gehen über Leichen, wenn nicht über unsere Eigenen, dann auf jeden Fall über die der Tiere auf diesem Planeten.
Ich sehe den Menschen sehr real, ich sehe mich sehr real. Der Mensch wird für sich niemals ein Insektenspray benutzen, aber das müsste irgendwer, wenn diese Welt mit ihrer Artenvielfalt überleben will. 
Ich weiß viele werden jetzt entsetzt sein, über meine Worte. Es spiegelt  nicht Bild dar, das man von mir Buddhistin gewonnen hat. Toleranz und Achtsamkeit allem Leben gegenüber, spielen immer noch eine große Rolle. Doch hat sich bei mir die Waage verändert, während früher der Mensch ein Stück höher lag, als ein Tier, ist es nun umgekehrt. Mir ist bewusst geworden, wie wenig Chancen Tiere haben, seid es uns gibt. Sie werden gejagt und misshandelt, sogar sexuell missbraucht. Erschlagen und getötet und zuletzt noch ausgenommen und gefressen.

Wenn wir Bilder von Löwen sehen, die Babyantilopen hinterher jagen und töten - höre ich ein Ah und Oh und irgendwo werden Taschentücher herausgekramt weil wer Mitleid mit der Antilope verspürt. Das Gesetz der Natur... Wir Menschen jagen und schlachten täglich Abermillionen Tiere ab. Und diejenigen die Ah flüsterten essen sie in Form von Wurst und Fleisch.

Mitgefühl kennt man heutzutage nur noch durch Fernsehen und die Reportagen die dort laufen. 

Seid dem ich Tierschützerin bin, hat sich viel verändert in meinem Leben. Ich trage täglich meine Trauer. Und ich kämpfe gegen Windmühlenflügel. Hätte ich mehr Platz, Hände, mehr Helfer würde ich vielleicht mehr machen können. Aber so bleibt eben vieles ungemacht.
Ich habe noch Träume, ein Traum ist, irgendwann ans Meer zu ziehen, dort kann ich mich auftanken und dort hätte ich gerne einen Restbauernhof, den ich zum Tierhof umzunktioniere. Ich träume davon jemand sponsert mir eine Million und dann geht es los, wir verkaufen unser kleines Haus und gehen nach Ostdeutschland, denn dort sind die Bauernhöfe erschwinglich. Und dort bauen wir mit anderen Menschen einen veganen Selbstversorgerhof auf. Und dort leben wir dann mit vielen Tieren gemeinsam auf einer kleinen Arche Noah.
Das ist mein Traum und an dem halte ich fest.


Ich brauche nicht mehr so viel wie früher, keine Anerkennung, kein Lob. Mein Stolz ist kleiner geworden, auch meine Beziehung zu Wert und Geld. Das alles ist mir egal. Klamotten sind mir egal. Es ist mir sogar Egal ob ich in Hundescheiße getreten bin. Ich habe früher ein komplett anderes Leben geführt, nie hätte ich Erde ohne Handschuhe angefasst, heute greif ich auch mal ins Hasenklo und hole die Kötel so raus. Es hat sich alles in mir verändert, mein komplettes Leben, meine Vorstellung von Leben und Tod. Die Art wie ich mich kleide... Schönheit hat auf einmal ein anderes Gesicht, ein Gesicht das mich anstrahlt,machmal ohne Augen....


Es macht mich unglaublich Glücklich, das meine Frau und meine Tochter genauso denken.
Gestern haben wir ein Huhn beerdigt, wir waren zu dritt dabei, ich, Britta und Shaya. Und Shaya sang.
Heute möchte sie zu einem Vortrag für Kinder gehen, dort wird erklärt wie man Kaninchen hält.
Sie ist 6 Jahre alt und weiß manchmal Ding die ich nicht weiß. 
Sie hilft jeden Tag mit auf unserem Hof und vorgestern hat sie mit mir die Kaninchenställe sauber gemacht, einfach so. Ich sagte: "Ich gehe raus und mache die Ställe sauber!" und meine Tochter fragte: "Mami darf ich helfen?".

Und sie half wie eine Große. sie schippte Streu und Heu aus dem Stall und brachte die Eimer zum Komposter und das bestimmt 15 mal, denn wir haben zwei Kaninchenställe und beide mussten Sauber gemacht werden. Dann holte sie das Streu. Wir waren bestimmt zwei Stunden beschäftigt.
Sie half mir wie eine Große und ich kann euch nicht sagen, wie stolz ich auf sie wahr. Sie ist 6 Jahre alt und hat jetzt schon so ein großes Herz und so viel Verantwortungsbewusstsein. 

Ich glaube nicht, dass es an unserer Erziehung liegt. Klar muss sie helfen, ich brauche sie z.B. wenn ich den Katzen futter gebe, allein ist das unmöglich, weil unsere Katzen einfach über Tische und Bänke springen, wenn sie sehen was ich da mache. :)

Ich träume von einer Tierküche, Vorbereiten der Speißen außerhalb meiner Küche, das wäre total klasse, dann hätte ich mehr Ruhe beim Füttern und auch für unsere Tiere wäre es stressfreier.

Aber der größte - hoffentlich bald erfüllende Traum ist, dass unsere Volieren bald fertig werden. Ich möchte endlich das unsere Kaninchen ein schönes neues Zuhause haben und ich möchte, dass unsere behinderten Katzen einen Platz im Freien bekommen.
Momentan arbeiten wir nur zu zweit an den Volieren, was alles ein wenig erschwert und sich hinziehen lässt.
Aus dem Grund suchen wir noch Helfer. Menschen die uns ihre Zeit und Kraft ausleihen. 

Bei meiner Art den Mensch in seiner Ganzheitlichkeit zu sehen, wird das schwierig sein jemanden zu finden...
Das weiß ich.

Aber auch bin ein Mensch und ich weiß, es gibt noch viele andere, die sich über das Ego hinweg setzen und ihre Arbeit dem Leben auf diesem Planeten witmen. 
Die erkennen, dass der Mensch nur ein kleines Staubkorn ist und nur wenn man alle Lebewesen zusammen betrachtet, ergibt sich ein Gesamtbild - unsere Erde.

In diesem Sinne:
Wer interesse hat, auf unserem Hof mitzuarbeiten, oder mit uns einem Traum zu träumen, irgendwann einen Dreiseiten Bauernhof in Ostdeutschland zu kaufen um daraus ein Paradies für Tiere zu machen, der kann sich gerne melden.
Wir brauchen Dringend Menschen die noch Träumen können...

Namasté
Euch alles liebe von Johanna vom Tierhof Amoa

Sonntag, 6. April 2014

Eine Bitte an alle die uns Unterstüzen möchten

Spendenbitte


Da unsere Spenden zur Zeit ein wenig Rückläufig sind, haben wir eine kleine Spendenbitte, für alle die unseren Tierhof gerne unterstützen möchten:

Wir benötigen dringend folgende Sachspenden

Für unsere Tiere:

Katzenfutter

Katzenstreu (Cats Best)

Eine Kratzbaum (gerne auch gebraucht)

Einstreu für die Kaninchen und

Einstreu Pellets für die Kaninchentoiletten


Für den Bau unserer Volieren:

Schrauben und Dübel jeder Stärke

Mauersteine (gerne auch gebraucht).

Wer möchte kann sich gerne an unserem Wunschzettel von Amazon orientieren.

Amazon Wunschzettel Tierhof Amoa

Im Vorraus schon mal herzlichen Dank!!

Euere Johanna vom Tierhof Amoa


Mittwoch, 26. März 2014

Kinderlogik über Waldrodung, Waldsterben ...





Meine Tochter heute morgen im Bad


"Mami woraus wird Klopapier gemacht, aus Papier oder?"

"Ja Schatz!"

"Und Papier wird auch Baum Wolle gemacht?"

"Unteranderem Ja!"

"Das ist nicht gut für die Umwelt, das nimmt den Vögeln ihren Platz weg, Spechte und so. Die Steinzeit war viel besser, da wurde alles aus Steinen gemacht und die Tiere konnten Leben. Und wenn sie Holz genommen haben, dann nur Zweige die runter gefallen sind, weil die hatten ja keine Säge!"

Ich konnte nicht viel sagen, das hat mich unglaublich berührt, dass meine 6 Jährige Tochter sich mehr Gedanken um die Umwelt macht, als viele Erwachsene... Und das, obwohl wir mit ihr nie über Umweltprobleme und co. gesprochen haben. Vielleicht sollten wir das jetzt anfangen, interesse ist auf jeden Fall da.
Sie beschäftigt sich mit vielen Fragen, auch warum "Autos so einen Dampf nach hinten raus lassen"?
Warum Menschen "so viel in den Wald wegwerfen, dazu gibt es doch Mülleimer".
Warum es den Begriff "Nutztiere" gibt, "Aber Mami die sind doch nicht zum Essen da, die wollen doch auch Leben!"

Warum es Menschen gibt, die anderen weh tun: "Ich will niemanden weh tun, dann bekomme ich auch nicht weh getan!"

Fragen die Kinder sich stellen und über die wir Erwachsen hinweg sehen, als würde es das nicht geben. Gewaltszenen  die tagtäglich über unsere Netze laufen, die uns begleiten. Die nehmen diese sensiblen Kinder auf und wenn niemand ihnen erklärt, das ein Leben auch ohne Gewalt möglich ist, wird es für sie zur Normalität.

Unsere Tochter zeigt uns jeden Tag, anhand ihrer ausgesprochenen Gedanken und Gefühle wie sie die Welt erlebt. Es ist wichtig zuzuhören, was uns Kinder erzählen. Durch sie erkennen wir unsere Fehler, durch sie erleben wir unsere Welt so wie sie wirklich ist. Wir schauen durch unsere Kinder genauer hin. Unser Tunnelblick wird klarer.

Als sie sagte: "Baum Wolle" dachte ich erst sie meint die Baumwolle, aus der die Pullis bestehen, aber ihr Blick war tiefer und das wurde mir erst klar, als sie von Steinzeit erzählte und das es dort den Tieren besser ging.

Ich sah sie überrascht an und war sehr gerührt.
Dieses kleine Mädchen, das erst seit 6 Jahren auf dieser Welt ist, erzählt mir Erwachsene wie sehr Tiere unter dem Absterben unserer Wälder durch uns Menschen leiden.... 
Das hat mich betroffen gemacht, denn sie wusste instinktiv, das es einmal besser gewesen sein muss. Ohne das wir je über die Zeit vor dem großen Waldsterben und den Waldrodungen  gesprochen haben.

Wir sollten mehr auf unsere Kinder hören, sie sprechen eine Wahrheit die wir längst vergessen haben ....

In diesem Sinne

Macht Ohren und Augen auf ...
Eure Kinder sagen euch wie diese Welt läuft....

Alles liebe eure Jo