Donnerstag, 3. Juli 2014

Tagebuch - Gedanken zum Tierrecht....

in Verbindung zum Buddhismus...

Heute hatte meine Frau Geburtstag also haben wir uns kurz entschlossen nach Frankfurt zu fahren, wir waren mit unserer Freundin Marie im EdelKiosk Frühstücken, Anna hat was super leckeres für uns gemacht, nämlich veganen Flammkuchen... echter Hammer, zum Nachtisch gab es einen Kirsch-Schoko Muffin. Danach wollten wir eigentlich nach Hause fahren und arbeiten. Aber da dachten wir uns, wenn wir schon mal in Frankfurt sind können wir auch mal kurz nach Bornheim, ins Veganz  fahren. Dort haben wir dann die Nahrungsmittel eingekauft, die wir sonst nirgends bekommen (und bestellen müssten) und jeder hat ein veganes Eis gegessen. Natürlich selbstgemacht. Ich hatte ein Gurken-Ingwer-Minz Eis, nachdem ich meine Frau probieren ließ, hat sie das gleiche Eis mit Chiasamen genommen... SUPER LECKER - ich weiß es liest sich eigenartig, aber ich habe wirklich noch nie so ein gutes Eis gegessen, ich war hin und weg. Shaya hatte ein Beereneis mit Kokos und Schokosauce, was sie ebenfalls super lecker fand ("viel besser als ein Eis mit Milch"!!!) Danach sind wir noch mal kurz beim Biospahn-Vegan vorbei  - es war uns alles zu "Vleischig" trotz Vegan. Aber es war interessant zu sehen, was man für vegane Alternativen  herstellen kann und das es letztendlich nicht vom Fleisch zu unterscheiden ist. Und dann waren wir noch kurz in einem Kleinen Veganen Kaffee (ich habe den Namen leider vergessen) super süss eingerichtet, ganz in Weiß und sehr fein... ich habe dort nur einen Latte to Go mit Haselnussmilch mitgenommen. Wir waren einfach vom Edelkiosk und vom Eis so satt. Unsere Tochter ist dann im Auto eingeschlafen und ich war kurz davor.

Solltet ihr aus der Nähe von Frankfurt sein, es lohnt sich wirklich einen Auflug zu machen, alleine das Edelkios (das erste vegane Kaffee in Frankfurt) ist schon ein kleiner Ausflug wert. Ich war bisher (glaub ich) drei mal dort und jedesmal hatte ich das Gefühl, ich sitze in einem Wohnzimmer und lasse den Tag verstreichen, mal unterhält man sich mit anderen Veganern, mal liest man eine politische Zeitung oder stöbert in den vielen Büchern. Nach dem Frühstück fühle ich mich gestärkt und irgendwie voller Energie. Ich liebe es!!!

Ein toller Geburtstag geht nun zu Ende... Frankfurt ist für uns wie eine andere Welt. Ich tauche ein und komme wieder hervor, teils Müde aber voller Eindrücke. So haben wir gemerkt, das sich wieder alles mögliche Verändert hat. Die Stadt wächst täglich und es gibt mittlerweile so viele Vegane Restaurants (in denen wir nicht waren), Ein kleines Schlaraffenland für sich. Ich habe vor vielen Jahren in Frankfurt gewohnt, ich kann mir das nicht mehr vorstellen in Frankfurt zu leben. Die Wolkenkratzer erscheinen mir immer großer und voluminöser und ein ausgefallener Glasbau steht neben dem nächsten. Die Straßen sind voller Menschen und Autos und es riecht in jeder Ecke anders. Wenn ich in  Bornheim auf der Bergerstraße  laufe komme ich mir vor wie in Palma oder einer anderen südländischen Stadt. Überall sitzen Leute an kleinen Tischen. Eine Frau saß mit einer Föhnhaube auf einer Bank und telefonierte, während hinter ihr der ganz normale Friseuralltag weiter ging. Für mich Landei ist es, als würde ich in eine andere Welt eintauchen, eine geschäftige stressige Welt voller Menschen und Essen und voller Geld das über die Ladenkassen fließt.

Im Edelkiosk unterhielt ich mich mit einer Frau die in einer WG wohnt und dort für ein 20qm großes Zimmer über 300,- Euro zahlt. Ich zog geschockt die Luft ein, für so viel Geld bekommt man bei uns eine komplette 2 Zimmer Wohnung von 60qm. Sie sagte, das es billig sei, ich fühlte mich wie ein Alien aus einer anderen Galaxie. Auch erfuhr ich zu meinem Entsetzen, das Taubenzüchter ihre Tauben hunderte Kilometer entfernt von ihrem Zuhause aussetzen, damit sie einen Wettkampf gewinnen können, wenn die Stärkste wieder den Weg in ihren Bau findet.  Viele dieser Tiere schaffen den Flug nicht und sterben qualvoll. Ich musste mehrfach schlucken, ich hatte Tränen in den Augen, ich schluckte sie runter. Meine Frau fragte dann später: "Was hast du denn gedacht, warum Tauben gezüchtet werden?" und ich sagte leise... "Weil man die Tauben mag, weil man es liebt, dass sie in Formation über das eigene Dach fliegen...". Meine Frau sah mich lächelnd an, wie man ein Kind tröstend anlächelt, dann strich sie mir über den Arm. Ich kenne das von unseren Tauben hier im Ort, sie fliegen täglich über die Dächer, umkreisen unseren Ort und fliegen dann wieder nachhause. Ich fühlte mich so dermaßen Naiv und wieder tut sich ein Abgrund auf und wieder fühle ich diese Trauer in mir, die mich immer mehr von Menschen entfernt.

Als wir hier wieder ankamen, verstand ich noch mal um so mehr, den Ausdruck meiner Frankfurter Freundin die immer mal wieder sagt: "Ihr seid meine Insel" Ich kam hier an und eine Ruhe empfing mich. Der Odenwald lullte mich mit seiner Schönheit ein und ich hatte das Gefühl wieder da zu sein, in meinem Zuhause, in meiner Ruhe und meiner Gelassenheit. Ich habe, kaum das ich hier war, meine Klamotten gewechselt, die Frankfurter Schnelligkeit und Lautstärke, gegen die Ruhe hier...

Ich bin Daheim!

Dennoch fühle ich in mir den Zwiespalt der immer größer wird, das eine ist meine Religion, der Buddhismus, das andere der Kampf um die Rechte der Tiere. Der Spalt der sich auftut, hinterlässt in mir ein Gefühl von Einsamkeit. Ich bin wütend und traurig und ich weiß nicht wohin mit diesen Gefühlen.
Ich merke immer mehr, das ich ein Mensch wie jeder andere Mensch bin. Auch in mir schlummert die Gleichgültigkeit gegenüber unseren Mitlebewesen, in dem Fall den Menschen.

Je mehr ich über den Missbrauch unserer Mitlebewesen der Tiere weiß, desto mehr fühle ich Wut in mir, ich fühle mich in die Pflicht genommen, etwas dagegen zu ändern. Die gleiche Frau die in der WG lebt, lehnt Vegane Ernährung ab. Ich habe sie gefragt, ob es daran, liegt, dass sie zu wenig Empathie den Tieren gegenüber nicht empfindet und sie sagte, das kann schon sein.
Es war ein gutes - nicht abwertendes Gespräch.
Aber  ich fühlte Unverständnis. Je mehr ich mich mit meiner veganen Ernährung auseinander setze, desto mehr fühle ich Unverständnis Menschen gegenüber.

Ich schließe mich da noch nicht mal aus, denn auch ich bin ein Mensch.
Auch wird mir bewusst, das ich nicht mehr für Menschen kämpfen kann, ich kann mich nicht mehr schützend vor sie stellen, weil mir einfach die Energie fehlt, die ganz klar in eine andere Richtung fließt, nämlich hin zu anderen Geschöpfen, den Tieren.
Ich merke ich mache einen Unterschied, den ich vor kurzen noch nicht gemacht habe.
Und das bringt mich dazu meinen Glauben zu überdenken. Mich noch einmal intensiv damit auseinander zu setzten.

Auf der Fahrt nachhause habe ich mich selbst überprüft, ich dachte darüber nach, ob ich mich überhaupt noch Buddhistin nennen darf. Weil ich Wut empfinde und Trauer und sich all das gegen die Fleischessenden und Leid ignorierenden Menschen richtet. Ich dachte darüber nach ob sich all diese Gefühle mit dem Buddhismus vereinen lassen, oder ob es mich letztendlich trennt und ich die Konsequenzen ziehen muss. 
Ich kam zu einem interessanten Ergebnis.

Ich glaube es ist wichtig, all das was ich empfinde und wahrnehme, dass ich die Wahrheit hinter dem Spiegel der Oberflächlichkeit erkenne - wichtig für meine spirituelle Entwicklung ist. 
Auf den einen Blick trennt es mich - doch dann macht es bewusst, das Buddha ähnliches erfahren hat. Er hat das Leid mit eigenen Augen gesehen, er hat mitgelitten als ihm bewusst wurde, das es auch dann geschieht, wenn er versuchte es aufzuhalten.
Und doch ging er weiter, suchte nach Möglichkeiten.

So hat sich die Lehre des Buddhismus entwickelt. Um etwas zu verstehen, muss man es erfahren, man muss hinein und hindurch gehen um die Wahrheit zu erkennen. Vielleicht ist Buddha anders damit umgegangen als ich, die ich laut brülle und meinen Rotz und meine Tränen  in Texte einbinde und so versuche etwas im kleinen zu verändern.
Ich erlebe eine Trennung in meinem Bekannten und Freundeskreis. Einige Leute haben sich verabschiedet, mir wurde Fanatismus vorgeworfen, oder Diskriminierung, Dogmatismus, Kompromisslosigkeit, Gutmenschentum usw.
Bei all dem merke ich, es stimmt in gewisser Hinsicht. Mein Dogmatismus ist die Wahrheit zu erkennen und gegen Windmühlenflügel zu kämpfen. Meine Frau sagte auf der Fahrt: "Du wirst nicht viel ändern können!" Und ich sagte: "dann ackere ich solange bis ich etwas verändert habe!"

Letztens schrieb mir eine Frau, ich sei ihr Vorbild, weil ich meine Schwächen zugebe. Ich musste erst Lachen, weil ich dachte: "Ach je du kennst mich nicht!"
Auf der Fahrt nachhause dachte ich... eigentlich ist es schön ein klein wenig Vorbild zu sein. Wenn das mein Weg ist im Buddhismus, im Tierschutz und um für ein anderes besseres Tierrecht zu kämpfen, dann habe ich doch schon einiges erreicht. Die Tränen waren nicht umsonst.

Der Schmerz das Leid dieser schutzlosen Lebewesen zu erkennen und darüber zu berichten.. all das ist nicht umsonst, wenn irgendwo auf dieser Welt ein Mensch sitzt der dahinter mich sieht, auch ein Mensch mit Schwächen und trotzdem sagt: "Du bist mein Vorbild".Vielleicht hat sie mich ja doch gesehen. 
Dann kann das was ich tue, nicht ganz so verkehrt sein... 

Ich lächel dem Buddha zu und denke innerlich... vielleicht ist das mein ganz persönlicher Weg zur Versöhnung mit den Menschen und zum Mitgefühl für all jene die noch weit davon entfernt sind Tiere als Gleichwertig anzuerkennen.
Vielleicht ist mein Weg ein einsamer Weg weil ich Wütend bin und Traurig und erkennen muss, jeden Tag aufs neue, das meine Wut berechtigt ist.

Es gibt Tage da fühle ich mich schwach und hilflos, dann möchte ich nichts mehr hören und sehen. Blind und Taub auf einer Wolke sitzen fern von anderen Menschen. Ich fühle in mir ein Gefühl von Hass und könnte dagegen Schreien. Weil wieder ein Tier misshandelt wurde, weil wieder ein Tier ausgesetzt wurde. Wieder wurden zig Tausend Schweine in kleinen Metallkästen gehalten und da gibt es Menschen die das gutheißen, die mir erzählen, das es richtig ist, diese Schweine so zu halten.
Wieder wurde eine Taube gefunden, ausgedurstet und ausgehungert und nur der Gang zum Tierarzt kann ihre Qual beenden. Wieder wurde eine Katze geschlagen und getreten. Wieder wurde ein Pferd augepeitscht weil es nicht schnell genug lief. Wieder wurde einer Kuh das Kälbchen weggenommen und man hört ihr Schreien noch kilometerweit. WIEDER und WIEDER...
Ich sehe all das und ich frage mich seit geraumer Zeit, warum ich überhaupt noch laufe, warum ich noch atme, warum  ich überhaupt noch Lebe. 
Eigentlich müsste ich bei all dem was ich in meinem Leben erlebt habe und all das was ich weiß...eigentlich müsste ich schon längst ein Fall für die Klapse sein.

Ich frage mich, warum ich das Leid überhaupt ertrage, ich bin feinfühlig und hochsensibel, ich rieche Dinge die andere erst riechen wenn sie mit der Nase darauf gestoßen werden. Ich fühle den Schmerz anderer Lebewesen als wäre es mein Eigener.


Gestern hat Bommel ihre Welpen bekommen, ich war bei der Geburt dabei, ich habe zwei Stunden auf dem Boden gesessen und auf sie gestarrt, ich habe jede ihrer Wehen miterlebt. Als alle 6 Kätzchen auf der Welt waren bin ich wie erwacht aus meiner Konzentration. Einem musste ich das Gesicht abwischen, weil Bommel so erschöpft war, das sie es erst mal liegen ließ. Es atmete danach und dann konnte sie sich auch darum kümmern. Es war eine gute Geburt.

Doch danach sah ich die kleinen Würmchen an und dachte: Scheiße und das alles nur, weil dich Leute ausgesetzt haben, weil sie dich nicht kastrieren ließen.... Da war die Sorge um meine kleine Bommel, deren ältere Welpen gerade einmal wenige Wochen alt sind. Und gleichzeitig sah ich das neue Leben, das sich zaghaft bewegte, ich sah wie in den kleinen Körpern die Herzen schlugen. Ich fühlte mich so unglaublich voll von all dem. Die Trauer, das Glück, die Sorge, die Wut... all das stürmte auf mich ein, ich wusste nicht wohin mit mir. Jedes Geräusch war zu viel und doch sehnte ich mich nach dem Leben da draußen. Ich hatte eine üble Laune.

Da wurde mir auf einmal bewusst warum ich Leid ertragen kann, weil es immer zwei Seiten gibt.
Die eine Seite ist durch meine Ernährung kein Konsument mehr für die Fleisch und Milchindustrie zu sein. Ich merke ja an den Kommentaren und Artikeln wie sehr gegen die vegane Ernährung vorgegangen wird und gleichzeitig sehe ich wie immer mehr vegane Restaurants und Kaffees in Frankfurt auftauchen. Es ist eine Gegenbewegung die nicht mehr aufhaltbar ist. Die Welt verändert sich.
Und genau durch diese Veränderung wird das Leid noch sichtbarer. 
Diese beiden Seiten gehören zu einer Medaille. 

Ich glaube fest daran, das ich irgendwas tun kann um Leid aufzuhalten. Ja ich bin Naiv, aber ich erfahre tag täglich mehr und mehr Realität. 

Und ich begreife das nur ein Ort wie dieser hier im Odenwald. Dieses DAHEIMSEIN und Ankommen mich schützt vor dieser Realität. Ein winzig kleiner Ort an dem ich Mensch mit Tier sein kann.
An dem ich sehe das es geht, das Tiere mit Menschen zusammen leben können und alt werden können.
Gäbe es unseren Tierhof nicht, wäre ich vielleicht immer noch Vegetarierin.

Wer weiß schon was wäre wenn ...

Aber ich weiß, was ist weil...

Und genau deshalb hat diese Wut, die eigentlich konträr zu meiner Religion steht einen Sinn, sie lässt mich weiter Erfahrungen sammeln, sie lässt mich Wahrheit erkennen und mich Schmerz ertragen und sie lässt mich hinsehen... 

Ich brauche die Wut um nicht zusammen zu brechen.
Das ist mir jetzt bewusst.

In dem Sinne 
Wut ist nur dann produktiv, wenn man sie gewaltfrei  für Wesen einsetzt, die den Frieden dringend nötig haben. 
Namasté eure Jo 

PS: eben habe ich noch erfahren, das ein Kater gefunden wurde, dessen Kiefer gebrochen war, dessen Zunge entfernt wurde. Ich könnte Kotzen, weil ich keinen Platz mehr für noch eine Katze habe... und ich wünschte es wäre anders...

Montag, 23. Juni 2014

Es dreht sich...

... der Magen um, bei den Bildern die folgen werden.

Eben habe ich folgenden Beitrag von Animal e.V. gelesen.
Ich kann so was nicht für mich behalten.

Ich merke immer mehr, dass sich mein ganzes Ansinnen, dahingehend verändert, das es mir ein Bedürfnis ist, Menschen aufzuklären, es geht mir nicht darum jemanden zu missionieren, sondern vielmehr darum, das ich denke wir sind alle mündige Bürger und wir sollten Bescheid wissen.
Und wenn man es nicht wissen will, sollte man diesen Blog meiden, denn ich werde mit Sicherheit öfter solche oder Ähnliche Artikel posten.

Ich hab geweint, als ich das las..... 


Animal e.V (vielleicht habt ihr mein Interwiev zum Frühstücksei gelesen, wenn nicht dürft ihr HIER noch mal reinschauen.) schrieb heute:

"*** wir möchten wirklich niemandem den Appetit verderben ***
aaaaaaaaaber... Samstag Nachmittag, heller, sonniger Tag, mitten in NRW, idyllisch gelegen eine Muttersauenhaltung. Gar nicht so groß, schönes Bauernhaus nebenan, Blümchen und Bäumchen... fast fällt nichts besonderes auf.
FAST...
Wir sehen die Kadavertonne und fühlen uns eingeladen, mal einen Blick hineinzuwerfen. Sie ist ja offen...
Macht Euch selbst ein Bild, wir reden hier vom klassischen "Bauern von nebenan"... wollt Ihr das wirklich?
Bitte helft uns Tierleid zu beenden. Wir würden uns nichts mehr wünschen, als diese Bilder nicht mehr fotografieren zu können."
Copyright Animals e.V. 



Diese Ferkelchen sind gleich nach der Geburt entsorgt worden.

RIP ihr Kleinen... ich habe die Hoffnung, dass es euch jetzt besser geht...

Namasté eure Jo

Hier noch ein Video von Animals e.V.





Bilder und Text:
Copyright Animals e.V.
Bildlink beim Anklicken direkt auf die Seite des Vereins.
Video Link: Animals e.V. 

Samstag, 21. Juni 2014

Wasser ist Leben!


Die Privatisierung von Wasser, ist ein Thema das gerade in jeder Munde ist, aber wissen wir wirklich was passiert wenn Wasser privatisiert wird?
Ist euch bewusst, das Großkonzerne über die Qualität und den Preis bestimmen können, dass bedeutet über kurz oder lang, niedrige Preise für qualitativ schlechtes Wasser, hohe Preise für qualitativ gutes Wasser. Aber das ist nicht alles, ich gehe davon aus, das sich nicht jeder Wasser leisten kann, so werden Menschen sterben, deren finazielle Möglichkeiten begrenzt sind, weil sie in wenigen Jahren auf Wasser verzichten müssen, oder qualitätiv schlechtes Wasser zugewiesen bekommen. Ich denke da an sozialschwache Menschen, an Obdachlose und Harz 4 Empfänger. 
Kurz um mit der Privatisierung, sind wir - das Volk - mit dem Leben bedroht.

Das betrifft nicht nur unser Trinkwasser, irgendwann betrifft es auch Süsswasser Seen und Quellen. Jedes erdenkliche Gewässer aus dem Leben entsteht, kann von den Großkonzernen eingenommen und vermarktet werden.

Aber auch das ist noch nicht alles.
Laut eines Artikels vom 25.05.2014 der Deutschen Wirtschafts Nachrichten, laufen bereits seit 2012 geheime Verhandlungen, so soll Wasser und Energie Weltweit Privatisiert werden.
Wenn das durchkommt, werden Länder wie z.B. Afrika vom Aussterben bedroht sein. Denn dort bedeutet Wasser teils die einzige Möglichkeit am Leben zu bleiben. 

Erschreckend für mich ist, dass anscheinend ein Informations-Stopp eingeleitet wurde, ich habe nur eine Zeitung gefunden die öffentlich davon berichtet, ansonsten ist das Internet zwar voll mit Protesten und Petitionen, auch einige Blogs schreiben darüber. Aber seit anfang diesen Jahres haben die Berichterstattungen abgenommen, wir werden im Ungewissen gehalten.

Die Privatisierung des Wasser ist in Amerika beschlossene Sache, in England ist es sogar schon ein alter Schuh.
The European veröffentlicht am 27.9 2013 folgenden Artikel, ich zitiere:

 "(...)Trotz des schlechten Zustandes der Infrastruktur, steigen die Preise weiter an. Nach den jüngsten Preiserhöhungen bezahlen englische Verbraucher im Schnitt 499 Pfund pro Jahr für Wasser und Abwasser. Seit 2003 ist diese Summe um 65 Prozent gestiegen; allein im ersten Jahrzehnt nach der Privatisierung der Wasserversorgung sind die Preise inflationsbereinigt um 40 Prozent nach oben geklettert. Solche enormen Preissteigerungen sollten uns Sorgen machen – darunter zu leiden haben nämlich vor allem die Armen. Elf Prozent der Haushalte in England und Wales geben derzeit mehr als fünf Prozent ihres verfügbaren Einkommens für die Wasserrechnung aus.
Wasser sollte einen Preis haben, um der Verschwendung vorzubeugen. Doch wenn die Preissteigerung solche enormen Ausmaße annehmen, werden die Menschen um ihre Grundversorgung betrogen.(...)"

Das europäische Volk läuft Gefahr entmüdigt zu werden, schon jetzt scheinen sich die Medien zu einigen das Wasserthema auszugrenzen.

Mir macht das große Sorgen, ich denke da an unsere Kinder, an die Zukunft. Aber auch an die Tiere und die Pflanzen, die auch versorgt werden müssen. Wie wird unsere Welt in 15 Jahren aussehen, wenn das Trinkwasser das Mensch und Tier benötigt von Konzernen wie Nestle kontrolliert wird?


Der erste Schritt meines Gedanken Grusel-Szenarios ist getan, die Zeitungen haben aufgehört zu berichten...


Liebe Grüße von einer sehr nachdenklichen Jo vom Tierhof Amoa

Quellen
Videos:
Water makes Money
https://www.youtube.com/watch?v=Ja9fwcmiPA0

Nestlé das dreckige Geschäft mit dem Wasser der dritten Welt
https://www.youtube.com/watch?v=GpH3Oph2XbU

Zeitung und Blogberichte:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/05/25/geheim-verhandlungen-wasser-versorgung-soll-international-privatisiert-werden/

http://www.theeuropean.de/asit-biswas/7483-negative-folgen-der-wasserprivatisierung

http://blog.attac.de/eu-kommission-laesst-nicht-locker-bei-wasserprivatisierung/

http://pfullendorf.bund.net/themen_und_projekte/fracking/unser_trinkwasser_ist_in_gefahr/

http://www.labournet.de/politik/wipo/privatisierung/wasser/knallhart-eu-treibt-privatisierung-des-wassers-in-europa-voran/

http://denkland.wordpress.com/2013/01/22/umstrittener-eu-plan-die-wasserprivatisierung-hat-langst-begonnen/

Freitag, 20. Juni 2014

Fragen, Fragen, Fragen...


Ich habe in diesem Jahr eine Menge zum Nachdenken gehabt.
Durch meine Schreibselei kam es immer mal wieder zu Fragen bezüglich unseres Lebens und insbesondere zu unserer Ernährung.

Diese Fragen habe ich gesammelt und möchte sie heute gerne an einem Stück beantworten.


1) Warum trägst du eine Glatze? Und muss man das als Buddhist? 
Diese Frage bekomme ich bestimmt einmal in der Woche gestellt. Ich trage die Glatze seit dem 16 November 2009. An diesem Morgen habe ich mich Entschieden den buddhistischen Glauben anzunehmen, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen. Um dies auch für meine Umgebung und somit auch für mich, bewusst zu machen, habe ich meine Haare entfernt. Vielleicht ist das Vergleichbar mit einer Nonnentracht, oder dem Ehering wenn man Heiratet...  Eine Verbindung die immer wieder aufs neue überprüft werden muss. Ich persönlich entscheide mich täglich, ob ich meinen Kopf rassiere. Das tue ich jetzt seit fast 5 Jahren.
Nein nicht jeder Buddhist rassiert sich den Schädel, es gibt kein MUSS im Buddhismus, ich tat es für mich, als Zeichen für meinen ganz persönlichen Weg. An diesem Tag hat sich viel für mich verändert, nicht nur äusserlich. Ich würde sagen, damals fing ich an mich für die Vegane Ernährung zu öffnen, davor war ich bereits viele Jahre Vegetarier...

2) Hat es sofort mit der Umstellung zum Veganen Leben geklappt?
Nein hat es nicht. Unser erster Versuch (ebenfalls 2009) ist daran gescheitert, dass es damals noch zu wenig Vegane Ersatzprodukte gab. Die Veganen Käsesorten schmeckten alle furchtbar fad. Und da wir  Käse und überhaupt Milchprodukte sehr lecker fanden, fiel uns die Umstellung von Vegetarisch zu Vegan sehr schwer. Wir haben es dann auch aufgegeben und auf "später" verschoben. Wir mussten dort hinein wachsen, ein Prozess der 2009 anfing und erst mit den Anfangszeiten des Blogs wirklich gefestigt wurde.

3) Erlaubst du deiner Tochter auch mal ein Stück Wurst?
In unserer Erziehung geht es nicht darum etwas zu verbieten oder zu erlauben. Es gibt ein paar winzig kleine Regeln, eine Regel lautet: "Probiere es aus und entscheide dann!"
Bei Fleisch streikt unsere Tochter, das weiß ich von den Großeltern und von ihrem Papa, der mir immer erzählt, dass auf Besuchen oder im Urlaub von ihr aus, alles streng Vegetarisch sein muss.
Shaya ist Vegetarisch aufgewachsen, das heißt sie hat in ihrem Leben nur einmal (von dem wir wissen) ein Würstchen gegessen und nachdem sie erfahren hat, das es aus Schweinefleisch ist, fand sie es furchtbar. Von sich aus, würde sie nicht zur Wurst greifen. Aber auch das kann sich verändern.
Ob sie unseren Weg weiterhin folgt, weiß ich nicht, das wird sich zeigen. Sie stellt sehr viele Fragen über Tiere und Umwelt und hat für sich diesen Sommer "entschieden" kein Milcheis zu essen, sie bekommt Taschengeld und kann sich selbst ihre Milchschokolade oder ihr Eis kaufen, aber sie weiß auch mittlerweile wie Kühe ihre Milch geben, bzw. das Kälber darunter leiden müssen.

4) Du bist Veganer, fährst du trotzdem Auto und wie ist das mit dem Umweltschutz?
Ja ich fahre Auto, auch aus Gesundheitlichen Gründen. Ohne Auto wären wir hier im Odenwald aufgeschmissen, ich würde wahnsinnig gerne Fahrrad fahren, aber wegen meinem Rheuma schaffe ich das nicht. Und das macht mir ziemlich zu schaffen, denn die Benzinpreise sind hoch und unser Benzin Kontingent fällt nicht sehr groß aus. Es muss zum Kiga reichen, zum Einkaufen, zum Tierarzt und zum Arzt. Da muss man schon gut abschätzen für was das Auto genutzt wird.
Umweltschutz ... das ist etwas, das so nebenbei bei uns passiert, wir haben mehrere Komposter und versuchen so viel wie möglich zu kompostieren. So das unsere grüne Tonne so gut wie immer leer ist. Ein anderes Problem war bis vor kurzem  noch der normale Hausmüll, bei so vielen Katzen fällt extrem viel Streu an. Wir haben jetzt auf ein Ökostreu umgestellt und kommen damit gut zurecht.
Was immer noch super hoch anfällt sind die Katzen und Hundedosen. Wir könnten natürlich barfen, aber .... das ist die nächste Frage.

5) Warum barft ihr nicht?
Ein Grund: Weil sich Fleisch schlecht spenden lässt...
Dieser Grund ist aber nicht entscheidend. Es geht mir persönlich nicht sehr gut damit rohes Fleisch zu verfüttern, wir haben es einmal versucht, das Ergebnis war das Blue Blähungen hatte (Ja kann sein wir haben was falsch gemacht, das will ich gar nicht bestreiten) und mir schlecht wurde.
Ich konnte es nicht mehr verfüttern. Denn frisches Fleisch riecht nun einmal vollkommen anders als Dosenfutter. Es gab in den letzten Jahren immer mal wieder Diskussionen es vielleicht doch wieder zu versuchen. Vielleicht tun wir das auch - irgendwann.

6) Wie könnt ihr das mit eurem Gewissen vereinen, das eure Katzen und Hunde Fleisch fressen? Es gibt doch auch veganes Katzen und Hundefutter.
Wie kann ich es mit meinem Gewissen vereinen, das ich Katzen Vegan ernähre?
Hunde sind Omnivoren und somit bekommen unsere Hunde auch mal Gemüse (Bella und Blue lieben Möhren) aber eben auch Fleisch. Katzen sind Carnivoren, das heißt sie brauchen Fleisch um zu überleben, somit tue ich ihnen keinen Gefallen, wenn ich sie Vegan ernähre.
Ich habe mich mit dem Thema ziemlich gut auseinander gesetzt, wir hatten bestimmt Wochenlange Gespräche und immer wieder haben wir eine Lösung gesucht. Es gibt keine Lösung. Hier geht es einfach darum, das wir wollen, dass es unseren Tieren an nichts mangelt. Und deshalb versuchen wir erst gar nicht Vegan zu ernähren.
Wären unser Tiere freie Wesen, würden sie jagen und töten um an ihr Fleisch zu kommen. Aber sie sind es nicht, sie sind auf uns angewiesen.
Mein / Unser Vegetarismus ist unsere Entscheidung. Von sich aus, würden unsere Hunde und Katzen sich nicht Vegan ernähren, somit steht es in unserer Verantwortung in ihrem Sinne zu handeln.

7) Du bist so offen in deinen Beiträgen, hast du keine Angst, dass man dich verletzt?
Also wenn es darum ginge, dürfte ich gar nicht schreiben. Ich bin sehr verletzlich und sensitiv, aber es spielt für mich eine Rolle, ob man mich persönlich angreift (Jo du bist zum Kotzen!), oder meine Meinung. Letztendlich ist es mir egal wie man über mich im im Net denkt, wenn ich wollte, dass jeder mich liebt, würde ich Blümchen und Teddybär Bilder posten.
Mir geht es bei all dem was ich schreibe um Authentizität, das heißt ich will zu unterschiedlichen Themen ehrlich Stellung beziehen. Dass ich dadurch meine Maske verliere ist so gewollt, das ich dadurch verletzt werden kann - Nehme ich in Kauf.

8) Warum erwähnst du deine Familie so oft, denkst du nicht an dein Kind?
Bei allem was ich schreibe, denke ich an mein Kind. Ich erwähne meine Familie, weil sie zu mir gehört und wir eigentlich nichts alleine entscheiden. Das ich hier schreibe, weiß meine Frau und meine Tochter. Ich lese oft meiner Frau Abends aus meinem Blogeinträgen vor und dann diskutieren wir eine Runde. So erfahre ich wie sie die Themen einschätzt und ob sie anders darüber denkt. Das tun wir schon seit 16 Jahren, denn solange bin ich on Line.
Das ich meine Tochter oft erwähne liegt vorallem daran, das sie für mich das größte Wunder meines Lebens ist und ich sehr gerne über unsere gemeinsamen Erlebnisse erzähle. Oft bringt sie bestimmte Themen erst in mir zum Laufen, so z.B. das Toleranzthema. Ich habe mit Britta darüber allgemein gesprochen und unsere Tochter fragte mich dann offen, ob ich Tolerant bin und was das ist... (in der Reihenfolge). Das brachte mich zum Nachdenken. Auch über Waldsterben oder über Tierschutz macht sie sich ihre eigenen Gedanken die sie mir dann immer mal zwischendurch erzählt. Ich glaube ohne meine Familie würde mir das Schreiben nur halb so viel Spaß machen. Sie sind meine Inspiration!

9) Du schreibst oft, dass Tiere und Menschen für dich keinen Unterschied machen. Heißt das, dass du dein Kind weniger liebst als deine Katzen?
Für mich gibt es kein weniger oder mehr. Ich liebe einfach. Für mich ist es einfacher (nicht leichter) mit dem Tod eines Tieres umzugehen, als mit dem Tod eines Menschen.
Das liegt vorallem daran, das Tiere den Sterbeprozess anders leben/zeigen als Menschen. Katzen ziehen sich total in sich zurück (außer sie haben starke Schmerzen), Menschen gehen oft in die Depression. Das Leid ist anders für mich.
Aus dem Grund müsste man die Frage anders formulieren: Fällt dir der Tod beim Tier leichter als beim Menschen. Diese Frage kann ich eindeutig mit Ja beantworten. Die Verlust eines Menschen ist für mich schmerzhafter.

10) Du beschreibst dich selbst als Buddhistin, aber du benutzt oft Schimpfworte, oder wirkst in deinen Blogeinträgen aggressiv, wiederspricht sich das nicht?
Für mich wiederspricht sich das nicht :)
Ich versuche es mal so zu erklären, im Internet bedienen wir uns einer Bildsprache um Gefühle bewusst zu machen. Wenn mich also etwas ärgert, grummel ich vor mich hin und bediene mich irgendwann Worte, um meinen Frust zu äußern.  Dabei wähle ich selten die gleichen Worte die ich hier im Blog benutze. Meine Sprech - Sprache ist einfacher, als meine Schrift - Sprache.
In einer normalen Unterhaltung benutze ich wenig Fremdworte, in der Schriftsprache kann es vorkommen, das sie gespickt ist mit Fremdwörtern, weil mir ein einfaches Bildhaftes Wort nicht einfällt. Ich bin ein sehr spontaner Mensch und sehr temperamentvoll. Das zeigt sich im Gespräch an meinem Verhalten, ich rede manchmal mit Händen und Füßen und habe eine ausgeprägte Gesichtsmimik. Um eben die Authenzitität hier im Blog aufrecht zu erhalten, bediene ich mich manchmal Schimpfwörter oder versuche sehr genau und präzise zu beschreiben wie ich mich fühle. Das dies vielleicht aggresiv rüber kommt, kann schon sein, ist aber oft nicht beabsichtigt.
Ich glaube je direkter man versucht etwas zu äussern, desto härter klingen die Worte. Oft bekomme ich dann Mails von Leuten die sich angegriffen fühlen und ich stelle jedesmal die obligatorische Frage: "Wieso fühlst du dich angegriffen, wenn ich kein einziges Mal deinen Namen benutzt habe?" oft stellt sich dann heraus, das das Thema das ich beschreibe, genau das Thema ist, mit dem sich mein Gegenüber beschäftigt hat. Ich war ein Spiegel und habe sozusagen das Wespennest für ihn geschüttelt... Nur sind es eben nicht meine Wespen die zustechen, sondern seine eigenen....
Oft versuche ich danach noch ein Fazit in meinem Text einzubauen, um bewusst zu machen, das ich niemanden angreifen will... aber das ist eigentlich vergebliche Liebesmühe.

11) Ich hab gelesen, dass du Lesbisch bist und ihr zu dritt ein Kind bekommen hat, hast du mit dem Vater des Kindes geschlafen? 
Ich liebe diese Frage... Ja ich bin Lesbisch und ja wir erziehen zu dritt unsere Tochter. Sie hat demzufolge zwei Mamas und einen Papa. Aber weder ich noch meine Frau hatten mit dem Vater unseres Kindes sex. Wir sind alle drei Homosexuell, das zum einen und zum zweiten, es gibt die Bechermethode, und zum dritten: meine Frau hat unsere Tochter bekommen, ich selbst kann keine eigenen Kinder bekommen. 

Mehr Fragen habe ich mir jetzt nicht aufgeschrieben.
Ich hoffe eure Antwort war darunter..., sollten euch noch mehr Fragen einfallen, dürft ihr sie mir gerne als Kommentar unter den Text setzen. Ich beantworte sie gerne.

Liebe Grüße und 
Namasté 

Eure Jo vom Tierhof Amoa



Unser Tierhof Blog ist ....

seit mehr als einem Jahr Online und ich habs vergessen :)

Und weil ich jetzt schon die ganze Woche schreibe, hier nun einige "stille" Bild-Impressionen aus unserem Leben (Manchmal sagen eben Bilder mehr als Worte... und zur Abwechslung muss ich mal nichts Kommentieren :)




















In diesem Sinne...
Namasté

Alles liebe von der Jo 









Donnerstag, 19. Juni 2014

Der Opa hat´s gewusst....



Kurze Einfügung zum Bild und dem Nazi-Vergleich (Meine Meinung hierzu):


Ich brauchte einen Moment um für mich die Entscheidung zu finden, das Bild gut finden, so gut, um es dann nicht nur zu posten, sondern auch einen kurzen Artikel darüber zu schreiben. Mir kam der Begriff: Schafe zur Schlachtbank führen... (Was mich persönlich an dem Bild stört ist das Hakenkreuz.. Aber das war das einzige was mich störte,) ansonsten habe ich darüber nachgedacht, dass meine Tochter dauernd solche Fragen stellt und meine Moral und Ethik zum Überdenken bringt und so sehe ich letztendlich das komplette Bild, ein Zeichen dafür das die Welt sich verändert und wir damit leben müssen, wenn unsere Kinder eines Tages fragen: "Warum hast du nichts gemacht?" Die gleiche Frage habe ich einmal meiner Oma gestellt... und ähnlich wie der Großvater im Geschriebenen, hat auch sie geantwortet... und da ging es nicht um den letzten Weltkrieg, sondern um meinen ganz persönlichen.

Ich glaube das man nur dann etwas verändern kann, wenn man sich traut Vergleiche zu ziehen, sich mit dem was einmal war auseinander setzt. Hier ist der Vergleich (aus künstlerischer Sicht) die Unausweichlichkeit der Schafe die gemeinsam durch die Tür laufen. Erst wenn die Türen sich schließen, begreifen sie allmählich was passiert... Es gibt kein Zurück... keine Chance der Veränderung. Keinen anderen Weg...
DAS macht dieses Bild so Wertvoll für mich, unabhängig von dem Hakenkreuz, welches eher (so empfinde ich es) leicht störend auf den Betrachter wirkt und beglemend, in der Frage: was hat beides gemeinsam?

Das Bild und der Text ist Mutig und ich denke der Künstler hat Beachtung verdient (der Schreiber ebenso)...



Ich werde ab sofort immer mal wieder Beiträge von Aktivisten hier posten (natürlich mit deren Erlaubnis).

Menschen die noch weitaus mehr Aktiv sind als ich es je sein werde. Menschen die viel zu sagen haben und noch mehr für unsere Tiere tun, als ich je tun werde. Menschen die erkannt haben, das unsere Welt nur dann einen Bestand hat, wenn sich unsere Sicht auf unsere Mitlebewesen verändert. Es geht letztendlich nicht darum ob Vegan leben einen Sinn für uns Menschen ergibt, oder ob ein Einzelner etwas am Massensterben unserer Mitlebewesen verändern kann. Es geht um die globale Betrachtung von dem was Tiere erleiden müssen und das jeder einzelne Mensch an diesem Leid beteiligt ist. Shady hat es in seiner Colage ausgedrückt und in seinem Artikel noch einmal bewusst gemacht.

Mit Erlaubnis von Shady (Dennis Eichhorn):

70 Jahre später .....
Im modernsten KZ der Welt werden täglich 20.000 Tiere von beweglichen Wänden in kleinen Gruppen Richtung Verarbeitungsstraße getrieben ... alles vollautomatisch. Ein paar Aufseher der SS (Schweine Schlachtfabrik) sind das Letzte, was sie sehen. Dann geht es in einem geschlossenen Fahrstuhl neun Meter unter die Erde, wo sie mit Kohlendioxid betäubt werden. Bewusstlos tauchen sie auf einem Förderband wieder auf, werden am Hinterbein aufgehängt und zur Tötungsstation transportiert. Ein anderes Mitglied der SS sticht den Tieren mit einer Art Hohllanze direkt in die Hauptschlagader, das Blut wird über einen angeschlossenen Schlauch abgepumpt - Fließbandarbeit, alle paar Sekunden ein Schwein, ein Stich, ein Leben.
In Brennöfen werden die Borsten abgeflämmt, Hydraulikscheren trennen die Schweinefüße für den Transport nach China ab, Sägeroboter zerteilen die Schweine vollautomatisch. Weiter hinten stehen kräftige Männer mit derben Schürzen, die am Fließband Eingeweide aus den Körpern schneiden und in riesige Plastikschüsseln werfen.
Von außen bekommt man hiervon nichts mit, nur die großen Schornsteine verraten, dass hier Schweine "verarbeitet" werden.

Was wird in 70 Jahren sein .... werden wir dann wieder sagen, wir hätten von nichts gewusst?



Befremdlich? Irritierend? Solche Vergleiche mögen Schmerzen, aber wenn es zutrifft, wie ich es mir erhoffe, werden Kinder irgendwann diese Fragen stellen und was werdet ihr antworten (in 70 Jahren bin ich nicht mehr)?
Schon jetzt stellt meine Tochter mir Fragen die mir Peinlich sind, Fragen die in die Tiefe gehen. Die meine Unzulänglichkeit, meine Oberflächlichkeit nach oben tragen. Die mir bewusst machen, das ich noch viel zu wenig tue.... mehr tun müsste...

Ich hoffe sehr das sie irgendwann ihren Kindern und Enkeln sagen kann: "Ich habe es gewusst, ich gehöre zu den wenigen und es war mir egal ob man mich auslachte! Ich habe etwas dagegen getan!"

In diesem Sinne...

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend.
Alles liebe von der Jo vom Tierhof Amoa

Mittwoch, 18. Juni 2014

Ähem...

Ich glaube ihr habt heute meine Statistik lahm gelegt...
So viele Leute waren noch nie auf meinem Blog. Vielleicht sollte ich öfter mal über unangenehme Themen schreiben.

Ok ich wills nicht übertreiben. ABER
Ich möchte mal was klar stellen, etwas das mir wirklich auf der Seele liegt.
Womöglich ist das jetzt kontraproduktiv für alle die unseren Tierhof Amoa unterstützen, vielleicht verlieren wir dadurch nun einige Spender. Aber wie gesagt, es liegt mir auf der Seele.


Seit Gestern sorge ich wohl für viel Wirbel, was mich eigentlich überrascht.  Denn ich schreibe ja nicht erst seid Gestern über das Thema Vegan, bzw. Toleranz, bzw. WM/Fußball (gruselig). Wer meine Beiträge liest, weiß das ich nicht hinter den Berg halte und wer mich kennt, weiß das ich Live keinen Unterschied zwischen fleischessenden und veganlebenden Menschen mache, ich frag nicht jeden Besucher, ob er Vegan lebt, bevor ich die Tür öffne... es ist mir ehrlich gesagt egal, solange er nicht über meine Sojawurst herzieht, oder mir erzählt, wie Lecker unsere Hühnchen schmecken würden - das ist aber auch noch nie vorgekommen.

Nun zurück zum heutigen Tag und meinem auf dem Herz liegenden:

Wer nur deshalb unseren Tierhof unterstütz, weil er sich etwas von mir als Mensch erhofft, wird schnell feststellen, dass ich a) sehr zurückhaltend bin mit intensiven Freundschaften und Bekanntschaften und b) es mir während des Tags in  ca. 80% in dem was ich hier schreibe und auch privat tue, um die Tiere, um ihr Leben. Um die Sicherung ihrer Bedürfnisse, um ihr Wohlergehen geht,  den Prozentualen Rest teilen sich meine Frau, meine Tochter und die wenigen guten Freunde die wir haben oft mit - Essen.
Klar gibt es  den Buddhismus, aber ich fühle mich mehr Mensch, als Buddhist und wer meinen Buddhismus Blog  aufmerksam liest, weiß auch, dass ich zu den Buddhisten gehöre  die in der Gülle meditieren. Ich bin keine Vorzeige Buddhistin, ich werde es nie sein (genauso wenig wie ich Vorzeige Veganerin bin). Ich habe mir vorgenommen, über Missstände zu schreiben, mich zu öffnen für Themen die mich berühren, aus dem Grund lege ich so ziemlich mein komplettes Leben offen, ich mach mich angreifbar. Aber ich krieche niemanden in den Allerwertesten. Wer ein Problem mit meiner Schreibsellei hat, mit meiner Offenheit, meiner direkten Art Dinge auszusprechen, die vielleicht am eigenen Stolz kratzen, nun dann sollte er meine Beiträge nicht mehr lesen.

ABER ich schreibe weiter und ich habe nicht vor, mich auch nur eine Spur zurückzuhalten. Denn es geht mir um alle Tiere, nicht nur um unsere. Wer also nur deshalb unseren Tierhof unterstützt, weil er sich irgendwas von mir erhofft, - so leid es mir tut - hat nicht den Sinn meiner/unserer Arbeit erkannt. Ich gebe von Herzen ein Danke und es ist mir vollkommen gleichgültig ob ihr lieben Spender Vegan lebt oder Omnivoren seid, weil ihr für unsere Tiere spendet, die die Spenden genießen werden, sei es nun Sachspenden oder eben auch Wertspenden (wie diese Spenden eingesetzt werden, könnt ihr auf Facebook sogar öffentlich lesen).
Ihr tut es nicht für uns, sondern für die Tiere.

Wer meinen Blog(s) liest muss damit rechnen, das ich irgendwann was unangenehmes schreibe. Wer meine Beiträge über Facebook und gelegentlich über Google oder Twitter liest, muss ebenfalls damit rechnen.
Ich mache (aus innerer Überzeugung) auf Misstände aufmerksam, ob das nun das Leid der Tiere ist, oder das Leid missbrauchter Kinder, oder ich schreibe eben über die Doppelmoral unserer Gesellschaft allgemein.
Ich bin unbequem und absolut ungeeignet um auf einem Podest oder gar einer der letzten Leitersprossen zu stehen, vergesst es bitte ganz schnell.

Der heutige Tag hat mir noch einmal bewusst gemacht, das es wichtig ist klar zu machen:
Es geht HIER auf meinem Tierhof Amoa Blog (auf anderen mache ich auf die Bedürftigkeit von Kindern aufmerksam) nicht um die Bedürftikeit der Menschheit in Deutschland. Um ihre Freude und ihren Spaß, oder gar um mein Mitgefühl (ja so hart es klingt, hier geht es um etwas anderes) für ihre Sorgen.
Mir geht es um die Tiere (evtl. noch um die Umwelt und das Waldsterben), um ihr Leben, ihre Unversehrtheit und was man tun kann, um ihr Überleben zu sichern, ich schreibe viel über Vegan, weil ich davon überzeugt bin, dass die Pflanzliche Nahrung wichtig ist, für das Fortbestehen unserer Welt - klingt ziemlich Theatralisch, aber auch das gehört zu mir, ich wedle mit Armen und Beinen, wenn ich aufgeregt bin - über Vegan zu schreiben, ist Aufregend.
Nennt mich einen Gutmenschen, oder - wie war das - Rosinenpicker (das ist mein Wort des Tages), ja ich mach es Politisch, ich mache es Virentauglich, Unsauber... oder wie immer ihr es haben wollt.
Ich leg mich sogar in die Gülle und lass mich fotografieren (bitte nicht im Winter... grusel).
Und das alles tue ich nicht für euch, ich tue es für die Tiere und ein klein wenig für mein Ego.

Und wenn sich hier doch noch jemand findet, der bei allem Unbill, trotzdem noch unsere Tiere unterstützen will. Dann herzlich Willkommen, sie und wir (als Futterspender) können es gerade gebrauchen. Und außerdem suche ich dringend nach einer Pflegestelle für unsere (gesunde) Katze Izzi (die meine Lieblingskatze ist... und das tut verdammt weh, sie erst mal in andere Hände geben zu müssen), denn Izzi verträgt sich nicht mit unserer blinden Bebbles. Und solange wir noch eine kleine trächtige MamaKatze in unserem Katzensepareé haben, hat Bebbles wenig Ausweichmöglichkeiten und ist gerade nur auf Flucht eingestellt. (NEIN Bommel ist nicht bei uns Trächtig geworden, sie war es bereits als wir sie einfingen).

Also ihr lieben Leser, sollte sich hier jemand finden, der eine sehr liebenswerte, aber leider nicht unbedingt Katzenverträgliche Katze für ca. 3 Monate aufnehmen kann, dann wäre ich sehr dankbar (weitere Details bei Kontaktaufnahme).
Denn DAS ist wirklich wichtig in meinem Leben.
Das es unseren Mitbewohnern gut geht.

Und das war eigentlich das wichtigste was ich heute noch sagen wollte... natürlich ist der Rest für mich auch wichtig, sonst hätte ich es nicht erwähnt, denn was nutzt mir eine Pflegestelle, die Izzi aufnimmt und nachdem sie meinen Blog gelesen hat, wieder Postwendend an mich zurück sendet.
Ich dachte mir, da mein Blog aus allen Nähten platzt und sich die Leser hier die Hand geben, könnte Izzi vielleicht eine Chance haben, auf einen schönen Pflegeplatz.
Somit mache ich Werbung für unseren Tierhof Amoa.

Ich bin heute unmöglich, das hat mir meine Frau schon gesagt.... eigentlich müsste ich das Schreiben einstellen... das ist nämlich genauso wie mit den Handwerklichen Arbeiten, es kommt in der Regel was Gutes dabei rauß... aber leider bringt es mir auch jedesmal ein paar blaue Pflecken...

In dem Sinne...
Euch noch einen schönen Abend
von der Jo vom Tierhof Amoa



Toleranz 2





So was aber auch... da habe ich ja mächtig in ein Wespennest gegriffen...
Kaum war der Artikel zur Toleranz draußen, fühlte sich ein paar Leute beleidigt. Eine Frau hat mich sofort aus der Freundesliste entfernt und gesperrt... Puh...

Das hat mich jetzt doch überrascht... obwohl eigentlich sollte mich das nicht mehr überraschen. Ich war noch nie leichte Kost...

Ich habe nun einen Beitrag in Facebook veröffentlicht, den ich auch hier einbinden will...
Und sollte die Frau die mich gesperrt hat, diesen Beitrag lesen... ich bin gerne zu einem Gespräch bereit... der Artikel über Toleranz tut mir nicht leid, aber es tut mir leid, dass sie sich so dermaßen angesprochen gefühlt hat...

Hier nun mein Kommentar in Facebook: DAZU gibt es noch eine Einfügung,




Einfügung: Korrektur: zum unteren Artikel: ich habe geschrieben, ich filtere keine bestimmten Menschen heraus... das stimmt nicht, ich habe schon mal über eine Guru-line geschrieben,eine Frau die sich als Reinkarnation von Maria bezeichnet... also stimmt nicht... ich schreibe auch manchmal über Politiker, oder Sternchen (Stars), oder Leute öffentlichen Lebens...und über mich und meine vielen Innenanteile manchmal bin ich eben Intolerant (wobei wir wieder beim Thema sind)!!!
Zu meiner Pro-Vegan/ Blog Aktivität.
Nur zum Nachdenken (bevor hier noch mehr Leute mich aus ihrer Freundesliste pfeffern und mich gleich sperren... und dergleichen).
Ja ich bin manchmal provokant, ich rege zum Nachdenken, zum Diskutieren, vielleicht sogar zum Umdenken an, mit meinen Blogeinträgen und Artikeln zu unterschiedlichen Themen. Man kann mir ohne weiteres vorwerfen, ich sei kein guter Buddhist, kein guter Veganer, ich sei Intolerant und so weiter. Wer mich jedoch persönlich kennt, stellt schnell fest, das ich jeden in seinem Wesen so stehen lassen kann wie er ist, ich muss dazu nicht mit ihm/ihr befreundet sein, aber man darf sogar bei mir seine Fleischwurst essen, solange man über meine Sojawurst nicht meckert. Nun stellt sich die Frage, warum dann diese Provokation? Ich bin Autorin, ich bin mit voller Leidenschaft Schreiberin. Ich schreibe tagtäglich zu unterschiedlichen Themen. Teils sind diese Themen aus dem Leben gegriffen, eben meine Erfahrungen, manchmal jedoch auch Themen, die bestimmte Teile der Otto-Normal-Kultur aufs Korn nehmen, bzw. die klar machen, dass kein Mensch auf dieser Welt perfekt ist.
Meine Artikel provozieren, meine Artikel sind keine leichte Kost. Manchmal gehen sie unter die Gürtellinie und manchmal bleiben sie sachte Oberflächlich hängen.
Was sie jedoch nie tun, ist bestimmten Menschen herausfiltern und beleidigen. Ich schreibe Global, es betrifft jeden oder keinen, je nach Betrachtungsweise.

Meistens nehme ich mich sogar selbst aufs Korn, denke über bestimmte Teile meines Charakters nach und gebe offen zu, einen Fehler gemacht zu haben, oder gar Meinungsmässig die Dinge noch einmal überdenken zu müssen. Ich bin nicht Perfekt und ich will nicht Perfekt sein. - ich esse Oreo!!!
Oft erwarte ich von meinen Lesern viel, ich erwarte den Text zu verstehen, vielleicht sogar mehrfach zu lesen. Das tun die wenigsten und so gibt es hin und wieder eine Menge Missverständnisse, bzw. manchmal haue ich dermaßen in ein Wespennest, das ich die Zuneigung die mir zuvor entgegen gebracht wurde, sofort wieder verliere. Dieses bin ich gewöhnt, ich war noch nie jemand der leicht verdaulich ist.

Doch eines möchte ich euch gerne mitgeben, wäre ich wirklich so intolerant wie ich mich selbst darstelle (oder anders, wäre ich toleranter als andere) , wäre meine Freundesliste um einiges kleiner, das könnt ihr mir glauben.
Würde ich Fleischessende Menschen nicht an meiner Seite tolerieren, wäre ich jetzt sicherlich auf einer Insel fern von Menschen.
Meine Art zu schreiben, mag den einen oder anderen irritieren, oder gar abschrecken, aber das sollte zumindest zu einem Gespräch ausreichen, bevor man mir mit der roten Karte die Tür vor der Nase zuknallt...
Und noch was... mein Artikel über Toleranz sagt nur eines aus: Keiner der sich als Tolerant bezeichnet ist es wirklich. Die wahre Toleranz gibt es nicht (vielleicht mit Ausnahmen, ich denke da an jemand bestimmten.. ; )   ) Dabei spielt es keine Rolle ob man Buddhist oder Christ ist... wir sind alle gleich. Wir Menschen machen Fehler, wir sind Unzulänglich, wir sind eben nur...
... Menschen!!
In diesem Sinne, vielleicht bleiben mir jetzt einige von euch erhalten und wenn nicht, wünsche ich jedem einzelnen ein wundervolles Leben und viel Glück!!
Eure Jo

Und trotzdem... siehe obiges Zitat, ich steh dazu! 

Toleranz



Mein heutiges Thema ist Toleranz.

Eine Meinung hinzunehmen, ist vielleicht im Privatleben noch einfach, aber spätestens dann, wenn die Meinung Ethik oder Moral des Gegenüber angreift, reagieren wir mit Abwehr. In solchen Situationen wird Toleranz erwartet. Aber was bedeutet eigentlich Tolerant sein.
Und wie erreicht man Toleranz?
Und ist es überhaupt notwendig Tolerant zu sein?
Und überhaupt, wo zieht man die Grenzen zwischen Toleranz und Intoleranz?

Laut Wiki bedeutet Toleranz:

"Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten. Umgangssprachlich ist damit heute häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung gemeint, die jedoch über den eigentlichen Begriff („Duldung“) hinausgeht.
Das zugrundeliegende Verb tolerieren wurde im 16. Jahrhundert aus dem lateinischen tolerare („erdulden“, „ertragen“) entlehnt. Das Adjektiv tolerantin der Bedeutung „duldsam, nachsichtig, großzügig, weitherzig“ ist seit dem 18. Jahrhundert, der Zeit der Aufklärung, belegt, ebenso die Gegenbildung intolerant, als „unduldsam, keine andere Meinung oder Weltanschauung gelten lassend als die eigene“.
Der Gegenbegriff zu Toleranz ist die Intoleranz, in der Bedeutung „Unduldsamkeit“ im 18. Jahrhundert aus dem französischen intolérance entlehnt. Als Steigerung der Toleranz gilt die Akzeptanz, die verstehende Haltung gegenüber einer anderen Person oder ihrem Verhalten. (...)"

Ich bin oft situationsbedingt intolerant, wenn es um Störfaktoren geht, die mein Leben erschweren. Sei es nun betrunkene Nachbarn die mitten in der Nacht denken sie könnten sich vor meinem Fenster über ihr letztes Fußballspiel auslassen (ich fühle mich kindheitsbedingt von Betrunkenen bedroht... ich arbeite daran, aber momentan ist es noch so). oder auch wenn ich gerne in Ruhe Musik im Radio hören will und überschüttet werde mit den neusten Berichterstattungen der WM und das in jedem Sender. Ich fühle mich gezwungen das Radio auszuschalten, wenn ich dem nicht folgen will, Situationsbedingt, könnte ich beide zum Mond schießen, den Betrunkenen vor meinem Fenster, als auch die Berichterstatter im Radio. Doch hat beides einen Kern auf den ich reagiere - dazu später im Text.

Ich reagiere immer dann intolerant, wenn ich das Gefühl habe, das die Toleranz nur auf einer Seite erwartet wird.
Kurz um:

Ich bin kein toleranter Mensch, wenn es darum geht, das Wörtchen Toleranz mit dem Begriff Duldung gleichzusetzten, wenn andere darunter leiden. Dabei spielt es keine Rolle ob dies nun Menschen oder Tiere sind.


Toleranz ist gerade in aller Munde.
Die Erwartungshaltung ist sehr hoch gesetzt. Oft sprechen intolerante Menschen von Toleranz ihrem intoleranten Verhalten gegenüber, weil sie sich gestört fühlen von intoleranten Menschen..
Hä??

In fast jedem Forum, Blog findet man wenigstens einen Beitrag (ja ich weiß so langsam wirds langweilig... aber ich kann nicht anders, natürlich will ich aufklären und ermuntern, es wenigstens mal zu überdenken....) zum Thema Vegan.

Sehen wir uns mal die Lebensweise Vegan lebenden und die von Fleischessenden Menschen an und bleiben einfach mal bei dem Wörtchen Toleranz und bei meiner unterstrichenen Aussage:


Der Vegan lebende Mensch versucht letztendlich (das stelle ich jetzt einfach mal in den Raum), sein Leben so auszurichten, das sowohl kein Tier unter ihm als Mensch leidet, als auch kein anderer Mensch (es spielt jetzt keine Rolle, das seine Ernährung vielleicht nichts am Sterben der Tiere ändert. Global betrachtet, sieht sich ein vegan lebender Mensch als Teil einer Veränderung.  So etwas nennt man auch: Schmetterlingseffekt.
Kleinste Anfangsbedingungen können im nachfolgenden Verlauf zu einer vollkommen anderen Entwicklung führen.)
Aktiv Vegan lebende Menschen sind (auch das stelle ich jetzt in den Raum) oft Intolerant gegenüber Fleischessenden Menschen. Die Frage ist berechtigt: Warum ist das so, wo sie doch selbst toleranz erwarten...
Und erwarten sie die wirklich?

Sehen wir uns jetzt das Leben eines Omnivolren Menschen an.
Wir wachsen normalerweise alle so auf, das wir zumindest mit tierischen Nahrungsmitteln in Kontakt kommen, in dem Fall ist es Milchnahrung, Fleisch und Fisch.
Während unserer Anfangsjahre erleben wir diese Nahrung als Normalität. Die wenigsten Kinder/Jugendliche machen sich Gedanken woher die Nahrung kommt und wie sie produziert wird.
Uns wird von Eltern und Medien ein vollkommen falsches Bild suggeriert, wundervoll Grüne Wiesen, Kühe die freiwillig ihre Milch geben und Bauern die Schweine streicheln. Kurzum, das Bild des perfekten Kinderbauernhofs. So erleben wir die Landwirtschaft, mit den Blick eines Kindes auf eine Spielzeugwelt, in der es weder Tod noch Leid gibt.

Wenn wir älter werden geschieht folgendes. Die einen werden nie diesen Blick verlieren, die anderen werden von Veganern/Vegetariern  aufgeklärt, ob sie wollen oder nicht. Diese Aufklärung empfinden einige Menschen als Intolerant.
Einige verändern ihre Ernährung, doch (momentan ist das so) der Rest bleibt beim Fleischverzehr und regt sich (wenn er mit ihnen in Kontakt kommt) über intolerante Veganer auf.

Nun zurück zu meiner Frage, ist ein Veganer wirklich intolerant.
Die Frage habe ich mir in meinem Fall gestellt, denn wie ihr jetzt wisst, empfinde ich mich bisweilen nicht als besonders Tolerant.

Bin ich intolerant omnivoren Menschen gegenüber?

Ja das bin eindeutig.

Weil sie mit ihrem Verhalten (und damit meine ich jeden der Fleisch isst, egal wieviel er isst) dulden, das Tiere leiden.
Es geht nicht darum, das sie etwas gutheißen, oder nicht. Es geht auch nicht darum, ob sie an sich Tierschützende Menschen sind und nur ganz wenig Fleisch essen.
Letztendlich dulden sie ein System das Tiere ausbeutet.

Genauso wenig Tolerant bin ich gegenüber einer Fußball begeisterternden Masse, die es hinnimmt, das Menschen den Tod finden (Brasilien 2014, bitte Nachrichten verfolgen.. oder im Internet googlen, es gibt auch hier genug Berichterstattungen. Oder 2018 in Russland oder oder...).

Genauso wenig Tolerant bin ich, dass Kinder mit homosexuellen Elternteilen, weniger Rechte haben, als Kinder mit heterosexuellen Elternteilen.

Absolut intolerant bin ich gegenüber Menschen die ihre unkastrierten Katzen nach draußen lassen und sich dann nicht um deren Nachwuchs kümmern, oder genauso schlimm, die kleinen im Internet ab der dritten Woche verkaufen wollen.

Mir geht es alleine um die Gerechtigkeit.
Toleranz fordert aber oft das Hinnehmen von ungerechten gesellschaftlichen Normen. Und das kann ich nicht.
Dabei spielt der einzelne Mensch keine große Rolle in meiner Betrachtung (ich kann jemanden trotzdem mögen, der Fleisch isst. Aber an meiner Haltung gegenüber dem Fleischgenuß wird sich nichts ändern. Ich kann den Nachbarn sehr schätzen, aber an meiner Haltung, das ich es nicht dulde, das er vor meinem Fenster krakehlt, wird sich nichts ändern). Das bedeutet ich bin global intolerant gegenüber Unrecht und das in jeglicher Hinsicht, wenn es Leid für Tier und Mensch bedeutet. Und oft lass ich meinen Unmut in Form von intoleranten Artikeln im Internet rauß... sei es nun durch Kommentare oder Blogeinträge.

Und deshalb heute mein Fazid:

Ja ich bin ein intoleranter Mensch! Und ich hoffe, dass ich mit meiner Intoleranz etwas mehr Toleranz fördern kann.


Im Übrigen stehe ich mit meiner Meinung gar nicht mal so alleine...
Hier ein Video (leider konnte ich nur den Link einfügen)  vom "Der Artgenosse"
Ich hab jetzt nicht geklaut... aber ich muss schon zugeben, wir gleichen uns ziemlich in unserer Auffassung.


Der Artgenosse zum Thema Intoleranz


Euch alles liebe von der Jo vom Tierhof Amoa

Einfügung für alle die sich beleidigt, gedemütigt, von mir gemobbt und dergleichen fühlen.
Bitte lest hierzu auch meinen zweiten Artikel: Toleranz 2.


Und fals ihr euch persönlich überzeugen wollt, das ich mich selbst nicht als besseren Menschen betrachte, könnt ihr mich gerne kennen lernen live und in Farbe, ich spendiere sogar ein veganes Essen und zum Nachtisch gibts Oreo Kekse (falls meine Tochter welche übrig lässt).
Ich habe diesen Artikel aus einem betimmten Grund geschrieben, es gibt keine 100% toleranten Menschen, weder unter den Christen, noch unter den Buddhisten, jeder fühlt sich von irgendwem gestört.
Wer das Gegenteil behauptet .... nun ja der schwindelt oder ist sich seiner sehr sicher.
Ich habe ein Problem mit der Massentierhaltung und ja, ich möchte am liebsten das jeder Mensch auf diesem Planeten zummindest Vegetarisch ist. Das würde unseren Kühen, Schafen, Hühnern und Schweinen ein bedeutsam schöneres Leben ermöglichen. Ja ich denke dabei hauptsächlich an die Tiere und weniger an die Umwelt. Und noch weniger an uns Menschen. Ich bin so. Aber ich werfe niemanden raus, der Fleisch isst, weder in meiner Gegenwart, noch außerhalb meiner Tür. Ich kann nur sagen, vielleicht solltet ihr meinen Artikel noch mal lesen, bevor ihr mich für etwas verurteilt, mit dem ihr selbst nicht zurecht kommt, mit der Tatsache, das sich Intoleranz eben nicht in schwarz und weiß teilen lässt. Wir haben alle unsere Intoleranten/Toleranten Seiten. Niemand ist Perfekt.

Wenn ihr Perfektion sucht, dann werdet ihr es mit Sicherheit nicht bei mir oder in meinen Artikeln finden, den Anspruch habe ich nämlich nicht...

Zu Artikel: Toleranz 2



Samstag, 14. Juni 2014

Vitamin B12




In meiner Facebook Gruppe Tofu Nutte ( so wurde einer aus der Gruppe bezeichnet und seit dem heißt die Gruppe so :) hatten wir letztens das Thema Vitamin B 12 und Veganismus.

Ich muss dazu sagen, ich habe mir erst Gedanken zu Vitamin B12 gemacht, nachdem unsere Tochter sich auch für Vegane Ernähruung interessierte. Zwei Gruppenmitglieder haben sich ausführlich dafür interessiert und gute Beiträge verfasst.
Ich möchte hier das wichtigste zusammenfassen, weitere Links findet ihr am Ende meines Textes.
Martin (Martin Hanau) schrieb hierzu folgendes:



"...und während ich das hier sammle und schreibe, merke ich, dass das Gefahr läuft ne Facharbeit zu werden, die aber mangels Fachkenntnisse meinerseits keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit erhebt.
Zitat [Wikipedia.de, Cobalamine]
[...]
"Der menschliche und tierische Organismus sowie Pflanzen sind nicht in der Lage, Vitamin B12 selbst herzustellen. Vitamin B12 wird in der Natur von Mikroorganismen – insbesondere Bakterien – produziert, die als Symbionten sowohl im Verdauungstrakt von Tieren als auch auf der Oberfläche pflanzlicher Wirte (z.B. Leguminosen) vorkommen."
Also Mikroorganismen produzieren B12, nicht Kühe und Schweine! Außer vielleicht gaaaaanz winzig kleine Kühe und Schweine, sofern man die dann als Mikroorganismen bezeichnen darf, aber es sind wohl tatsächlich Bakterien gemeint.
[weiter, Wikipedia]
"Im menschlichen und tierischen Organismus wird Vitamin B12 vor allem in Leber und Niere akkumuliert, in Pflanzen kann es nur in Spuren vorkommen."
Das entspringt zumindest der wissenschaftlichen Arbeit des Herrn Leitzmann aus Gießen, der wiederum sehr verdächtige Verbindungen zum DGE hat, Mitglied im UGB (SPENDENFINANZIERTER Verband für Unabhängigen Gesundheitsberatung) ist und im Wissenschaftsrat des Eurotoques e.V. (der u.a. zum Ziel hat die kulinarischen Traditionen Europas zu erhalten) sitzt. Ich kann nicht beurteilen, ob das so stimmt, aber weiter unten mehr dazu).
[Wiki, go on]
Allesfresser und Fleischfresser decken ihren B12-Bedarf durch den Konsum von Fleisch, insbesondere Innereien. Für Vegetarier stellen Milchprodukte und Eier trotz ihres vergleichsweise geringen Gehalts an Vitamin B12 bedeutende natürliche Quellen dar. Bei Wiederkäuern wird das Vitamin im Vormagen, bei anderen Pflanzenfressern im Dickdarm gebildet. Da das im Darm produzierte Vitamin B12 bei Geflügel und Schweinen jedoch nur unzureichend resorbiert wird, sind diese Arten auf eine exogene Versorgung über das Futter angewiesen. Ein Mangel bei Wiederkäuern beruht überwiegend auf unzureichender Cobaltzufuhr. In der Tierproduktion wird dem Futter in Spuren Cobalt hinzugefügt, falls die Tiere von cobaltarmen Weideflächen ernährt werden müssen. Hierüber soll Wachstums- und Laktationsstörungen, Blutarmut und Appetitlosigkeit entgegengewirkt werden."
[...]
"FALLS die Tiere von cobaltarmen Weideflächen ernährt werden", ist ne super Formulierung. Dazu kommt noch, dass B12 hauptsächlich in Innereien vorkommt und hitzeempfindlich ist, also am besten gleich roh rein mit der Schweineleber!

Des weiteren haben Nicht-Veganer i.d.R. ohnehin einen höheren B12-Bedarf, da Sie es aufgrund von Fleisch- und Milchkonsum verschleimten Darmwänden weniger gut aufnehmen können und Schwermetalle aus dem Fleisch zusätzliches B12 binden bzw. die Aufnahme behindern.
Grundsätzlich/Ursprünglich ist B12 eigentlich überhaupt kein Problem, denn auf/in intakten Böden kommt es reichlich an und sogar in Pflanzen vor (http://link.springer.com/article/10.1007%2FBF00007957).
Und da liegt der Hase im Pfeffer (!!!), denn "durch Kunstdünger und insbesondere durch den Einsatz von Herbiziden, Pestiziden und Fungiziden, das heißt durch die heute allgemein übliche industrielle Agrarwirtschaft, verarmen die Böden an Mikroorganismen und in der Folge davon leiden sowohl die Pflanzen als auch die Tiere zunehmend an einem Vitamin-B12-Mangel." (http://rohkost.info/2010/06/25/der-b-12-mythos-gehort-auf-den-mulleimer-der-geschichte/)
Es gibt einfach zu wenige intakte Böden, wen wunderts?
Weiteres Problem in diesem konkreten Zusammenhang ist, dass heutzutage vornehmlich vor Eintritt der Reife geerntet wird und die verschiedenen Früchte und Gemüse künstlich nachgereift werden. Die Pflanzen würden das B12 aus dem Boden allerdings erst während des Reifens einlagern, was natürlich beim Nachreifen in Kisten in irgendner Lagerhalle ausfällt.
Und die wenigen Mikroorganismen, die evtl. noch auf eurem Salat, eurem Apfel o.ä. zurückgeblieben sind, werden ABGEWASCHEN, weil ja alles immer schön genormt, geputzt, glänzend und wunderschön sein muss. Dreck oder komische Stellen sind per se "igitt".
Schließlich zur Supplementierung: Das in Apotheken erhältliche B12 ist nur Cyanocobalamin (Zur Herstellung und Wirkungsweise siehe den rohkost.info-Link oben), das vom Körper nicht annähernd so gut verstoffwechselt werden kann, wie die zwei Formen des echten Vitamin B12, und zwar das 5-Deoxyadenosyl-Cobalamin und das Methyl-Cobalamin. Allerdings sind diese beiden biochemisch aktiven Formen von Vitamin B12 lichtempfindlich und werden außerhalb lebender Gewebe durch die sogenannte Photolyse zerstört. Die beiden genannten Formen an natürlichem Vitamin B12 in ihrer biochemisch verwertbaren Form finden sich ausschließlich in Pflanzen und Tieren und können als Coenzym B12 bezeichnet werden.
Das Cyanocobalamin hingegen wird unter Zuhilfenahme biochemischer Prozesse hergestellt und verkauft sich mithilfe von Verunsicherung der veganen/vegetarischen und auch der restlichen Bevölkerung offensichtlich super. Problem hierbei: Im Körper wird der Krempel aufgespalten und es fällt einerseits brauchbares Coenzym B12 an, andererseits allerdings Cyanide wie Blausäure bzw. u.U. sogar Kalium-Cyanid (Zyankali), weshalb auch oft von Übelkeit, Kopfschmerzen etc. nach B12-Einnahme berichtet wird.
Insgesamt ein sehr komplexes Thema, gerade für medizinisch/biologisch nicht geschultes Personal wie mich, aber ich würde mich freuen, wenn ihr ergänzen und korrigieren könntet."
Diana (Diana V SchönSchnell) verfollständigte noch:

"Habe da noch eine Ergänzung: Auch bei uns Menschen kann das Cyanocobalamin (Vit. B12) nur im terminalen Illeum (also dem dritten und letzten Abschnitt des Dünndarmes vor Übergang zum Dickdarm) resorbiert werden. Die Bakterien, die selbst zur Bildung fähig sind,liegen aber nachgelagert im Dickdarm - heißt - das wir das selbstgewonne B12 nicht verwerten können sondern ausscheiden. ( Kühe prod. B12 zB im Pansen - ein Unterschied!)Dazu gibt es viele interessante Studien. 
(http://www.christiankoeder.com/.../sind-darmbakterien...) Sehr interssant auch die Vergleiche der Darmfloren in unterschiedlichen Ländern! Würden wir also,wie manche Primaten unseren eigen Kot essen (oder auch Pferdemist sowie bakterienreichen Waldboden) - hätten wir kein Problem mit dem Vit.B12. Ebenso kann ein Mangel oder eine Störung des Intrinsic-Faktor (IF) für einen Cyanocobalamin-Mangel verantwortlich sein. Dieser wird im Magenfundus von den Belegzellen gebildet, die zB bei best. Auto Immunerkrankungen angegriffen werden. Wenn unklar ist, woher der Mangel rührt kann mit Hilfe des Schilling-Tests (nach Robert F. Schilling, 1953) zwischen Intrinsic-Faktor-Mangel und Resorptionsdefiziten unterschieden werden. Ein weiteres Dilemma ist auch, dass B12 extrem lange in der Leber gespeichert wird - und Symptome erst nach Jahren (!!!) auftreten. Der menschl Körper kann im Idealfll 4 gr Vitamin B12 speichern. Hingegen ist eine Überdosierung nat. praktisch unmöglich - da es wasserlöslich ist. Selbst bei einer zehntausendfachen Überschreitungung der empf. TD kann kein toxischer Effekt nachgewiesen werden. Ich denke,dass man das nicht verharmlosen oder vernachlässigen sollte - es ist meines Erachtens, dass einzige, auf das Veganer achten müssen. Auf der sichersten Seite ist man, wenn man Metyhlcobalamin über die Mundschleimhaut zuführt - sei es durch sublinguale Präparate oder B12 Zahnpasta. (zB: https://vebu.de/.../1274-gut-versorgt-durch-vitamin-b12...) Lg - Diana V SchönSchnell"

Diana hat dann noch eingefügt:

"hier noch eine Tabelle bzgl Cyanid-Gehalt in Cyanocobalamin: http://www.christiankoeder.com/.../nebenwirkungen-von-b12...
(lese mich gerade erst n bisschen rein, komme aber selbst aus dem med.Bereich) - va denk ich, dass zB Martins Aussagen nicht ganz stimmen - Kühe prod.B12 zB im Pansen und können ihn dann auch resobieren /synthetisieren ... soweit ich weiß (mach mich dahingehend weiterhin schlau) Lg Diana"

Natürlich gibt es kein Fazid, ich persönlich habe wenig Ahnung von der "wahren Geschichte" zum Vitamin B12. Ich denke jedoch, das die Panikmache um dieses Vitamin in Verbindung mit Vegetarismus und ins Besondere Veganismus, total unbegründet ist. Ich kenne mittlerweile so viele Menschen die Vegetarier/Veganer sind, viele nehmen gar keine Nahrungsergänzungsmittel zu sich und leben trotzdem noch, die meisten sogar ohne körperliche Einschränkungen. Das was Ernährungswissenschaftler empfehlen ist nicht unbedingt das Non Plus Ultra. Auch die Ernährungspyramide mit ihrem Fleisch, Fisch und Wurstwaren (zwar ziemlich oben an der Spitze, dennoch... ) ist teilweise schon wieder veraltet, während ich das hier schreibe.

Ich denke, wenn ein Vegan lebender Mensch ausreichend Obst und Gemüse ungewaschen aus dem eigenen Garten verzehrt, ist sein Vitamin B12 auch ausreichend vorhanden... das ist meine These, aus dem Grund nehmen wir hin und wieder die Ankermann B12 Tropfen (1 Tropfen am Tag), bauen aber auch ein wenig Gemüse und Obst an.
Vielleicht ist das dem einen oder anderen zu Oberflächlich, mit den Link Seiten unten, zeige ich andere Meinungen auf/Erkenntnisse usw. Ich bin offen und neugierig auf weitere Informationen, überschüttet mich ruhig mit Inhalten, ich sammel sie und füge sie dann hier ein.

Euch ganz liebe Grüße von der Jo vom Tierhof Amoa

Links:

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/vitamin-b12-ia.html

http://www.peta.de/vitaminb12#.U5yHpfl_v3E

http://www.peta.de/vitaminb12#.U5yH3_l_v3E

http://www.vegan.eu/index.php/meldung-komplett/items/vitaminb12_vegan.html

http://veganekinder.de/vitamin-b12

http://vegane-lebensweise.org/gesundheit/vitamin-b12-auf-einen-blick/naturliche-b12-quellen-und-analoga/


Bildquelle:  http://www.veganity.com/de/kapitel02.php