Donnerstag, 22. Mai 2014

Neues von unserem Tierhof


Eigentlich haben wir einen Aufnahme Stopp, aber...

Gestern Mittag rief mich die Sekretärin einer Firma (ansässig hier im Ort) an, sie erzählte mir, dass auf dem Firmengelände eine kleine Katzenfamilie lebt und zwar recht gefährlich, denn es wird von Pallettenfahrzeugen und LKWs befahren. Sie bat uns zu helfen.
Da wir bereits einmal von der Firma eine großzügige Spende erhalten haben, wusste ich auch, dass es ihnen wirklich um die Tiere ging. Also Stopp hin oder her, wir fuhren gestern Abend hin und fingen die Katzen ein. Keine leichte Aktion... Ich bin froh, dass wir das gemacht haben, denn die Paletten werden mehrfach hin und her gefahren und die Kleinen hatten dort ihren Schlafplatz, was das Ganze recht Gefährlich machte. Auch nehmen wir an, das die Kleinen nicht die einzigen Babys der Mama waren...

Alle drei sind wohlauf und überraschenderweise sehr verschmust. Zuerst versteckten sich die Kleinen unter der Kommode und die Mama saß auf dem Schrank. Doch mit einigen Leckerlies und sanften Worten ließ sie sich streicheln, mittlerweile sind wir richtige Freunde geworden und im Laufe der Nacht gab es viele Kopfstupser und Beinstreichler.

Heute Morgen gegen 4 kamen dann auch ihre kleinen Babys zum kuscheln.
Eine ganz süsse Bande die wir jetzt haben.

So sah Mama nach 10 Min. noch aus:

Ängstlich und zum Angriff bereit.

Und das ist Mama nach einer halben Stunde:

Die Kratzer stammen übrigens von ihr ;)




Die drei haben Milben und sind super verdreckt.
Heute ist eigentlich geplant mit ihnen zu unserer Tierärztin zu fahren... ich hoffe ich bekomme sie ohne weitere Schwierigkeiten in den Katzenkorb.

Namen haben die drei noch nicht...

Aber so wie es aussieht haben sie ihren Platz auf unserem Tierhof Amoa gefunden :)

Grüße von Jo vom Tierhof Amoa

Samstag, 17. Mai 2014

Realitäten und Träume ...



Flecki und Schwarzi am Entspannen ... Bald bekommen sie endlich ihr richtiges Zuhause.
Momentan leben sie noch auf unserem Balkon.


Ich könnte nicht mehr aufhören! Manchmal tut mir alles weh und dann denke ich, ich hab hier nur 40 Tiere, wie machen andere das... aber es ist egal wieviel Tiere man pflegt und hochpeppelt, es zählt jedes einzelne Seelchen. Jedes Lebewesen hat die berechtigung auf LEBEN und Unversehrtheit. Ich ärgere mich oft über Menschen, die dies nur für sich selbst in Ansprpuch nehmen. Seit dem ich hier meine Arbeit mache, hat sich mein Gefühl gegenüber Menschen verändert, ich sehe sie mit anderen Augen, ich sehe mich mit anderen Augen. Wir sind eine Plage, wir sind unberechenbar und zerstörerrisch. Unser Ego ist wie eine Welle die alles niederschwemmt. Wir Menschen gehen über Leichen, wenn nicht über unsere Eigenen, dann auf jeden Fall über die der Tiere auf diesem Planeten.
Ich sehe den Menschen sehr real, ich sehe mich sehr real. Der Mensch wird für sich niemals ein Insektenspray benutzen, aber das müsste irgendwer, wenn diese Welt mit ihrer Artenvielfalt überleben will. 
Ich weiß viele werden jetzt entsetzt sein, über meine Worte. Es spiegelt  nicht Bild dar, das man von mir Buddhistin gewonnen hat. Toleranz und Achtsamkeit allem Leben gegenüber, spielen immer noch eine große Rolle. Doch hat sich bei mir die Waage verändert, während früher der Mensch ein Stück höher lag, als ein Tier, ist es nun umgekehrt. Mir ist bewusst geworden, wie wenig Chancen Tiere haben, seid es uns gibt. Sie werden gejagt und misshandelt, sogar sexuell missbraucht. Erschlagen und getötet und zuletzt noch ausgenommen und gefressen.

Wenn wir Bilder von Löwen sehen, die Babyantilopen hinterher jagen und töten - höre ich ein Ah und Oh und irgendwo werden Taschentücher herausgekramt weil wer Mitleid mit der Antilope verspürt. Das Gesetz der Natur... Wir Menschen jagen und schlachten täglich Abermillionen Tiere ab. Und diejenigen die Ah flüsterten essen sie in Form von Wurst und Fleisch.

Mitgefühl kennt man heutzutage nur noch durch Fernsehen und die Reportagen die dort laufen. 

Seid dem ich Tierschützerin bin, hat sich viel verändert in meinem Leben. Ich trage täglich meine Trauer. Und ich kämpfe gegen Windmühlenflügel. Hätte ich mehr Platz, Hände, mehr Helfer würde ich vielleicht mehr machen können. Aber so bleibt eben vieles ungemacht.
Ich habe noch Träume, ein Traum ist, irgendwann ans Meer zu ziehen, dort kann ich mich auftanken und dort hätte ich gerne einen Restbauernhof, den ich zum Tierhof umzunktioniere. Ich träume davon jemand sponsert mir eine Million und dann geht es los, wir verkaufen unser kleines Haus und gehen nach Ostdeutschland, denn dort sind die Bauernhöfe erschwinglich. Und dort bauen wir mit anderen Menschen einen veganen Selbstversorgerhof auf. Und dort leben wir dann mit vielen Tieren gemeinsam auf einer kleinen Arche Noah.
Das ist mein Traum und an dem halte ich fest.


Ich brauche nicht mehr so viel wie früher, keine Anerkennung, kein Lob. Mein Stolz ist kleiner geworden, auch meine Beziehung zu Wert und Geld. Das alles ist mir egal. Klamotten sind mir egal. Es ist mir sogar Egal ob ich in Hundescheiße getreten bin. Ich habe früher ein komplett anderes Leben geführt, nie hätte ich Erde ohne Handschuhe angefasst, heute greif ich auch mal ins Hasenklo und hole die Kötel so raus. Es hat sich alles in mir verändert, mein komplettes Leben, meine Vorstellung von Leben und Tod. Die Art wie ich mich kleide... Schönheit hat auf einmal ein anderes Gesicht, ein Gesicht das mich anstrahlt,machmal ohne Augen....


Es macht mich unglaublich Glücklich, das meine Frau und meine Tochter genauso denken.
Gestern haben wir ein Huhn beerdigt, wir waren zu dritt dabei, ich, Britta und Shaya. Und Shaya sang.
Heute möchte sie zu einem Vortrag für Kinder gehen, dort wird erklärt wie man Kaninchen hält.
Sie ist 6 Jahre alt und weiß manchmal Ding die ich nicht weiß. 
Sie hilft jeden Tag mit auf unserem Hof und vorgestern hat sie mit mir die Kaninchenställe sauber gemacht, einfach so. Ich sagte: "Ich gehe raus und mache die Ställe sauber!" und meine Tochter fragte: "Mami darf ich helfen?".

Und sie half wie eine Große. sie schippte Streu und Heu aus dem Stall und brachte die Eimer zum Komposter und das bestimmt 15 mal, denn wir haben zwei Kaninchenställe und beide mussten Sauber gemacht werden. Dann holte sie das Streu. Wir waren bestimmt zwei Stunden beschäftigt.
Sie half mir wie eine Große und ich kann euch nicht sagen, wie stolz ich auf sie wahr. Sie ist 6 Jahre alt und hat jetzt schon so ein großes Herz und so viel Verantwortungsbewusstsein. 

Ich glaube nicht, dass es an unserer Erziehung liegt. Klar muss sie helfen, ich brauche sie z.B. wenn ich den Katzen futter gebe, allein ist das unmöglich, weil unsere Katzen einfach über Tische und Bänke springen, wenn sie sehen was ich da mache. :)

Ich träume von einer Tierküche, Vorbereiten der Speißen außerhalb meiner Küche, das wäre total klasse, dann hätte ich mehr Ruhe beim Füttern und auch für unsere Tiere wäre es stressfreier.

Aber der größte - hoffentlich bald erfüllende Traum ist, dass unsere Volieren bald fertig werden. Ich möchte endlich das unsere Kaninchen ein schönes neues Zuhause haben und ich möchte, dass unsere behinderten Katzen einen Platz im Freien bekommen.
Momentan arbeiten wir nur zu zweit an den Volieren, was alles ein wenig erschwert und sich hinziehen lässt.
Aus dem Grund suchen wir noch Helfer. Menschen die uns ihre Zeit und Kraft ausleihen. 

Bei meiner Art den Mensch in seiner Ganzheitlichkeit zu sehen, wird das schwierig sein jemanden zu finden...
Das weiß ich.

Aber auch bin ein Mensch und ich weiß, es gibt noch viele andere, die sich über das Ego hinweg setzen und ihre Arbeit dem Leben auf diesem Planeten witmen. 
Die erkennen, dass der Mensch nur ein kleines Staubkorn ist und nur wenn man alle Lebewesen zusammen betrachtet, ergibt sich ein Gesamtbild - unsere Erde.

In diesem Sinne:
Wer interesse hat, auf unserem Hof mitzuarbeiten, oder mit uns einem Traum zu träumen, irgendwann einen Dreiseiten Bauernhof in Ostdeutschland zu kaufen um daraus ein Paradies für Tiere zu machen, der kann sich gerne melden.
Wir brauchen Dringend Menschen die noch Träumen können...

Namasté
Euch alles liebe von Johanna vom Tierhof Amoa

Sonntag, 6. April 2014

Eine Bitte an alle die uns Unterstüzen möchten

Spendenbitte


Da unsere Spenden zur Zeit ein wenig Rückläufig sind, haben wir eine kleine Spendenbitte, für alle die unseren Tierhof gerne unterstützen möchten:

Wir benötigen dringend folgende Sachspenden

Für unsere Tiere:

Katzenfutter

Katzenstreu (Cats Best)

Eine Kratzbaum (gerne auch gebraucht)

Einstreu für die Kaninchen und

Einstreu Pellets für die Kaninchentoiletten


Für den Bau unserer Volieren:

Schrauben und Dübel jeder Stärke

Mauersteine (gerne auch gebraucht).

Wer möchte kann sich gerne an unserem Wunschzettel von Amazon orientieren.

Amazon Wunschzettel Tierhof Amoa

Im Vorraus schon mal herzlichen Dank!!

Euere Johanna vom Tierhof Amoa


Mittwoch, 26. März 2014

Kinderlogik über Waldrodung, Waldsterben ...





Meine Tochter heute morgen im Bad


"Mami woraus wird Klopapier gemacht, aus Papier oder?"

"Ja Schatz!"

"Und Papier wird auch Baum Wolle gemacht?"

"Unteranderem Ja!"

"Das ist nicht gut für die Umwelt, das nimmt den Vögeln ihren Platz weg, Spechte und so. Die Steinzeit war viel besser, da wurde alles aus Steinen gemacht und die Tiere konnten Leben. Und wenn sie Holz genommen haben, dann nur Zweige die runter gefallen sind, weil die hatten ja keine Säge!"

Ich konnte nicht viel sagen, das hat mich unglaublich berührt, dass meine 6 Jährige Tochter sich mehr Gedanken um die Umwelt macht, als viele Erwachsene... Und das, obwohl wir mit ihr nie über Umweltprobleme und co. gesprochen haben. Vielleicht sollten wir das jetzt anfangen, interesse ist auf jeden Fall da.
Sie beschäftigt sich mit vielen Fragen, auch warum "Autos so einen Dampf nach hinten raus lassen"?
Warum Menschen "so viel in den Wald wegwerfen, dazu gibt es doch Mülleimer".
Warum es den Begriff "Nutztiere" gibt, "Aber Mami die sind doch nicht zum Essen da, die wollen doch auch Leben!"

Warum es Menschen gibt, die anderen weh tun: "Ich will niemanden weh tun, dann bekomme ich auch nicht weh getan!"

Fragen die Kinder sich stellen und über die wir Erwachsen hinweg sehen, als würde es das nicht geben. Gewaltszenen  die tagtäglich über unsere Netze laufen, die uns begleiten. Die nehmen diese sensiblen Kinder auf und wenn niemand ihnen erklärt, das ein Leben auch ohne Gewalt möglich ist, wird es für sie zur Normalität.

Unsere Tochter zeigt uns jeden Tag, anhand ihrer ausgesprochenen Gedanken und Gefühle wie sie die Welt erlebt. Es ist wichtig zuzuhören, was uns Kinder erzählen. Durch sie erkennen wir unsere Fehler, durch sie erleben wir unsere Welt so wie sie wirklich ist. Wir schauen durch unsere Kinder genauer hin. Unser Tunnelblick wird klarer.

Als sie sagte: "Baum Wolle" dachte ich erst sie meint die Baumwolle, aus der die Pullis bestehen, aber ihr Blick war tiefer und das wurde mir erst klar, als sie von Steinzeit erzählte und das es dort den Tieren besser ging.

Ich sah sie überrascht an und war sehr gerührt.
Dieses kleine Mädchen, das erst seit 6 Jahren auf dieser Welt ist, erzählt mir Erwachsene wie sehr Tiere unter dem Absterben unserer Wälder durch uns Menschen leiden.... 
Das hat mich betroffen gemacht, denn sie wusste instinktiv, das es einmal besser gewesen sein muss. Ohne das wir je über die Zeit vor dem großen Waldsterben und den Waldrodungen  gesprochen haben.

Wir sollten mehr auf unsere Kinder hören, sie sprechen eine Wahrheit die wir längst vergessen haben ....

In diesem Sinne

Macht Ohren und Augen auf ...
Eure Kinder sagen euch wie diese Welt läuft....

Alles liebe eure Jo



Samstag, 22. März 2014

Trauer um Tatoo

Gestern im Laufe des Vormittags ist Tattoo in ihr Körbchen (siehe oben) schlafen gegangen und nicht mehr erwacht.

Tattoo war die älteste unserer Katzen und wurde auf 16 geschätzt.
Sie lebte 11 Jahre bei uns und wir werden sie sehr vermissen.
Das letzte Jahr wurde durch ihre Krankheit getrübt, sie hatte eine Niereninsuffizienz und einen Tumor.

Wir vermissen dich meine Süsse:
Wo immer du bist - SEI FREI!!!


In Gedenken an unsere Tatoo

März/April 2003 kam sie zu uns, geschätztes Alter damals 5-6 Jahre alt.
Gestorben am 21 März 2014


 Tattoos Runde Augen waren ihr Markenzeichen 






Wir werden dich nie Vergessen meine Süsse!!
In unserem Herzen lebst du weiter....


Samstag, 1. März 2014

Video - Interview zum Thema Tierliebe



Das Video vom Interview wurde jetzt ausgestrahlt und auch wenn ich mir selbst nicht gefalle (ich wirke total verkrampft und diese Mundwinkel HIMMEL), war es doch sehr authentisch.
Ein großes Lob an das Drehteam!!! Sie haben es super gut geschnitten, ohne mich oder das was sagte, zu verfälschen. Ich habe es auch schon ganz anders erlebt. 

Ich hatte an dem Tag tierisches Lampenfieber und das merkt man mir auch an. Ich war froh, dass Luna auf meinem Schoß saß, denn ich wusste nicht so recht, wohin mit meinen Händen :)
Im großen und ganzen bin ich sehr zufrieden, vorallem auch, weil es den Mainstream unserer Gesellschaft wieder spiegelt. Tierliebe wird so ganz unterschiedlich gedeutet und die Moderatoren haben recht, es ist eine vollkommen subjektive Betrachtung.
Leider hat es nicht geklappt das Video hier einzubetten, daher bitte auf den Link  klicken.


Viel Freude beim Schauen.

Liebe Grüße und Namasté
Eure Jo




Noch 64 Tage




Noch 64 Tage dann haben wir das erste vegane Jahr geschafft.
Dabei ist mir folgendes Aufgefallen:

* Als Pflanzenesser musst du dich bei jeder Gelegenheit dafür rechtfertigen, das du keine Milchprodukte und kein Fleisch isst.

* Dir wird vorgeworfen, du bist ein Gutmensch, wenn du dich gegen das Ausbeuten der Tiere einsetzt.

* In Foren und Communitiys zum Thema Vegan gibt es garantiert eine kleine Gruppe die dir versucht klar zu machen, dass du kein "richtiger Veganer bist". Irgendeiner ist immer Veganerer ;) als der Rest. Es wird von dir erwartet das du dich mindestens zu 100% Vegan ernährst, sonst wirst du a) gemieden b) belächelt und c) deine Posts werden regoros negativ kommentiert.

* Wenn du Oreo Kekse isst, bricht ein riesen Tumult in Facebook aus, zum Thema Tierversuche. Das Facebook das bislang überlebt hat, ist ein Wunder, so weit ich es nämlich nachvollziehen konnte, bricht ein solcher Shitstorm mindestens einmal am Tag aus und das seit dem Oreo vegane Kekse produziert.

* In Gesprächen mit Fleischessern wird dir vorgeworfen, das du a) das Ökosystem zerstörrst, weil du die Pflanzen isst, die für die "armen" Nutztiere gedacht sind. b) das du nicht an die verhungernden Kinder in Afrika denkst. c) das du dein Kind falsch ernährst d) das Nutztiere nur deshalb auf der Welt sind, damit Mensch sie essen kann e) das es keine Qualhaltung in Deutschland gibt und das du f) übertreibst mit deiner Ernährung g) das es eine Krankheit gibt die genauso anfängt - wenn du Ettiketten studierst. h) das Gott das Tier für den Menschen erschaffen hat.

* In Gespräch mit der Verwandtschaft, Bekanntschaft kommen garantiert folgende Sätze: "Ich ess auch nur noch wenig Fleisch und wenn überhaupt dann nur noch Bio!" "Bald ernährt ihr euch nur noch von Gras" "Ist aber komisch, du hast gar nicht abgenommen" "Also ich esse heute Abend mein leckeres Steak/Schnitzel/Bratwurst" "Dann bleibt genug für mich übrig" "An deiner Stelle würde ich da noch mal drüber nachdenken, dir fehlen garantiert Vitamine" "Shaya willst du eine leckere Milchschokolade, ich weiß ja du bekommst so was nicht zuhause" "Ach das Biozeug ist doch gelogen" "Ich hab gelesen Vegane Ernährung ist für Kinder nicht geeignet"

* Wenn du Hunde oder Katzen hast: "Ach werden die jetzt auch alle Vegan ernährt?" und wenn du nein sagst: "das ist aber dann kein Vegan mehr /das ist aber inkonsequent, wenn du deine Tiere mit Fleisch ernährst" "Als Veganer sollte man keine eigenen Tiere haben"

* im Restaurant: "Aber sie essen doch noch Fisch?" " Da ist nur ein klein wenig Milch drin" "Vegan was ist das, so was führen wir hier nicht" "Doch das ist Vegan/Vegetarisch (Trotz Speckstückchen!!)"

* In Zeitungen zum Thema Veganem (Er)Leben liest du solche Sachen wie:
"Kinder sollte man nicht vegetarisch und schon gar nicht vegan ernähren weil..." "Studien besagen das alle Veganer/Vegetarier krank sind" "Schauspielerin sagt: Mir schmeckt mein Fleisch" "Veganer sind Dumm!" "Die Gutmenschen sind auf den Weg!


*****************


Wir haben das jetzt fast 1 Jahr überlebt uns Pflanzlich zu ernähren, wir sind weder gestorben, noch sind uns Zähne ausgefallen. Wir haben auch nich viel ab, noch viel zugenommen, wir haben tatsächlich noch Nahrung gefunden, trotz der Unkenrufen, "wir würden jetzt ja gar nichts mehr essen" unglaublich. Auch fühlen wir uns nicht schlecht nur weil wir Oreo Kekse gegessen haben. Unser Kind leidet auch nicht darunter, dass sie keine Fleischwurst essen will. Es ist ein Wunder, aber uns geht es mit der Ernährung erstaunlicherweise sehr gut.

Ich finde wir sind sogar mutig und selbstbewusst, dass wir es bis hierhin ausgehalten haben ohne Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte zu leben.

Den Neulingen wird die Freude an der veganen Ernährung schnell vermiest.

Aber wenn man es durch all die Widrigkeiten hindurch schafft, hat man ein Selbstbewusstsein erlangt, das so schnell nichts mehr umhaut.

Daher geht den Weg weiter und wenn ihr merkt, es belastet euch doch sehr, bei Facebook, Google und Co. in diversen Gruppen gemobbt zu werden, dann hilft nur eines...

Aus der Gruppe austreten (so wie ich es jetzt schon einige Male gemacht habe), Computer aus und das Essen genießen!

Ich kann euch versprechen, ohne diese dauernden Störungen seitens Menschen die alles besser wissen, ist das vegane Leben ein wahres Paradies. :)

Fast ein Jahr Grüße von einer die auf jeden Fall weiter macht...


Eure Jo

Einfügung:
Nein wir haben nicht gesündigt.
Hin und wieder haben wir - weil wir es wollten, trotz das uns alle Konsequenzen für Tiere wie für Menschen bekannt sind, folgende Nahrungsmittel gegessen:

Kuchen bei den Schwiegereltern, Freunden, Bekannten, im Caffee
Latte Macchiato
Milcheis
Bei längeren Besuchen auch mal ein Stück Käse
Butter wenn es keine Margarine gab
Falsch gekaufte Nahrungsmittel, bei denen wir das: Eiweiß, Milchpulver, Gelantine, echtes Canin, Honig nicht lesen konnten, weil die Deklaration so dermaßen klein ausfiel, wir hätten eine Lupe gebraucht.

Eine Sünde ist das nicht (das Wort müsste eigentlich aus dem Duden gestrichen werden), sondern eine Unachtsamkeit, Unkonzentriertheit, Konsumdenken, Heißhungerattacke, Gelüste, einfach nur Hunger, Dummheit, ein quengelndes Kind vor der Supermarktkasse, buddhistische Einstellung....
Es gibt und gab viele Gründe aber eines war mir und meiner Familie immer bewusst...
Für diese Nahrung ist ein Tier gestorben - PUNKT.







Dienstag, 28. Januar 2014

Anti-Speziezismus




Von Mensch zu Mensch - zum Tier

Meine Aktivität auf Facebook, im Blog, der Webseite und auch durch private Kontakte zu anderen Menschen, haben mir viele Felder  - Erlebnis, Erkenntnis, Lern und Gedankenprozesse ermöglicht, ich habe zum Beispiel hier die Möglichkeit ergriffen für die Interessen der Tiere zu werben, in meinem Fall gegen die Ausbeutung sogenannter "Nutztiere" und ins Besondere den Blick lenken auf unseren kleinen Tierhof der zur Zeit 37 Tiere beherbergt.

Ich habe im Gespräch mit anderen Menschen begriffen, das die Lobby von Mensch zu Mensch gesellschaftlich höher bewertet wird, als die Lobby von Mensch zu Tier.
Die Verantwortung menschlicher Existenz liegt (leider) auf einem anderen höheren Level als die Verantwortung tierischer Existenz.
Ich habe auch verstanden, das es teilweise an der christlichen Betrachtung der Herrschaftsbeziehung von Menschen zu Tieren liegt und das Tiere immer noch als notwendige Nahrung des Menschen angesehen werden. Und das möchte ich ändern - kann es aber nur in kleinen Schritten in meinem Leben und in meiner Familie leben. So eine gesellschaftliche Trennung zwischen Mensch und Tier nennt man dann Speziezismus, ich bin ein Gegner davon also ein Befürworter des Antispeziezismus.

Dieser Speziezismus wird uns mit der ersten Milchflasche eingetrichtert.
Das ist nichts das der Mensch mitgebracht hat in dieses Leben, das ist etwas das der Mensch erlernt. Er erlernt, das Tiere eine Sache sind, genau wie Jacken und Hosen und der Nibbes in der Vitrine im Wohnzimmer. Der Mensch lernt, dass Tiere Eigentum des Menschen sind, er lernt, dass Tiere Nahrung des Menschen sind.

Diese Trennung impliziert, dass Tiere anders fühlen müssen als Menschen, denn durch ihren geringen Wert kann man sie nicht mit unseren hohen Wert vergleichen.
Ein Kind das nicht dazu angehalten wird, Tiere zu schätzen, wird nicht erkennen, dass sie geschützt werden müssen. Alles unterliegt einem Lernprozess.

Auch werden Menschen von Klein auf dazu ermutigt tote Tiere zu essen. Die Speisepläne der Kinderernährung sind voll davon. Angefangen mit der Milch von Kühen, den sogenannten "Milchkühen". Statt ehrlicherweise den richtigen Ausdruck: "Mutterkühe" zu verwenden, wird das was sie für ihre Kälber produzieren, dem Menschen vorbehalten. Ein Kind lernt nicht, dass Kühe Kälber gebären müssen und das diese ihnen kurz nach der Geburt weggenommen werden, damit der Mensch seine Milchprodukte im Supermarkt kaufen kann.
Ein Kind erlebt die Welt mit den Blicken die wir Erwachsenen ihnen ermöglichen. Unsere Betrachtung ist somit voller Illusionen und Lügen, damit wachsen wir normalerweise auf.

Wüsste ein Kind, im Alter von etwa 4 Jahren, das Schweine und Kühe wie wir Menschen Schmerzen empfinden, würde sein Blick sich verändern.
Ich erlebe es an meiner Tochter, die die ersten Lebensjahre Vegetarisch aufwuchs und nun Vegan lebt. Sie ist 6 Jahre alt und erlebt die Welt anders als viele ihrer Freundinnen. Letztens kam sie nach Hause und meinte: "Mami es ist doch richtig, das Gummibärchen aus Tier-Gelatine bestehen und es aber auch Gummibärchen gibt die keine Gelatine haben?"
Diese Frage beschäftigte sie so dermaßen, das sie eine Diskussion im Kindergarten anregte und sich lautstark mit ihren Freundinnen stritt. Das Ganze wurde dann von der Kindergärtnerin aufgelöst die den Kindern erklärte das Gelatine ein tierischer Bestandteil ist und meine Tochter war super stolz darauf, das sie den anderen Kindern erklären konnte, das a) wegen Gummibärchen auch Tiere sterben müssen und b) dass das nicht sein muss, da es auch Gummibärchen gibt, bei denen keine Tiere sterben müssen.

Das alles geschieht automatisch, einmal angeklickt ist es ein Selbstläufer. Mein Kind wird nicht von uns mit Veganen Gedankengut vollgestopft, es hat gelernt die Welt zu betrachten und zwar mit eigenen Augen. Ich bin jedesmal überrascht, wenn meine Tochter mir erklärt was Vegan ist und was nicht.
Sie kann selbst entscheiden und die Entscheidung Vegan fällt ihr bei der Fülle der Nahrungsmittel die wir essen, nicht schwer.

Natürlich gibt es Momente da zieht sie ein Überraschungsei einer veganen Schoko vor. Ich hoffe nach wie vor, das irgendjemand auf die Idee kommt Vegane Schoko für Überraschungseier zu nutzen, das währe ein absoluter Kassenschlager, meine Tochter wartet nur darauf und ich auch :)

Das leben eines Kindes wird von uns Erwachsenen geprägt, unsere Welt so wie wir sie wahrnehmen geben wir weiter an unsere Kinder.
Nur ist es oft nicht die reale Sichtweise die wir an sie weiterreichen. Sie wissen nichts von der Zerstörung des Klimas, durch Güllegase und Co (Klimaschädlicher Gase durch Massentierhaltung). Sie wissen noch nicht mal das Kühe Kälber bekommen MÜSSEN, damit sie ihre Milch trinken, die sie oft nicht vertragen.
Wir leben in einer scheinbar funktionierenden Welt, die jederzeit ihren Geist aufgeben könnte - weil wir Menschen Speziezismus betreiben - nämlich zwischen uns und unseren Mitlebewesen.

Kinder erfahren auch nicht, das Bienenvölker für unser Überleben wichtig sind. Genauso wenig erfahren sie, das die Kinderwurst aus kleinen Schweinen besteht die unter Qualen gehalten und dann getötet werden.
Kinder erleben die Tierwelt sehr verzerrt, durch Zoos, Zirkuse und Bilderbücher bekommen sie eine heile funktionierende von Menschen geprägte Tierwelt präsentiert, die mit der Realität absolut nichts zu tun hat.

Und genau wegen dieser Verzerrung verändert sich unser menschliches Bewusstsein nur sehr langsam.
Die Welt mit realistischen Augen wahrzunehmen erfordert Mut, den viele Erwachsene nicht haben, sie leben eben Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen (Trickfilm).

Und diese Sicht geben sie weiter an ihre Kinder, und diese an ihre und so weiter und so fort.

Wir waren letztens auf der Veggi Messe in Wiesbaden, dort haben wir unter anderem ein super leckeres Eis gegessen. Da kam uns ein älterer Mann entgegen, er fragte: "Und euch schmeckt das Eis? Aber da ist doch keine Milch drin oder?
Aus was besteht es denn dann?"

Eigentlich war ihm die Antwort nicht wichtig, denn gleich darauf stöhnte er laut auf:

"Und ich habe so einen Hunger auf Schweinshaxe und Currywurst!" Wir mussten grinsen, meine Freundin sagte lächelnd: "Da sind sie jetzt aber sehr falsch hier, das hier ist eine Veggi Messe!"

Ich stellte mir die Frage, warum es ihn ausgerechnet zur Veggi Messe zieht, wenn er Gelüste nach Schweinshaxe verspürt. Was hat ihn bewogen uns anzusprechen?
War es das schlechte Gewissen. war es provokation (es schien nicht so) oder einfach nur die Tatsache das es noch eine andere Welt gibt und das Eintauchen mitunter schmerzhaft sein kann...

Wenn wir Erwachsene anfangen die Welt mit realen Augen zu sehen, geht es uns erst einmal wie diesen alten Herren, wir blicken uns um und bekommen erst einmal Hunger auf das was wir kennen.

Es ergeht uns so wie Neo (Film: Matrix) der sich zwischen zwei verschiedenen Tabletten entscheiden muss, zwischen der Welt die er kennt oder zwischen der Welt die Real ist.
Neo entscheidet sich für die Realität und das tut erst mal weh, denn er begreift, so wie es einst war, wird es nie wieder sein.

Und genauso ist es, wenn man sich gegen den Speziezismus entscheidet, der Mensch fällt von seiner hohen Leiter hinab auf die Erde, wie der Turm von Babel brechen alte Muster zusammen. Alles ergibt einen neuen Sinn.
Wo vorher nur das übergeordnete menschliche ICH war, gibt es ein WIR, wir Lebewesen.
Und auf einmal wird einem bewusst, wie klein unsere menschliche Existenz wirklich ist.

Diese Erde, die Lebewesen darauf - all das ist Teil von uns allen.
Mit Speziezismus erheben wir uns über das hinweg, Mitgefühl anderen Lebewesen gegenüber ist durch die Entfremdung und Unterdrückung anderer Lebewesen nahezu unmöglich.
Teil des Ganzen bedeutet wir haben eine Verantwortung für uns selbst wie für unsere Mitlebewesen, wie für unsere Welt.

Mahadma Gandhi soll einst zu Albert Einstein, auf die Frage, was Namasté zu bedeuten hat, gesagt haben:

"I honor the place in you in which the entire universe dwells.
I honor the place in you which is of love, of truth, of light and of peace.
When you are in that place in you and i am in that place in me,
we are one!"

auf Deutsch:
"Ich ehre den Platz in dir, in dem das gesamte Universum residiert. Ich ehre den Platz des Lichts, der Liebe, der Wahrheit, des Friedens und der Weisheit in dir. Ich ehre den Platz in dir, wo, wenn du dort bist und auch ich dort bin, wir beide nur noch eins sind."

Und das ist in wenigen Worten das Resultat von Anti-Speziezismus und eine schöne Erklärung für:

Namasté

Euch alles liebe von eurer Jo vom Tierhof Amoa

Montag, 20. Januar 2014

Interview zum Thema Tierliebe - Campus TV Siegen



Heute hat mich ein Team vom Campus TV aus Siegen zum Thema: "Tierliebe" Interviewt.

Die Dreharbeiten hab ich überlebt... (und wie immer hatte ich furchtbares Lampenfieber) und jetzt kann ich nicht schlafen... das TV Team war super nett... die Fragen interessant - so sehr, das sie mir immer noch durch den Kopf gehen...  Was ist Tierliebe? Eine Frage die mich nachhaltig beschäftigt und nicht schlafen lässt...  Petplay (bitte Googeln, falls unbekannt, ging mir nämlich nicht anders...) Zoophilie, Pelzträger, Luxushundepensionen usw... - und irgendwo zwischendrin wir - Tierhof Amoa.
Ist Tierliebe wirklich individuell - "darf" man es überhaupt so sehen?

Bevor ich erfuhr wer sich noch als "Tierlieb" bezeichnet, empfand ich Tierliebe als Individuell und habe das auch so im Interview erwähnt. Jetzt da ich mich tiefer mit diesem Thema beschäftige, bin ich mir dessen nicht mehr so sicher.

Was ist Tierliebe?
Ist es  "Liebe" die ich für unsere Tiere empfinde, oder ist es mehr Hochachtung, Respekt vor ihrer Natur, ihrer Würde, ihrem Dasein. In meinem Kopf schallt das zweite viel lauter als das erstere - Hochachtung, Respekt, Würde, Dasein. Aber stimmt das wirklich?
Oder ist es mehr der Egoismus dem armen Tier zu helfen, um dadurch ein gutes Gefühl zu erhalten. Brauch ich somit den Egoismus um die Arbeit zu tun die ich tue?
Oder ist es das globale Verständnis für die Verbindung zwischen Mensch, Tier und Natur. Ohne das eine - nicht das andere... Großes JA in meinem Kopf... oder hätte ich das einfach nur gerne und blende das Ego einfach mal kurz aus...

Ist es wieder nur der menschliche Blick von oben herab auf die anders seiende Kreatur?

Eine frühere Bekannte hat ihrer toten Katze das Fell abziehen lassen als Zeichen ihrer Liebe und Trauer und weil sie etwas zurück behalten wollte, als liebevolle Erinnerung. Für mich war das unvorstellbar, ich würde so etwas nicht tun, das weiß  ich... jetzt nicht und wahrscheinlich auch nicht in der Zukunft. Einfach weil ich das körperlich unversehrte nicht mit meinem Blick auf Mensch und Tier in Verbindung bringen kann.

Was ist eigentlich Liebe?
Wenn wir schon das Thema Tierliebe betrachten, müssen wir uns auch allgemein mit dem Thema Liebe befassen  (wiedermal, für die diejenigen die jetzt nachhaltig gähnen - ich kanns nicht ändern, es ist der Dreh und Angelpunkt meines Lebens). Im Interview sagte ich: Liebe ist frei.
Ich empfinde es auch bei näherer Betrachtung so, dass Liebe frei ist. Der Mensch schränkt sie in seinem Egoismus ein, er kettet und zäunt und bindet und dabei spielt es keine Rolle ob es ein menschlicher Partner oder ein tierischer Begleiter ist - dennoch ist Liebe in ihrer Begrifflichkeit frei, sowohl spirituell als auch rational.

Während uns Menschen, die wir Lieben, enttäuschen und verletzen können, ist die Liebe zu einem Tier stets ungetrübt, außer es beißt mal ordentlich zu, oder es ist alt, gebrechlich oder krank. Oder ein Mensch (oft ein Baby) nimmt den Platz ein und das Tier wird verbannt aus unserem Leben.
Die Liebe zu einem Tier - ist es nicht vielmehr die Macht die wir uns selbst geben, es in unser Leben zu holen und wieder zu verabschieden, wann immer wir das wollen.
Ist es wirklich liebe?
Und was ist der Unterschied in der Liebe zu einem Partner, dem eigenen Kind und dem (z.B.) geliebten Hund? Und schon ist der Mensch wieder auf der höchsten Sprosse der Leiter, denn ich weiß jetzt schon viele werden sagen: "Natürlich geht mein Partner und mein Kind vor!"
Arterhaltung sage ich... und werde wahrscheinlich gleich gesteinigt werden  ;)

Wie denkt ein Zoophilist darüber... ich halte ihn für pervers, krank. bedauernswert.  Er wird von sich behaupten das er das Tier das er missbraucht liebt.
Was für mich pervers ist, ist für ihn die wahre Erfüllung und die wahre Einschränkung, er wird Gesellschaftlich dafür geächtet werden und er weiß es... egal wie sehr er es dreht und wendet, er weiß, dass was er macht ist gegen die Norm, gegen jeglicher Moral und Ethik..

Eine andere Betrachtungsweise:  für den Homophoben Mensch sind wir der Horror pur und die Geisel der Menschheit.
Normalität ist das was Mensch daraus macht und das in jeglicher Richtung. Doch während wir Homosexuelle niemanden schaden mit unserer Liebe zum gleichen MENSCHLICHEN Geschlecht. Kann der Zoophilist einem Tier Schaden bereiten - hier spielt der Wille des Tieres (so denke ich)  eine untergeordnete Rolle.
Und doch wurden wir über viele Jahre in eine Schublade gesteckt.

Moral ist änderbar, die Zeit gibt vor was Normal ist... Mögen die Götter es vermeiden, dass Zoophilie eines Tages Normalität erlangt. - Ja hier streikt meine hohe Erwartung der Toleranz an mich selbst.

Und doch formt sich tief in meinem Kopf die Frage, ob nicht alles was Mensch im Stande ist zu tun, einer menschlichen und somit selbstgemachten Normalität entspringt. Wir töten, wir vergewaltigen, wir missbrauchen, wir bemächtigen Mensch wie Tier.
Der Mensch ist zu allem fähig und nur die Moral und Ethik hindert uns all das auch auszuleben.
Der Geist des Traumes ist ein unendliches Spiegelbild unserer wahren Natur.
Die Entscheidungsfähigkeit lässt uns oft inne halten und abwägen.

Aber mal im Ernst wenn der Mensch zu allem fähig ist und dieses menschliche in uns Normalität bedeutet, ist nicht auch Zoophilie normal - als Teil unserer Grenzenlosen Macht und Gewalt gegen alles und jeden?

In mir ist schon den ganzen Abend ein leichtes Würgegefühl, entweder ich werde krank oder das Thema macht mich krank...
Ich werde noch nachdenken heute Nacht, denn dieser philosophisch, psychologischer Gedankenkreisel lässt mich noch lange nicht schlafen.

Ein Fazit wird es hier nicht geben, dazu ist mir das Thema zu ernst. Ich brauche Zeit um den Blick zu klären und vielleicht eine Antwort auf die Ego Frage zu erhalten:

Für wen tue ich das wirklich, für die 37 Tiere die bei uns leben, oder nur für mich?
Ändern wird es nichts, unsere Tiere werden nicht unter meinem Ego leiden, aber es klärt einiges in mir. Bin ich wirklich so uneigennützig? Eine Frage die ein hohes Potential an Eigenwahrnehmung fordert...
Ich ziehe mich gerade (mal wieder) aus... merkt ihr es ;)

Den Zuschauer Termin für die Dokumentation bekommt ihr rechtzeitig mitgeteilt...
Namasté

Alles Liebe eure Jo vom Tierhof Amoa

Weitere Infos: http://www.ctv.uni-siegen.de/
Bildquelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tierliebe

Mittwoch, 1. Januar 2014

Abschließende Neujahrsgedanken - Rückblicke...

Ich mache es mir heute sehr einfach, erst einmal wünsche ich allen die uns begleitet haben ein schönes neues Jahr 2014 und dann bitte ich euch auf meinen anderen Blog zu klicken, denn dort habe ich meinen Text und Dankessagungen auch für den Tierhof Amoa gespeichert.

Ich hab euch lieb und sage einfach mal:

Bis später!!!

Das Jahr ist lang, es hat ja eben erst angefangen, es trägt so viel in sich... ich bin gespannt!!
Alles liebe eure Jo

Abschließende Neujahrsgedanken - Rückblicke hier auf Jobrisha. (Bild anklicken - DANKE!!)

 Für mich - für EUCH!!!